Studie: Gen Z informiert sich mobil, selektiv und über Social Media

© AdobeStock / Davide Zanin
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Die Generation Z informiert sich heute grundlegend anders als ältere Zielgruppen. Das zeigt die aktuelle AWA 2026 des Institut für Demoskopie Allensbach. Demnach dominiert das Internet die tagesaktuelle Informationsbeschaffung der 14- bis 29-Jährigen, während klassische Medien wie Fernsehen, Radio und Print deutlich an Bedeutung verlieren.

78 Prozent der Gen Z informieren sich über das Internet über das aktuelle Geschehen. Zum Vergleich: Fernsehen nutzen 28 Prozent, Radio elf Prozent und Zeitungen lediglich fünf Prozent. Gleichzeitig geben 63 Prozent der 15- bis 29-Jährigen an, dass man sich heute nicht mehr täglich informieren müsse, da Informationen jederzeit online verfügbar seien.

Wenn gezielt Informationen gesucht werden, greifen 84 Prozent zunächst auf Suchmaschinen zurück. 53 Prozent fragen inzwischen auch KI-Anwendungen wie ChatGPT oder Gemini, noch vor Instagram, TikTok oder klassischen Medienangeboten.

Soziale Medien haben sich zugleich zu einer zentralen Informationsquelle entwickelt. 42 Prozent der 15- bis 29-Jährigen bezeichnen Social Media als ihre wichtigste Informationsquelle. Besonders häufig werden Informationen über Instagram bezogen, gefolgt von YouTube und TikTok. Allerdings gelangen Nachrichten meist nicht durch aktive Recherche zu den Nutzer:innen, sondern über geteilte Inhalte von Freund:innen oder algorithmische Empfehlungen.

Auffällig ist dabei der Unterschied zwischen Nutzung und Vertrauen. Während Social Media intensiv genutzt wird, genießen klassische journalistische Angebote weiterhin das größte Vertrauen. Nachrichtensendungen im Fernsehen, persönliche Gespräche, Dokumentationen sowie gedruckte Zeitungen und Zeitschriften werden von der Gen Z deutlich häufiger als vertrauenswürdig eingestuft als soziale Netzwerke.

Das Smartphone ist inzwischen der wichtigste Informationskanal der jungen Generation: 73 Prozent der 14- bis 29-Jährigen sehen es als ihre wichtigste Informationsquelle. Gleichzeitig verbringen viele mehrere Stunden täglich am Handy – allerdings überwiegend für private Kommunikation. Informationen über das Weltgeschehen machen nur einen kleinen Teil der Smartphone-Nutzung aus.

ifd-allensbach.de (PDF)