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Wenn Personaler im August kommunizieren …

Fotolia#Creativa-Images_88256335_Schueler_Idee_920x920px… dann gehts um Vertriebshebel, Müll, Anwälte, Amazonen, Lieferhelden, Hinrichtungen und irgendwas mit Medien.

Best Practices

Nicht jedes Mal muss man das Rad neu erfinden. Andere haben ja die gleichen Herausforderungen. Inspiration ist Teil jeder Innovation. Nennen Sie es wie Sie wollen, aber es lohnt sich immer, mal nachzuschauen, was der Wettbewerb so treibt – das natürlich auch in Sachen Employer Branding.

Mehr Anwälte!

So führte zum Beispiel Gero Hesse vom Blog Saatkorn ein Interview übers Hochschulmarketing mit Nicola-Elisabeth von Tschirnhaus, ihres Zeichens Engagement & Recruitment Manager bei den Wirtschaftsanwälten von Linklaters.

Die Chemie muss auch stimmen.

Im zweiten Interview, wieder beim Saatkorn, ist dieses Mal Anna-Rebecca Egli dran zu erzählen, was der Chemie-Riese BASF so anstellt beim Thema Employer Branding.

Heads down und delivern!

Ob dieses Berliner Start-up-Motto auch für den Lieferdienst Delivery Hero gilt, muss an dieser Stelle offen bleiben. Sicher scheint, dass die Recruiting-Abteilung auch ordentlich abliefern muss. Wie sie das macht, berichtet Recruiting-Cheffin Kim Fitzpatrick im Interview mit … genau.

Müll

Ja, auch unseren Müll muss jemand abholen und auch die diversen „Wertstoff-Unternehmen“ suchen Nachwuchs. Ob die Kampagne mit dem Tonnen-Boy aber wirklich einschlägt? Vielleicht kann ja mal jemand ein Interview …?

Wald- und Wiesen-Hinrichtungen

Der Bayerische Ministerpräsident a.D. Stoiber erklärte einmal, um Kraft zu tanken, sitze er gern im Garten und richte Blumen hin. Nun stolpert Henner Knabenreich über den Stellentitel einer Ausschreibung des Brauerei-Konzerns ABInBev, wo man doch tatsächlich eine/n Field Execution Specialist (m/w) BECK’S und CORONA sucht. Er nimmt diesen für deutschsprachige Ohren etwas schwierigen Titel zum Anlass, einmal die gesamte Arbeitgeberkommunikation in einem länglichen Blogpost zu sezieren – inklusive des großzügig gebutzten Claims: The Opportunity is here – Make it yours.

ROT4

Kennen Sie nicht? Ist ein Vertriebshebel und  „[…] steht nicht für etwas und ist auch keine Abkürzung, es ist ein Statement als Arbeitgeber. Es ist eine selbstbewusste Geisteshaltung, mit der wir Bewerbern gegenüber treten. Wir spiegeln ihnen damit, was sie hier für ein Feeling zu erwarten haben, wie wir hier ‚ticken‘ und wen wir suchen.“ Klar, oder?

Social Media

Xing / Kununu
Neues gibt es zum Beispiel von Xing/kununu, liebevoll auch Xununu abgekürzt. So konnte Persoblogger Stefan Scheller ein Hintergrundgespräch mit dem CEO des Unternehmens führen und gibt in seinem resultierenden Blogpost einen Ausblick auf die Zukunft der Burda-Tochter. Die Gegenwart sieht zumindest nicht so wirklich optimal aus.

VICE vs. Trolle

Ein einzelner Kommentar unter einem Job-Post bei Facebook hat das digitale Dorf für etwa anderthalb Tage in Aufruhr versetzt. Ein Troll gab vor, sich über die langweilige Stellenausschreibung des Medien-Hauses Vice aufzuregen, die im Widerspruch zum Geschäftsmodell und produzierten Content von Vice stehe. Ausgelöst hat das aber immerhin eine Bewerberflut, wie der Mediendienst Meedia zu berichten weiß.

Jobs für Geflüchtete

Anfang August ging die Jobbörse Workeer online, die sich speziell an Geflüchtete richtet. Als Abschlussprojekt zweier Studenten gestartet, bekam das Portal enorme Aufmerksamkeit – zu Recht, denn nichts integriert Menschen schneller in eine Gesellschaft als regelmäßige Erwerbsarbeit. Was der Zustrom der geflüchteten für Arbeitgeber bedeutet, nimmt Henner Knabenreich mal auseinander.

Frisch aus dem Mainstream

Auch die Publikumsmedien befassen sich immer mal wieder mit dem Thema Employer Branding. Üblicherweise entweder aus Schadenfreude (über Jobtitel, Azubi-Rap, Kündigung nach Facebook-Post) oder aber als Nutzwertjournalismus (Bewerbungstipps, Darf der Chef das?, Blöde Kollegen!, PR-wirksame Aktionen). So auch im August. Die geneigte Leserschaft ordne bitte selbst die Artikel zu.

Spiegel-Karriere führt mit der Inklusions-Chefin von SAP ein Interview über die 70 Autisten, die im Konzern arbeiten – und die „Hunderte“, die noch dazu kommen sollen. Zudem gibt’s einen Artikel über einen Anthropomatiker – ein Beruf mit Zukunft. Ein Interview mit der Geschäftsführerin der Personalberatung I-Potentials über die Generation Y kocht dann noch mal alle Klischees über die sagenumwobene Zielgruppe auf.

Mitte August bekam mal wieder Amazon sein Fett weg. Dieses Mal waren mal nicht die Logostik-Zentren dran, sondern – ohweh! – auch die „besseren“ Jobs in der Entwicklung und dem Management. Ausgelöst hat as mediale Beben eine wohl mehrmonatige Recherche der New York Times – Schnellschüsse und einfaches Bashing erwartet man hier nicht. Amazon-Gründer und CEO Jeff Bezos feuerte mit einer Mail an alle Mitarbeiter zurück: „The article doesn’t describe the Amazon I know or the caring Amazonians I work with every day […].“ Zur nachträglichen Einordnung des Ganzen sei der geneigten Leserschaft dieser Artikel  aus dem Blog mit dem hoffnungsvollen Titel Geist und Gegenwart empfohlen.

Die Zukunft

Irgendwo zwischen dem Blick in die Kristallkugel und dem Sturm im Wasserglas bewegen sich die Artikel zur Zukunft von HR, Arbeit, Unternehmen und der Gesellschaft ansich. Wir werden es erleben!

Roboter matchen Menschen

Roboter können alles – also fast alles. Ob und wie sie auch Recruiting können, schreibt Jo Diercks im Recruitainment-Blog auf. Natürlich kommen wir auch nicht ohne Buzzwords aus.

Irgendwas außer Medien

Nicht gut steht es um die Arbeitsbedingungen in den Medien: Männer verdienen 30% mehr als Frauen, jeder Zweite wäre bei einem guten Angebot sofort weg und bis zur Rente verschenkt man etwa 6,5 Jahre Lebenszeit an unbezahlten Überstunden. Das findet zumindest eine PR-Studie der Gehaltsdatenbank Skjlls heraus. Damit befasst das Fachblatt werben&verkaufen, Saatkorn und t3n.

Blick über den Teich

Generell ist man uns ja im Silicon Valley um einiges voraus. Darum, als early warning, hier einige lesenswerte Beiträge auf Englisch.

Was eigentlich große HR-Führungskräfte von allen anderen unterscheidet, hat die Harvard Business Review mal aufgeschrieben.

Apple hat wohl geschafft, mehr Frauen und Angehörige von Minderheiten in IT-Jobs zu bekommen, schreibt CNET.

Warum die Unternehmenskultur ein Recruiting-USP sein kann, belegt das Blog Idealcandidate.
Einen Trend zu lockererem Umgang in Unternehmen bei wachsendem Wettbewerb macht die New York Times aus – natürlich nicht ohne das oben erwähnte Beispiel Amazon zu zitieren.
Welche acht Unternehmen Instagram erfolgreich zur Arbeitgeberkommunikation einsetzen und wie sie das tun, schreibt LinkedIn auf. Wirklich!

Vermischtes

Wir schließen mit etwas Leichtem, nämlich diesen Notitzblöcken, die sich in manchen Unternehmen sicher sehr gut einsetzen lassen.


Write down your crap appropriately.(Crap Sticky Note: http://bit.ly/18Stg2s)

Posted by Knock Knock on Montag, 17. Juni 2013


Über den Autor:
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Unser Autor Sebastian Dietrich studierte Politik und Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in Potsdam und Berlin. Er arbeitet seit über zehn Jahren an der Schnittstelle von Human Resources und Public Relations, auf Agentur- wie Unternehmensseite.