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Slow Food Storytelling – die Zukunft der PR im Ernährungsbereich

Foto: Fotolia/Ryba Sisters

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Lange steckte die Lebensmittelindustrie im Strudel des Profits und der Gewinne fest, Quantität war wichtiger als Qualität. Mit dem sich immer stärker ausprägenden Trend der Slow-Food-Bewegung werden jedoch nun jene Werte und Philosophien immer wichtiger, die auf bessere und gesündere Inhaltsstoffe abzielen. Genauso sieht es im Bereich der branchenspezifischen Öffentlichkeitsarbeit aus: Die Umbrüche der letzten Jahre in der PR zeigen, dass eine Kommunikation im Schnellkochtopf für das Publikum nicht automatisch gleich schmackhafter ist. Auch im Bereich der Food-PR führt eine nachhaltige Strategie zum Erfolg:

1. Das gute alte Agenda Setting
Insbesondere Start-ups, aber auch alteingesessene Unternehmen wissen, wie schwierig es ist, neue Produkte auf den Markt zu bringen, von denen man noch nie etwas gehört hat. Wenn der Kunde nicht einmal weiß, dass er überhaupt ein bestimmtes Bedürfnis oder Problem hat, warum sollte er jenes Produkt überhaupt kaufen? Agenda Setting stellt also ein wichtiges Hilfsmittel dar, das mit Themen-, Ratgeber- und Personality-PR einen Einfluss darauf hat, worüber sich das Publikum Gedanken machen sollte. Agenda Setting lässt sich aber nicht einfach so nebenbei durchführen, sondern bedarf einer langfristig geplanten Roadmap. Diese sollte sowohl zeitkritische als auch zeitunabhängige Themen beinhalten, die spannend und informativ sind, aber nicht zu belehrend. Ein erhobener Zeigefinger führt nämlich nicht dazu, dass das Unternehmen mit positiven Stichworten besetzt ist.

2. Storytelling für Vertrauensbasis
Am besten gelingt erfolgreiches Agenda Setting mit den klassischen Erzähltechniken des Storytelling: Die Kunden des Unternehmens stellen die Helden der Geschichte dar, die vor einem bestimmten Problem stehen, auch wenn sie dieses bisher eventuell noch nicht sehen. Der Mentor, das Unternehmen, ist Experte in den jeweiligen Ernährungsfragen und führt den Helden zu einem gesünderen Wohlbefinden. Die Geschichte kann in Form von Ratgebern erzählt werden, oder in Form von Themen, die sich nicht auf das Produkt fokussieren, sondern einzig und allein auf die Bedürfnisse des Publikums. Ein extrem wichtiger Punkt im Bereich der Food-PR: Das Schaffen einer Vertrauensbasis. Storytelling ist hier das optimale Mittel, um die eigene Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit zu untermauern. Denn Geschichten funktionieren nicht durch Zahlen und Fakten, sondern dank ausgelöster Emotionen und einprägsamer Anekdoten.

3. Authentische Multiplikatoren
Wie schon erwähnt, ist in kaum einer anderen Branche Vertrauen so wichtig wie in der Lebensmittelindustrie. Wer neben Storytelling in der PR noch einen Schritt weitergehen will, setzt deshalb auf Influencer Relations. Authentizität ist das höchste Gut eines jeden Bloggers oder YouTubers. Auch hier gilt es, egal ob Sponsored Post, Backworkshop, Produkttest oder Blogger-Events, in Storys zu denken, Geschichten rund um die Themen und Produkte zu schaffen und sich zu fragen, was die Leser oder Zuschauer interessieren könnte. Suchte der Blogger in der Vergangenheit offenkundig nach einer bestimmten Zutat? Äußerten die Fans eines YouTube-Kanals den Wunsch nach einem Produkttest? Mit der richtigen Story, Influencer-Auswahl und Ansprache werden Blogger nicht nur zu authentischen Testimonials, sondern zu einflussreichen Multiplikatoren, die dem Publikum das Produkt im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft machen.

Über die Autorin: Miriam Rupp - Mashup Communications Miriam Rupp ist Gründerin und Geschäftsführerin von Mashup Communications , der Berliner Agentur für PR und Digitales Storytelling. Mit der Philosophie „Wir lieben es, neue Geschichten zu erzählen“ fokussiert sich die Agentur vor allem auf Zukunftsthemen aus der digitalen Welt.

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