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So funktioniert Unternehmenskommunikation bei GLS

Mit einer Medienresonanzanalyse unterstützt Landau Media den Paketdienstleister GLS bei der Erfolgsmessung seiner Kommunikationsmaßnahmen. Anne Putz, Head of Corporate Communication bei GLS, verrät im Interview, wie die Unternehmenskommunikation bei dem Logistikunternehmen organisiert ist und welche Rolle soziale Medien dabei spielen.

Frau Putz, welche Kommunikationskanäle werden bei Ihnen für die Unternehmenskommunikation genutzt und warum?
Anne Putz: Wir verfügen über ein Corporate Publishing Netz mit einer Mitarbeiterzeitschrift, einem Kundenmagazin und einem Magazin für unsere Transportunternehmer und deren Zustellfahrer. Zusätzlich haben wir ein Intranet, über das wir mit den Mitarbeitern kommunizieren. Und natürlich haben wir eine Webseite. Bald kommen dann auch noch Social-Media-Auftritte bei Facebook und Twitter dazu.

Unterscheiden Sie dabei zwischen B2B- und B2C-Kommunikation?
Anne Putz: Beim Kundenmagazin sind unsere Businesskunden die Zielgruppe. Unsere Social-Media-Aktivitäten werden sich hauptsächlich auf den Empfänger konzentrieren. Mit der Pressearbeit bedienen wir unsere Stakeholder und Dialoggruppen – von der Presse bis hin zu Fachmedien. Dabei decken wir sowohl den B2B als auch B2C ab.

Wie wichtig sind digitale Medien im Rahmen der Unternehmenskommunikation?
Anne Putz: Im Rahmen der Unternehmenskommunikation wurden die sozialen Medien bisher eher stiefmütterlich behandelt, aber ihre Bedeutung nimmt stetig zu. In der Kommunikation mit unseren Kunden und deren Empfängern ist heute alles digital. Ohne Informationstechnologie kommt kein Paket von A nach B.

Können Sie für eine GLS-Kampagne beispielhaft beschreiben, wie die Kommunikation entwickelt und über die verschiedenen Medien und Zielgruppen gespielt wird?
Anne Putz: Wir starten demnächst ja mit der Kommunikation bei Facebook und Twitter. Daran lässt sich das gut zeigen: Wir beginnen mit einem Soft Launch, dem klassische Medienarbeit in Form einer Pressemitteilung folgen wird. Es wird eine Sonderausgabe unseres Mitarbeitermagazins geben und das Ganze wird natürlich auch in unseren anderen Magazinen thematisiert. Und mit einer speziellen Aktion wird es dann auch „auf die Straße gebracht“, um Fans zu gewinnen. Wir nutzen also alle Kanäle, um darüber zu informieren, dass wir künftig über Social Media kommunizieren. Auf der anderen Seite wird auch auf unseren Benachrichtigungskarten, die der Empfänger von uns bekommt, wenn man nicht zu Hause ist, ein Hinweis auf unsere Facebook-Präsenz integriert werden.

Wie sieht die Erfolgsmessung aus und was werten Sie eigentlich als Erfolg?
Anne Putz: Wir werten regelmäßig Messungen zum Thema Medienresonanz aus. Daran können wir ablesen, wie unsere Pressmitteilungen hinsichtlich Reichweite etc. ankommen. Außerdem schauen wir immer, wie wir im Vergleich zum Wettbewerb dastehen. Und natürlich prüfen wir regelmäßig Image und Bekanntheit. Momentan sind wir in Deutschland noch unter den Paketdienstleistern mit der geringsten Bekanntheit. Und genau daran arbeiten wir natürlich, an der Steigerung unserer Bekanntheit bei den Empfängern. Die ständige Imagepflege ist an der Tagesordnung in einer Branche, die insgesamt ein eher schlechtes Image hat.
Ein Erfolg in der klassischen Pressearbeit ist natürlich eine große Reichweite und die entsprechende Wahrnehmung.

Wie behalten Sie das Medienimage von GLS im Auge und informieren sich über Branchentrends?
Anne Putz: Zum einen durch die Analyse von Landau Media, anhand derer wir sehen, wo wir stehen. Klassisches Benchmarking eben. Zum anderen arbeiten wir mit einer Markforschungsagentur zusammen, die unser Image und unsere Bekanntheit täglich auswertet.

Welche Maßnahmen und Kommunikationskanäle kommen in der internen Kommunikation zum Tragen?
Anne Putz: Unsere Mitarbeiterzeitschrift erscheint einmal im Quartal. Unsere Mitarbeiter erhalten sie – anders als früher, als die Zeitschrift in den Depots ausgelegt wurde – direkt nach Hause. So bekommen auch die Familien einen Eindruck davon, für wen Mutter oder Vater arbeiten. Diese Zeitschrift wird übrigens auch aktuell umgestaltet – sie soll im Design moderner werden. Und dann gibt es da noch unser Intranet, das aktuell eher an ein schwarzes Brett erinnert. Noch ist das etwas voll und unübersichtlich, aber auch daran arbeiten wir. Meine langfristige Vision ist ein Intranet, auf das alle Landesgesellschaften zugreifen können.

Liebe Frau Putz, wir bedanken uns ganz herzlich für das Gespräch.

Über den Interviewgast:
AnnePutz_GLS150x150pxAnne Putz ist seit Februar 2013 Head of Corporate Communication bei GLS. Hier verantwortet sie neben der Unternehmenskommunikation auch das Marketing sowie den Bereich Corporate Responsibility. Die gebürtige Luxemburgerin verfügt über mehr als fünfzehn Jahre Erfahrung in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Ihre berufliche Laufbahn begann sie als Wirtschaftsjournalistin bei Bloomberg News. In den folgenden Jahren war sie u.a. als Head of Corporate PR für die adidas AG tätig und vor ihrem Einstieg bei GLS leitete Putz die interne und externe Kommunikation von neckermann.de.

Über die Autorin:
Nicole Storch ist freiberufliche Autorin für Print und Online. Zuvor betreute sie als Redakteurin beim Egmont Ehapa Verlag zahlreiche Kinder- und Jugendzeitschriften. Während ihres Studiums der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der UdK Berlin arbeitete sie bereits als freie Texterin für verschiedene Agenturen.

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