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Wenn Personaler im November kommunizieren…

© Fotolia/denisismagilov

… dann geht es unter anderem um künstlich-intelligentes Wettrüsten, Hetze auf der Arbeit, das dritte Geschlecht im Unternehmen, Hype Cycles, Copy & Paste im Recruiting, liebende Chefs und die Humans in HR.

Recruiting

Immer mehr Unternehmen setzen auf Künstliche Intelligenz, um ihre Recruiting-Prozesse effektiver und effizienter zu gestalten. Aber was Unternehmen können, können Kandidaten schon längst. Wer also gewinnt das künstlich-intelligente Wettrüsten? Jo Diercks hat eine These.

Die Unternehmensberatung Gartner ist einem breiten Publikum unter anderem durch ihre Theorie des Hype Cycle bekannt, also eines Modells, wie ein (Medien-) Hype einer Technologie verläuft. Das Unternehmen TalentBrew hat dieses Modell auf Recruiting-Technologien und -Software angepasst und Michael Witt hat den Recruiting Hype Cycle auf seinem Blog ganz hervorragend beschrieben.

Eine (nicht repräsentative, nicht unabhängige) Studie des Portals MeineStadt.de unter 116 Personalern hat ergeben, dass Stellenanzeigen noch immer meist per Copy & Paste erstellt werden, weil nicht die Zeit für die manuelle und individuelle Erstellung fehlt. Die desaströsen Auswirkungen dessen auf die Employer Brand der jeweiligen Unternehmen analysiert Henner Knabenreich.

Entwicklung

Schlecht führen ist erblich. Eine beunruhigende Studie von Kienbaum und Stepstone unter 13.500 Führungskräften hat herausgefunden, dass Chefs führen wie sie von ihren Chefs geführt wurden.

Der DGB hat eine Studie erstellen lassen und veröffentlicht, die zu dem Ergebnis kommt, dass sich 52 Prozent der Beschäftigten in Deutschland oft oder sehr oft bei der Arbeit gehetzt und unter Zeitdruck fühlen. Nur jeder zweite hat nach dieser Studie Einfluss auf die Gestaltung seiner Arbeitszeit. Zahlen, die zeigen, wie weit die meisten noch entfernt sind von New Work.

Janine Kirchhof hat sich Design Thinking beigebracht und einen Post geschrieben über die Methode aber vor allem auch ihre ganz persönliche „Learning Journey“.

In die Zukunft mit HR

„Wenn sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben sie einen scheiß digitalen Prozess“,sagt Thorsten Dirks, CEO von Telefonica Deutschland. Dass das für HR-Prozesse natürlich umso mehr gilt und bei aller Digitalisierung nicht der Prozess-Gegenstand („Mensch“) vergessen werden darf, schreibt das Human Resources Manager Magazin.

Beruhigend, dass die Berater bei Roland Berger das auch so sehen.

Die Neue Arbeit oder New Work ist in aller vieler Munde. Warum diese Konzepte die Antwort auf die VUCA (volatil, unsicher, komplex, ambivalent) Welt sind und nur so die Zukunft gemeistert werden kann, schreibt Harald Schirmer auf seiner LinkedIn-Seite.

Schon im Sommer hat Neurobiologe Gerald Hüther auf dem Personalmanagement-Kongress gesprochen und Selbstorganisation und Potenzialentfaltung als die großen Zukunftsthemen identifiziert. Das Human Resources Manager Magazin befasst sich mit seinen Thesen unter der treffenden Überschrift: „Der Der Chef von morgen ist ein Liebender“.

Den ganzen Tag gearbeitet und nichts geschafft? Das kann an Fake Work liegen, also an Tätigkeiten die weder Sinn noch Wert schöpfen. Das Mittelstandsmagazin Impulse wirft einen Blick auf das Phänomen und wie man es in den Griff bekommt.

Der Tagesspiegel befasst sich mit der Frage, wie das dritte Geschlecht die Berufswelt verändern wird. Womit müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich auseinandersetzen?


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Über den Autor: Sebastian Dietrich studierte Politik und Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in Potsdam und Berlin. Er arbeitet seit über zehn Jahren an der Schnittstelle von Human Resources und Public Relations, auf Agentur- wie Unternehmensseite.