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Wie Multilingualisierungstools die kommunikative Reichweite vergrößern

Foto: © AdobeStock/buravleva_stock

In der globalisierten Welt wird auch die Kommunikation immer komplexer. B2B-Marketer müssen dafür sorgen, dass sie den Empfänger nicht nur erreichen, sondern, dass er sie versteht. Wie gelingt das in einer Welt, in der es über 7.000 gesprochene Sprachen und Dialekte gibt? Reduzieren Unternehmen ihren Content auf wenige Hauptsprachen, schränken sie die Reichweite ihrer Kommunikation empfindlich ein. Dabei könnten sie mit innovativen Technologien ihre Video- oder Audio-Inhalte automatisch übersetzen, untertiteln, transkribieren und weiterbearbeiten – und so die Zielgruppe in ihrer Muttersprache erreichen.

Sprachenvielfalt beginnt bei der Website. Doch eine Vielzahl von Corporate Websites präsentiert sich mono- und bilingual – und schließt damit relevante Zielgruppen aus. Was würde es für die kommunikative Reichweite eines B2B-Unternehmens bedeuten, wenn es ein größeres Publikum erreicht? Klar, Englisch ist in der Unternehmenskommunikation unverzichtbar. Doch während es rund 379 Millionen englische Muttersprachler gibt, spricht ein Großteil der Weltbevölkerung Chinesisch (1,3 Milliarden), Spanisch (460 Millionen), Arabisch, Hindu, Bengalis, Portugiesisch, Russisch, Japanisch und Lahnda. Das bedeutet: Möchten Unternehmen digitale Kanäle, wie etwa ihre Website, gewinnbringend nutzen, sollten sie Content mehrsprachig anbieten und damit sicherstellen, dass ihre Zielgruppe die Informationen, Services und Entscheidungshilfen tatsächlich versteht.

Botschaften im richtigen Format aufbereiten
Doch welche Formate eignen sich, um die gewünschte Botschaft zu übermitteln? Videos und Podcasts sind längst in der Business-Kommunikation angekommen. Im Gegensatz zu rein textbasierten Informationen können sie noch einprägsamer unterhalten, informieren, erklären, aufklären und bilden. Darum ist es nur folgerichtig, attraktiven Video- und Audio-Content zu erstellen, der Lösungen für geläufige Business-Herausforderungen präsentiert. Die erstellten multilingualen Inhalte können Unternehmen dann nicht nur auf ihrer Website veröffentlichen, sondern auch in den Social Media teilen – und so ihre Reichweite sowie Sichtbarkeit deutlich vergrößern. Können Nutzer Content in der eigenen Muttersprache konsumieren, erhöhen B2B-Unternehmen damit ihre Visibilität auf den Plattformen. Indem sie zum Beispiel ihren LinkedIn-Auftritt internationalisieren – etwa mithilfe eines multilingualen Firmenprofils – und so ihre Marke im Netz stärken, öffnen sie sich für andere Märkte und machen ihr Business insgesamt sichtbarer. Zudem können Firmen zusätzlich Video- oder Podcast-Beiträge auf LinkedIn Pulse veröffentlichen. Mit einer entsprechenden Technologie braucht es nur einen Link, um die gewünschten Sprachspuren einzufügen. Das Ergebnis: Der Content wird in der vom Nutzer eingestellten Browsersprache wiedergegeben.

Barrierefrei kommunizieren
Auch hinsichtlich Barrierefreiheit ist es sinnvoll, Inhalte automatisch zu transkribieren und zu vertonen. Schließlich gibt es rund 430 Millionen Menschen mit einer Hör– sowie 2,2 Milliarden mit einer Sehbehinderung. Während wir an Formaten wie Videos und Podcasts ihr großes Potenzial bezüglich Reichweite schätzen, sind ihre Inhalte diesen Nutzergruppen nur bedingt zugänglich. Ein Multilingualisierungs-Tool erlaubt, Schriftsprache als Tonspur auszugeben, Töne in Untertitel und Transkripte umzuwandeln und Gebärden einzublenden. Damit ersetzt sie den Betroffenen die Sinne, die ihnen fehlen.

Ein Piece of Content, das alle verstehen
Indem B2B-Unternehmen innovative Tools verwenden, um Video- und Audio-Content multilingual bereitzustellen, können sie die Sprachen dieser Welt in einem Piece of Content vereinen, das sie auf ihrer Website einbetten und in den sozialen Medien teilen können. So erreichen sie nicht nur mehr Menschen, sie machen ihre Produkte sowie Services zugleich bekannter – und damit erfolgreicher.


Über den Autor: Bernd Korz ist Gründer und Geschäftsführer der alugha GmbH. Das Software-Unternehmen ist darauf spezialisiert, Video- und Audio-Content mit KI-Verfahren und Übersetzungsteams auf der ganzen Welt mehrsprachig bereitzustellen. Als studierter Hochbautechniker begann Bernd Korz 2008 damit, Erklärvideos für YouTube zu produzieren. Damit Nutzer dabei die Sprache einfach umschalten können, entwickelte er gemeinsam mit seinem Sohn ein Feature – den Vorläufer der heutigen Übersetzungsplattform alugha. Bernd Korz gilt als einer der führenden Experten für KI-basierte Übersetzungen. Sein fachlicher Fokus liegt neben Datensicherheit auf dem perfekten Zusammenspiel von Mensch und KI.