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Vom Shopper zum Influencer: Das ist Consumer-to-Consumer Marketing

Foto: © AdobeStock/Nastassia


Der Shopper Experience Index (SEI) 2022 von Bazaarvoice identifiziert eine immer wichtiger werdende Art des Marketings: Consumer-to-Consumer(C2C). Das bedeutet, dass Shopper andere Kunden inspirieren und damit die neuen Produktverkäufer sind und vorproduzierter Marketing-Content von Brands an Bedeutung verliert. Oder wie es Bazaarvoice-CEO Keith Nealon formuliert: „Die Brand gehört nicht mehr dem Unternehmen“. Fabian Eckerl, VP Sales und Regional Lead Central Europe, erklärt was es mit C2C-Marketing auf sich hat und wie Unternehmen davon profitieren können.

Was ist C2C-Marketing?

Consumer-to-Consumer-Marketing bedeutet, dass Kundinnen und Kunden sich gegenseitig Produkte zeigen und vorschlagen. Denken Sie an Ihren letzten Online-Kauf – wahrscheinlich haben Sie kurz anhand der Produktfotos sichergestellt, dass sie auf der richtigen Seite sind und sich danach die Rezensionen zum Produkt durchgelesen. Und vielleicht haben Sie zusätzlich noch Testberichte gelesen und auf Instagram geschaut, wie das Produkt in der alltäglichen Nutzung funktioniert. Die Hersteller und Verkäufer des Produktes haben sie nicht überzeugt, es waren die anderen Verbraucherinnen und Verbraucher, die Ihnen das Produkt erklärt und empfohlen haben.

C2C-Marketing wird auch als Consumer-Driven-Marketing oder Community-Driven-Marketing bezeichnet. Diese Begriffe beschreiben alle den gleichen Prozess: Verbraucherinnen und Verbraucher davon zu überzeugen, User-Generated Content wie Rezensionen oder Produktbilder zu erstellen. Und gerade in der jetzigen Zeit, in der Nachhaltigkeit und Konsumkritik zu einer hohen Sensibilisierung geführt haben, ist C2C-Marketing immens wichtig, um Vertrauen zu gewinnen.

Diese Arten von C2C-Marketing gibt es:

  • Direkte mündliche Empfehlung: Das Nonplusultra im C2C-Marketing. Hier werden Produkte direkt an Andere empfohlen.
  • User-Generated Content: Nach direkten Empfehlungen ist UGC für Brands und Retailer am wertvollsten. Egal ob Texte, Fotos oder Videos, UGC wird unbezahlt von echten Menschen erstellt und von ihnen in sozialen Netzwerken und auf anderen Plattformen geteilt.
  • Rezensionen: Laut dem SEI 2022 lesen 86 Prozent der Befragten beim Shoppen Rezensionen. Auch eine Befragung in der Influenster-Community von Bazaarvoice zeigt die herausragende Bedeutung von Reviews: 88 Prozent der Befragten nutzen sie, um sich über Produkte zu informieren.
  • Produkt-Sampling: Ausgewählte Personen oder Gruppen erhalten kostenlose Produkte zum Testen, um im Gegenzug ihre Erfahrungen mit dem Produkt zu veröffentlichen.
  • Affiliate-Programme: Hier empfehlen Konsumenten Produkte über personalisierte Links und bekommen bei einem Verkauf eine Provision.

Die Vorteile von C2C-Marketing

Mit C2C-Marketing können Brand auf authentische Art Vertrauen aufbauen oder zurückgewinnen. Wenn sich die Meinungen von Kunden mit den Marketing-Claims decken, werden die Markenbotschaften zusätzlich validiert und erhalten eine höhere Glaubwürdigkeit. Dank des von Verbraucherinnen und Verbrauchern produzierten User-Generated Content werden Marketing-Teams entlastet und es kann Geld und Zeit eingespart werden. Zudem lassen sich diese Inhalte häufig auf anderen Social-Plattformen weiterverwenden. Auch zur Leadgenerierung und Brand Awareness kann C2C beitragen, wenn Inhalte zu den eigenen Produkten geteilt werden. Und noch ein letzter Vorteil: In Zeiten, in denen Google und Apple den Zugriff zu Nutzerdaten einschränken, kann eine C2C-Kampagne genau die richtigen Leute erreichen, ohne auf Cookies und Third-Party-Analytics angewiesen zu sein.



Über den Autor:
Fabian Eckerl ist VP Sales und Regional Lead Central Europe von Bazaarvoice.