OVK-Studie: Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte bleibt stabil

© AdobeStock / Andrii
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Die Zahlungsbereitschaft für journalistische Online-Inhalte in Deutschland bleibt auf einem konstanten Niveau. Das zeigt die aktuelle Paid-Content-Studie des Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Demnach haben 2025 rund 21 Prozent der Verbraucher:innen für journalistische Inhalte im Internet bezahlt – ein Wert, der sich gegenüber 2023 (22 %) und 2021 (21 %) kaum verändert hat.

Die Mehrheit der Nutzer:innen greift jedoch weiterhin ausschließlich auf kostenfreie Angebote zurück. Insgesamt 79 Prozent nutzen ausschließlich kostenlose Inhalte, die Hälfte der Befragten vermeidet grundsätzlich den Kauf digitaler journalistischer Angebote. 16 Prozent verfügen über ein Abonnement, fünf Prozent kaufen einzelne Artikel oder digitale Ausgaben.

Wer bezahlt, tut dies vor allem wegen exklusiver Inhalte. Für 39 Prozent der zahlenden Nutzer:innen ist der Zugang zu exklusivem Content der wichtigste Beweggrund, ein Viertel entscheidet sich für kostenpflichtige Angebote, um Werbung zu vermeiden.

Als Hauptgrund gegen Bezahlmodelle nennen 52 Prozent der Befragten das ausreichende Angebot kostenloser Inhalte. 40 Prozent vertreten zudem die Auffassung, Nachrichten sollten grundsätzlich kostenlos zugänglich sein. Gleichzeitig empfinden 28 Prozent derjenigen, die keine kostenpflichtigen Inhalte nutzen, die Preise als zu hoch.

Die Studie zeigt außerdem, dass werbe- und datenbasierte Finanzierungsmodelle weiterhin auf breite Akzeptanz stoßen. Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) würden verpflichtend Cookies akzeptieren, wenn dadurch Inhalte kostenlos nutzbar bleiben. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) wäre bereit, sich dafür zu registrieren.

Der OVK empfiehlt Publishern daher, hybride Erlösmodelle weiter auszubauen und Werbe- sowie Bezahlangebote stärker miteinander zu verbinden. „Kostenpflichtige und werbefinanzierte Angebote sind keine Gegensätze. Zukunftsfähige Monetarisierungsstrategien verbinden beides miteinander und schaffen die passenden Zugangsmodelle für unterschiedliche Nutzergruppen“, sagt Steffen Bax (iq digital), stellvertretender Vorsitzender des OVK im BVDW.

Für die Studie wurden im Oktober 2025 insgesamt 2.373 Personen im Alter zwischen 16 und 85 Jahren zu ihrer Einstellung gegenüber kostenpflichtigen Online-Inhalten befragt.

bvdw.org