Newsletter

Soziale Dreckschleuder

Fotolia#cecile02_88994977_Comic-Art_hass_920px

Bild: © Fotolia/cecile02

Man hat ja bereits einiges erlebt und erfahren, wie wahr der Ausspruch von Albert Einstein sein kann: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Liest man in den letzten Tagen die Kommentare, die so mancher Bundesbürger auf Facebook unter seinem Klarnamen veröffentlicht, so fühlt man sich in Zeiten zurückversetzt, die wir schon lange überwunden glaubten. Schnell fragt man sich, was denn in den Augen von Facebook anstößiger ist: rechtsradikales Gedankengut oder Bilder von nackten Brüsten. Ich halte es da mit der heute show und fordere #nippelstattnazis.

Aber nicht nur in den sozialen Medien tobt sich der rechte Mob mit seiner verdrehten Weltsicht aus. Auch in den Kommentaren der Online Medien haben die Moderatoren alle Hände voll zu tun, um die auszusperren, die gegen jedes demokratische und menschliche Prinzip verstoßen. Dass auch das Medium selbst darunter leidet, wenn Ewig­gest­ri­ge ihren rassistischen Müll in den Kommentarfeldern hinterlassen können, zeigte jüngst eine Studie.

Es ist an der Zeit, dass wir alle diesen Menschen mit einer klaren Haltung begegnen: Wer sich in dieser Art und Weise äußert, ist hier nicht erwünscht. Es ist richtig, dass ein Azubi, der zur Behandlung von Flüchtlingskindern den Flammenwerfer empfiehlt, seinen Job verliert . Der Aufruf zu Mord und Gewalt kann kein Kavaliersdelikt sein. Wir sind es unserer Geschichte schuldig, dass wir deutlich zeigen, wie deplatziert dieses Gedankengut in unserer Demokratie ist, auch wenn ein „Säxit“ dann doch keine Lösung ist. Wer auf Facebook genau hinschaut, der sieht, dass die Dummheit nicht an der Landesgrenze Sachsens halt macht, sie ist ein bundesweites Phänomen.

Über den Autor:
andrea katheder für landau media, berlin 2013Uwe Mommert ist Vorstand für Vertrieb und Produktion der Landau Media AG. Darüber hinaus ist er begeisterter Web 2.0-Fan und immer an innovativen Ideen interessiert. Für medienrot.de kommentiert Uwe Mommert regelmäßig das Mediengeschehen.

 

9.000 Profis lesen bereits unseren medienrot-Newsletter. Wenn auch Sie unseren 14-tägigen, kostenlosen Branchenüberblick und die Kolumnen nicht verpassen wollen, dann senden Sie uns gern eine formlose E-Mail an abo@medienrot.de und wir nehmen Ihre Adresse in unseren Verteiler auf.