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Wenn Personaler im November kommunizieren …

Foto: © Fotolia/Christos Georghiou

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… geht’s um Polizei, Krieg, WCs, Datenbrillen, Essen, Blut und die Generation Y.

Best Practice

Hilfe, Polizei!

Der geneigte Leser unserer kleinen Kolumne kennt natürlich die 24h-Polizei Twitter Aktion aus Berlin. Die Ordnungshüter haben sich einfach vier Kollegen in die Leitstelle gesetzt, die jeden einzelnen Einsatz twittern – für einen ganzen Tag (Best of). Nun geht man auch bei der Personalauswahl moderne Wege und führt Selbsttests auf der Website ein, um potenziellen Anwärtern bei der Berufswahl zu helfen. Dass es derer wohl wieder mehr geben dürfte, könnte auch an diesem Video liegen, mit dem Jan Böhmermann (ungewollt) erstklassiges Employer Branding für den Polizei-Dienst macht:

Vorsicht, Krieg!

Nachdem die Bundeswehr sich zum Arbeitgeber wandelt, rückt das Thema Employer Branding plötzlich in den Fokus. Eine groß angelegte Kampagne soll mit Vorurteilen aufräumen. Das zieht natürlich Kritik auf sich. So wurde der Bundeswehr-Showroom in Berlin Mitte mit Farbbeuteln beworfen, was wiederum sehr intelligent mit einem der Kampganen-Motive gekontert wurde („Wir kämpfen auch dafür, dass du gegen uns sein kannst.“). Aber auch die Aktivisten-Gruppe Peng! will darauf aufmerksam machen, dass eine Armee nicht irgendein Arbeitgeber ist, sondern Krieg und Tod immer Teil dieses Jobs sind.

Personalmarketing auf dem Klo.

Das macht IKEA zwar schon, verschenkt aber (riesige?) Potenziale, wie Henner Knabenreich anlässlich des Welt-Toilettentages aufgeschrieben hat.

Arbeit proben.

Was man in der Werbung seit jeher schon kennt, wird auch in anderen Branchen immer wichtiger: mit Arbeitsproben überzeugen. Dass Arbeitsproben die tatsächliche Performance neuer Mitarbeiter immernoch am besten vorhersagen, ist auch bekannt. Eines der besseren Systeme stellt Jo Diercks in seinem Blog vor: den Kreativtest der Agentur Jung von Matt.

Rechtliches

Rechtssicher abwerben.

Was muss man eigentlich im Recruiting beachten, wenn man unbedingt Kollegen vom Wettbewerb abwerben will? Aufgeschrieben hat man es mal bei stellenpakete.de.

Rechtssicher rekrutieren

Was man speziell beim Recruiting per App und Social Media beachten muss, steht hingegen im Haufe-Blog.

In die Zukunft mit HR

Durch die Datenbrille

Die Unterstützung von Arbeit durch Virtual Reality (VR) Technologien ist einer der großen  Trends unter dem Schlagwort Arbeit 4.0. Bei VW ist das schon Realität: Am Band in Wolfsburg werden so zum Beispiel Lagerinformationen direkt ins Sichtfeld der Mitarbeiter eingeblendet. Damit auch hier die Prokrastination Einzug halten kann, hat Facebook bereits 2014 das Unternehmen Oculus VR gekauft – für 400 Mio Dollar.

Arbeiten, egal wo.

Wenn man nun aber nicht am (Fließ- oder Kassen-) Band arbeitet, ist es eigentlich egal, wo man arbeitet – Hauptsache die Leistung stimmt. Das findet zumindest der Chef des Chemie-Riesen Henkel. Aber auch die klassische Büroarbeit kann Vorteile haben, wie Felix Schwenzel a.k.a. @diplix bei t3n aufschreibt.

Essen im Büro.

Glutenfrei, vegan, kalorienarm, zuckerarm? Früher gab’s Essen 1 und Essen 2 in der Kantine oder einfach Bulette. In der FAZ werden die Widrigkeiten der Postmoderne anhand der Essenbestellung im Büro durchgespielt.

Blick über den Ozean

Twitter behält sein Blut.

Viele Unternehmen laden gern das Rote Kreuz ins Haus und bitten Ihre Mitarbeiter um Blutspenden. Eine schöne Sache eigentlich, wenn da nicht der Ausschluss bestimmter Gruppen von der Blutspende wäre. Wie auch in Deutschland scheinen in den USA Homosexuelle (genauer: Männer, die Sex mit Männern haben) von der Blutspende ausgeschlossen. Für Twitter ist das Diskriminierung und man verbietet Blutspende-Aktionen, solange das nicht behoben ist. Diversity muss wohl dahin gehen, wo es weh tut.

Twitter verliert „only black engineer in a leadership position“ (Englisch)

Normalerweise eher keine Nachricht wer, aber wenn Leslie Miley dann auch noch einen Artikel darüber schreibt, dass er wegen Twitters Diversity & Inclusion Strategie geht, wird es schon spannend genug, damit TechCrunch drüber schreibt.

Schlau genug für Google? (Englisch)

Ob Sie einen Job bei Google bekommen hätten, hing lange von Brainteaser-Fragen ab. Auch wenn das so wohl nicht mehr stimmt, findet sich hier eine kleine Sammlung als Selbsttest.

Titel-Bingo. (Englisch)

Dass Job-Titel ein Unternehmen ruinieren können, und was man stattdessen besser machen kann, schreibt Caitlin Schiller bei LinkedIn auf.

Buzzword Bingo

Auftauchen mit Periscope!

Periscope, für diejenigen, die in einer Höhle leben, bietet jedermann die Möglichkeit, per Smartphone Videos in Echtzeit zu senden. Klingt banal und wirft die Frage auf, warum da in den letzten zehn Jahren noch niemand drauf gekommen ist. Wie man neuesten Hype im Internet auch fürs Recruiting nutzen kann, schreibt Henrik Zaborowski gleich zweimal auf.

Generation Y.

Fast hätten wir sie vergessen. Aber Spiegel Online fragt noch mal nach, ob sie wirklich so selbstverliebt und anspruchsvoll ist. Hermann Arnold, Co-Founder, Chairman und Encourager von Haufe-umanits, schreibt bei LinkedIn auf, warum es gefährlich ist, ihr nachzugeben.

Über den Autor:
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Unser Autor Sebastian Dietrich studierte Politik und Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in Potsdam und Berlin. Er arbeitet seit über zehn Jahren an der Schnittstelle von Human Resources und Public Relations, auf Agentur- wie Unternehmensseite.