Social‑Media-Regierungsbilanz: Bundeskanzler dominiert, viele Minister:innen kaum aktiv

Foto: © AdobeStock / Schepers_Photography
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Ein Jahr nach der Bundestagswahl zeigt eine aktuelle Auswertung des Teams von Polisphere, wie Kabinett und Ministerien soziale Medien für politische Kommunikation nutzen. Während der offizielle Account des Bundeskanzlers sowohl bei Followerzahlen als auch beim Engagement deutlich an der Spitze steht, sind viele Minister:innen auf Plattformen wie TikTok kaum aktiv – ein deutliches Zeichen für ungleiche Social-Media-Nutzung innerhalb der Bundesregierung.

Instagram: Regierungsaccounts führen die Rangliste an

Auf Instagram zeigen die Daten, dass etablierte Accounts dominieren.

Top 5 Instagram-Accounts der Kabinettsmitglieder (Stand: 23.02.2026):

  1. @bundeskanzler: 2,795,064 Follower
  2. @merzcdu: 344,665 Follower
  3. @aussenminister: 306,450 Follower
  4. @larsklingbeil: 114,021 Follower
  5. @boris.pistorius: 87,090 Follower

Top 5 Instagram-Accounts der Kabinettsmitglieder (Stand: 23.02.2026):

  1. @bundeskanzler: 2,795,064 Follower 
  2. @merzcdu: 344,665 Follower
  3. @aussenminister: 306,450 Follower
  4. @larsklingbeil: 114,021 Follower
  5. @boris.pistorius: 87,090 Follower

Laut Polisphere erfasst die Analyse nicht nur Followerzahlen, sondern auch Engagement-Raten wie Likes, Kommentare und Shares. „Die etablierten Accounts führen deutlich vor den übrigen Minister:innen“, heißt es in der Auswertung.

TikTok: Wenige aktive Minister:innen, große Reichweitenunterschiede

Auf TikTok zeigt sich ein anderes Bild: Viele Ministerien sind kaum präsent, einzelne Accounts erzielen jedoch sehr hohe Reichweiten.

Top 5 TikTok-Accounts der Kabinettsmitglieder (Stand: 18.06.2025):

  1. @bundeskanzler: 556.5 Tsd. Follower
  2. @lars.klingbeil: 28.400 Follower
  3. @reem.alabali: 9.070 Follower
  4. @minister.larsklingbeil 9289 Follower
  5. @thorstenfrei 6595 Follower

Das Team von Polisphere stellt fest, dass die Nutzung von TikTok noch stark vom individuellen Engagement einzelner Akteur:innen abhängt. „Viele Minister:innen nutzen TikTok bislang kaum oder gar nicht, während wenige Top-Accounts deutlich herausstechen“, heißt es in der Analyse.

Fazit: Social Media bleibt ungleich verteilt

Die Ergebnisse verdeutlichen die Unterschiede in der Social-Media-Kommunikation der Bundesregierung: Während einige Accounts wie der des Bundeskanzlers als starke Multiplikatoren wirken, bleiben viele Minister:innen auf populären Plattformen unterrepräsentiert. Instagram und TikTok werden demnach sehr unterschiedlich bespielt, was die Reichweiten und Sichtbarkeit einzelner Ministerien stark beeinflusst.

polisphere.eu