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Schreiben fürs Netz – Der Vorspann

Der Vorspann soll den LeserInnen einen Eindruck vermitteln, worum es im Text geht und ob dieser für sie wichtig ist oder nicht. Und natürlich soll der Vorspann einen Leseanreiz bieten und zum Klicken animieren. Der Vorspann ist also nicht einfach nur der Anfang eines Textes, sondern soll genau diese beiden Aufgaben erfüllen.

Daher gilt es beim Formulieren ein paar Dinge zu beachten: So sollte der Vorspann nicht zu lang sein und nicht zu viel verraten, dennoch muss er einen Überblick über das Folgende geben. Zuerst empfiehlt es sich also zu überlegen, was wichtig ist, und das konkret und anschaulich zu formulieren.

Welche Informationen man in den Vorspann packt, ist abhängig vom Vorspann-Typ, den man nutzen will.

Vorspann-Typen

Nachrichten-Einstieg
Der Nachrichten-Einstieg wird auch Lead genannt. Er bietet eine Zusammenfassung der Inhalte, beantwortet die wichtigsten Fragen, spart aber Details aus. In zwei bis drei Sätzen wird der Inhalt der Meldung zusammengefasst. Eine Art Mini-Nachricht also.

Anreißer
Der Anreißer, auch Teaser genannt, soll Lust aufs Lesen machen und zum Anklicken des Artikels animieren. Auch wenn Sie hier durch bewusstes Weglassen von Informationen die Neugier der LeserInnen wecken können und sollen, sollte auch ein Teaser einen Hinweis enthalten, worum es im Text geht. Schließlich ist der Inhalt Ihr Klick-Argument!

Schlagzeile
Manchmal ist einfach kein Platz für einen nachrichtlichen Einstieg oder einen spannend formulierten Teaser. Dann können Sie sich mit der Schlagzeile behelfen. Sie funktioniert wie eine Mischung aus Überschrift und Anreißer und fasst zusammen, was der Text bietet – in einem knackigen Satz.

Praxistipps

Zunächst gilt es also, sich für einen Vorspann-Typ zu entscheiden. Dabei hilft es, den Gesamtzusammenhang im Blick zu haben – und auch mal pragmatisch zu sein: Auf einer Seite sollten nicht alle Vorspänne demselben Muster folgen, das langweilt die LeserInnen. Haben die anderen Artikel auf der Startseite beispielsweise einen nachrichtlichen Einstieg, versuchen Sie es doch einmal mit einer Schlagzeile! Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Überschrift und Vorspann schreiben sich am besten ganz zum Schluss, wenn der Text steht.

Bildunterschriften

Im nächsten Teil der Serie „Schreiben fürs Netz“ widmen wir uns kleinen Texten, deren Bedeutung im Netz oft unterschätzt wird: den Bildunterschriften.

Über die Autorin:

Nicole Storch ist freiberufliche Autorin für Print und Online. Zuvor betreute sie als Redakteurin beim Egmont Ehapa Verlag zahlreiche Kinder- und Jugendzeitschriften. Während ihres Studiums der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der UdK Berlin arbeitete sie bereits als freie Texterin für verschiedene Agenturen.