KI sorgt für Aufbruch – und Verunsicherung bei der Mediennutzung

© AdobeStock / Zamrznuti tonovi
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Die Nutzung digitaler Medien in Deutschland bleibt hoch, verändert sich jedoch zunehmend durch den Einfluss künstlicher Intelligenz. Das zeigt die aktuelle Studie „Media Consumer Trends 2026“ des Beratungsunternehmens Deloitte, die online verfügbar ist. Für die Analyse wurden im Januar 2026 insgesamt 2.000 Personen befragt. Demnach sind soziale Netzwerke mit 78 Prozent weiterhin die reichweitenstärkste Medienform – bei den unter 25-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 91 Prozent.

Gleichzeitig wächst die Skepsis gegenüber KI-generierten Inhalten. Zwei Drittel der Befragten geben an, Schwierigkeiten zu haben, solche Inhalte zu erkennen, während viele zunehmend Beiträge ohne erkennbaren Mehrwert wahrnehmen. „DDie Verbraucherinnen und Verbraucher zeigen sich aufgeschlossen und experimentieren mit den Möglichkeiten von KI-Anwendungen. Gleichzeitig führen KI-Inhalte im Netz zu Verunsicherung. Es braucht klare Lösungen wie transparente Kennzeichnung, um Vertrauen im digitalen Raum zu stärken“, sagt Sophie Pastowski von Deloitte.

Zunehmende Nutzung von KI-Anwendungen

Während KI-Inhalte kritisch gesehen werden, steigt die Nutzung entsprechender Anwendungen deutlich. Bereits ein relevanter Teil der Befragten erstellt mithilfe von KI eigene Inhalte wie Bilder, Videos oder Musik. Besonders verbreitet ist der Einsatz zur Informationssuche und zur Orientierung in der Nachrichtenlage. Auch Zahlungsbereitschaft ist vorhanden: Ein Teil der Nutzer:innen wäre bereit, monatlich für entsprechende Dienste zu zahlen.

Streaming wächst – Markt bleibt fragmentiert

Parallel dazu nimmt die Nutzung von Video-Streaming-Diensten weiter zu. Ein Drittel der Befragten nutzt entsprechende Angebote häufiger als noch im Vorjahr. Dennoch stagniert die Zahl der Abonnements – ein Hinweis auf die zunehmende Marktreife. Viele Nutzer:innen empfinden die Vielzahl an Angeboten als unübersichtlich und wünschen sich gebündelte Lösungen, idealerweise mit Preisvorteilen.

Audiomarkt im Wandel

Auch im Audiobereich zeigen sich strukturelle Veränderungen. Radio bleibt zwar das reichweitenstärkste Medium, verliert jedoch insbesondere bei jüngeren Zielgruppen an Bedeutung. Gleichzeitig gewinnen Streaming-Angebote und Podcasts weiter an Relevanz, während beim Thema Information klassische Formate weiterhin als besonders vertrauenswürdig gelten.

deloitte.com, presseportal.de