Social-Media-Müdigkeit verändert die Nutzung

Eine Incogni-Umfrage zeigt, dass Nutzer:innen zunehmend leiser und vorsichtiger in sozialen Netzwerken werden: 55 Prozent posten weniger als noch vor fünf Jahren, 53 Prozent schränken stärker ein, wer ihre Beiträge sehen darf. Gleichzeitig empfinden 51 Prozent ihre Online-Präsenz als Arbeit, während Stress, Polarisierung und Sorgen um Privatsphäre immer mehr Menschen zum Rückzug bewegen.

Social Media bei Kindern ist vor allem Familiensache

Eine neue BLM-Studie zeigt, dass Kinder zwischen drei und zehn Jahren Social Media vor allem zur Unterhaltung nutzen und dabei meist von ihren Eltern begleitet werden – YouTube dominiert. Rund 80 Prozent der Eltern setzen Zeitlimits, doch laut BLM reichen Verbote und Begrenzungen allein nicht aus: Gefragt sind auch Medienbildung und kindgerechte Plattformstandards.

Social Media zwischen Inspiration und Belastung – JIMplus-Studie zeigt ambivalente Erfahrungen Jugendlicher

Die JIMplus-Studie 2026 zeigt, dass Social Media für Jugendliche gleichzeitig eine wichtige Wissensquelle und eine Belastung ist: 82 Prozent nutzen die Plattformen als Zugang zu Wissen, während viele von Ablenkung, Konzentrationsproblemen und fehlender Freizeit berichten. Besonders problematisch erleben Jugendliche Fake News, Hate Speech und Vergleichsdruck, gleichzeitig bleiben Freund und Familie die wichtigsten Ressourcen für ihr Wohlbefinden.

Deepfakes im Alltag angekommen – Studie zeigt wachsendes Misstrauen

Deepfakes sind längst Teil des Medienalltags: Während 2022 noch 77,2 Prozent der Befragten angaben, keinen Kontakt mit Deepfakes gehabt zu haben, waren es 2025 nur noch 27,3 Prozent. Gleichzeitig wächst das Wissen über die Technologie nur langsam, sodass viele Menschen Deepfakes als Gefahr für die Informationsqualität und die demokratische Meinungsbildung wahrnehmen, sich selbst aber nur eingeschränkt zutrauen, Fälschungen zu erkennen.

Studie: Viele Eltern regeln den Digitalkonsum ihrer Kinder nur eingeschränkt

Laut der repräsentativen Postbank Digitalstudie 2026 gibt es in 57 Prozent der Familien keine festen Regeln für die Social-Media-Nutzung von Kindern, obwohl 47 Prozent der Minderjährigen täglich mindestens eine Stunde auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube verbringen. Gleichzeitig sprechen sich 86 Prozent der Befragten für eine Altersbeschränkung bei sozialen Netzwerken und 82 Prozent der Eltern für ein Handyverbot an Schulen aus.

OVK-Studie: Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte bleibt stabil

Die aktuelle Paid-Content-Studie des Online-Vermarkterkreis (OVK) zeigt, dass die Zahlungsbereitschaft für journalistische Online-Inhalte mit 21 Prozent seit 2021 stabil bleibt. Gleichzeitig nutzen 79 Prozent ausschließlich kostenfreie Angebote – weshalb der OVK hybride Modelle aus Werbung und Paid Content als Zukunft der Monetarisierung sieht.

Bertelsmann-Studie: Mehrheit sieht Social Media als Risiko für die Demokratie

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt: 71 Prozent der Menschen in Deutschland sehen den Einfluss großer Social-Media-Plattformen auf die Öffentlichkeit kritisch, verzichten wollen aber nur 18 Prozent auf die Nutzung. Die Mehrheit fordert deshalb mehr Verantwortung von Politik und Plattformbetreibern sowie eine konsequentere Durchsetzung bestehender Regeln.

Studie: Gen Z informiert sich mobil, selektiv und über Social Media

Die Generation Z informiert sich überwiegend über Smartphone, Internet und Social Media, nutzt zunehmend auch KI-Anwendungen zur Informationssuche und konsumiert Nachrichten häufig über algorithmisch ausgespielte Inhalte. Gleichzeitig genießen klassische journalistische Medien und persönliche Gespräche bei der jungen Zielgruppe das größte Vertrauen.

Vom Einzelabo zum Plattform-Ökosystem: Wie sich der digitale Abo-Markt in Deutschland wandelt

Der digitale Abo-Markt in Deutschland verschiebt sich klar vom Einzelangebot hin zu Plattform-Ökosystemen und Bundles, in denen nicht mehr das beste einzelne Produkt, sondern die stärkste integrierte Gesamtlösung über den Erfolg entscheidet. Gleichzeitig konkurrieren Social-Media- und Creator-Plattformen zunehmend direkt mit klassischen Streaming- und Medienabos um Zeit, Aufmerksamkeit und Zahlungsbereitschaft.