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Wenn Personaler über den Jahreswechsel kommunizieren …

Die Kolumne steht in diesem Monat ganz im Zeichen von Glassdoor. Denn im Januar ist das amerikanische Arbeitgeberbewertungsportal auch in Deutschland gestartet.

… dann werden auch mal gläserne Türen eingerannt.
Geahnt, erhofft, befürchtet hatten es eigentlich alle, aber vom Start des amerikanischen Arbeitgeberbewertungsportals Glassdoor in Deutschland war man dann doch überrascht. Kanalisiert haben die Kollegen HR-Blogger ihren Schreck dankenswerterweise ins Ausprobieren. Die teils erheblichen Schwachstellen, vor allem bei der Integration von Stellenanzeigen überwiegen. Bleibt abzuwarten, wie sich der Platzhirsch Xing/Kununu verhält und ob sich der Gehaltsvergleich, den Glassdoor ihm voraus hat, wirklich als Erfolgsfaktor erweist im datenschutz-sensiblen Deutschland. Einen guten Einstieg in die Debatte und natürlich eine eigene Meinung bietet Eva Zils in ihrem Artikel bei Online-Recruiting.net. Bei haufe.de befasst sich Henner Knabenreich noch einmal generell mit dem Thema Arbeitgeberbewertungsportale.

… gibt es 180°-Feedback.
Mit einem Jahresrückblick auf 2014 von Jo Diercks bei recrutainment.de, einem Rückblick auf 2024 (!) von Jörg Buckmann bei Personalblogger und natürlich einem Ausblick auf 2015 – das Jahr der Kandidaten.

…1, 2, Polizei!
Jo Diercks schaut noch einmal zurück auf die #24hPolizei-Kampagne der Berliner Polizei. Bereits im Juni 2014 hatte man für 24 Stunden live aus der Notruf-Zentrale jeden Einsatz getwittert. Storytelling der Extra-Klasse ist allerdings auch sehr viel einfacher, wenn man was zu erzählen hat und der Content auf der Hand liegt.

… sollte es eigentlich nicht XXX werden.

Wir sind uns ja einig, dass Employer Branding vor allem Einblicke die tägliche Arbeit geben soll. Wie kann das nun also bei einer Porno-Darstellerin aussehen? Das Magazin Slate fand das spannend und hat in seiner Reihe “Working” nun eine Erotik-Darstellerin zu Wort kommen lassen – im Podcast. Teilgenommen haben bisher zum Beispiel ein Cartoonist, ein Google-Entwickler, ein Hollywood-Drehbuchautor und Stephen Colbert. Hier mehr zur Reihe und hier das Archiv.

… ist Vertrauen der Anfang von allem.
Und da stehen Unternehmen so schlecht gar nicht da. Dem von der PR Agentur Edelman erhobenen Trust Barometer zufolge vertrauen 57 Prozent der Generation Y (bis Mitte 30) den Informationen auf Unternehmenswebseiten – also wohl auch Karriere-Seiten? Allerdings führen hier Suchmaschinen, denen 72 Prozent der Generation Y vertrauen.

… ist BBH bester Arbeitgeber unter amerikanischen Agenturen.

Aus einer für das Magazin Werben&Verkaufen angefertigten Auswertung von Glassdoor-Bewertungen amerikanischer Werbeagenturen geht zum Beispiel hervor, dass ein Art Director bei BBDO im Schnitt 147.099 US-Dollar im Jahr verdient. Basierend auf ganzen acht angegebenen Gehältern. Bei Young&Rubicam sind’s laut Glassdoor-Auswertung nicht mal halb so viel. Hier werden sich Recruiter und Manager für Vorstellungsgespräche noch einmal neu vorbereiten müssen.

… zählt Vielfalt.
Ein deutliches und unumwundenes Plädoyer für die Vielfalt richtet Wolfgang Goebel, Leiter Personal bei McDonald’s Deutschland, an die HR-Communtiy.

… aber wohl auch Geld.
Darum hat die Stellenbörse Stepstone ihren Gehaltsreport für 2015 veröffentlicht – unterteilt nach Branchen, Erfahrungslevel und Region. Warum man nun ausgerechnet in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg wieder die höchsten Gehälter zahlen muss, um Mitarbeiter zu bekommen und zu halten, bleibt offen – ist doch ganz schön dort.

…gibt es Senf zur Generation Y.
Denn sie darf hier niemals fehlen! Diesen Monat kommt der Kollege Buckmann zu Wort, der die Generation Y schonungslos subjektiv analysiert und zu erschütternden Erkenntnissen kommt.

…müssen Leben und Arbeit in Balance sein.
Denn die Work-Life-Balance ist das zweite große Buzzword. So findet sich beim Saatkorn ein Interview mit Jun-Prof. Anja Iseke, die an der Uni Paderborn untersucht hat, inwieweit die besagte Work-Life-Balance eine Rolle spielt. Ebenso befasst sich das „Emloyer Branding“-Blog von Universum mit der ewigen Frage, welche Bedeutung denn die Generation Y dem Thema beimisst.

… muss man sich auch mal entscheiden.
Arbeitgeber zum Beispiel für oder gegen einen Kandidaten (m/w). Und Kandidaten auch für einen Beruf. Die ehemalige VW-Personamanagerin Jannike Stöhr hat sich entschieden, diese Entscheidung noch einmal auf die Probe zu stellen und möchte 2015 genau 30 verschiedene Jobs ausprobieren. Bei Saatkorn stellt sie ihr Projekt mit dem poetischen Namen “Der frühe Vogel kann mich mal” in einem Gastbeitrag vor.

… tun sie das auch intern.
Auch bei Saatkorn findet sich ein Interview mit Vali Bluma, die beim Technologiekonzern Heraeus das HR-Marketing leitet, über ihre preisgekrönten internen „Employer Branding“-Bemühungen.

… rekrutieren sie Rekruten.
Die zum Arbeitgeber gewordene Bundeswehr muss mehr denn je zusehen, woher sie Nachwuchs bekommt und hat zu diesem Zwecke – und vielleicht auch ein bisschen nach amerikanischem Vorbild – einen Show Room (“Vorzeigeraum”) in Berlin Mitte eröffnet. Krautreporter Tilo Jung sprach mit Hauptmann Jürgen Klau, assistiert von Thomas Wiegold.

… sind Profis am Werk.
Und das muss man vielleicht auch mal in aller Deutlichkeit so sagen. Vielleicht aber nicht unbedigt in der Deutlichkeit als Stellungnahme auf eine Kununu-Bewertung. Denn dann kann es passieren, das Henner Knabenreich das als Anlass für eine Bestandsaufnahme der Arbeitgeber-Stellungnahmen nimmt.

… wird alles zu Einsen und Nullen.
Letztere will man vielleicht nicht unbedingt in seinem Unternehmen haben, aber wenn die Arbeitswelt digital wird, kommt man nicht drum herum. Marcus Reif schreibt in einem ausführlichen Artikel auf, welche Perspektiven denn die Generation Y in einer immer stärker digitalisierten Arbeitswelt hat.

Sebastian Dietrich
Über den Autor: Unser Autor Sebastian Dietrich studierte Politik und Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in Potsdam und Berlin. Er arbeitet seit über zehn Jahren an der Schnittstelle von Human Resources und Public Relations, auf Agentur- wie Unternehmensseite.

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