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PR auf internationaler See

Zunehmend mehr Firmen benötigen internationale PR, da sie länderübergreifend expandieren wollen, um sich an der Marktspitze zu positionieren.
Kulturbedingte Unterschiede in der Zusammenarbeit mit internationalen Medien sind jedoch eine häufig unterschätzte Herausforderung. Damit man bei der PR-Expedition in fremde Länder immer einen Kompass dabei hat, haben wir eine Checkliste mit den sechs wichtigsten Orientierungsfragen zusammengestellt:

1. Strategische Routenplanung

Eine Route zu erstellen ist einer der ersten Schritte der internationalen Planung. Von welchem Land aus soll in einem anderen Fuß gefasst werden? Gibt es strategische Kernmärkte, von wo aus mit Medien in benachbarten Ländern besser angebandelt werden kann? Macht es bei einer langjährigen Planung mit dem Ziel USA zum Beispiel Sinn, vorerst Fuß in Großbritannien zu fassen, oder umgekehrt?

2. Abschauen und Anpassen

Im Vorfeld der internationalen Kommunikation ist es eine Hilfe, sich mit den wichtigsten Medien und deren Veröffentlichungen, ihrem Stil, Aufhängern, Bildern, etc. vertraut zu machen. Hierfür ist es meist unabdingbar, einen „Local“ zu fragen, der die Medienlandschaft in- und auswendig kennt.

3. Andere Länder, andere Sitten

In der Zusammenarbeit mit Journalisten selbst zählen feinstes Fingerspitzengefühl und Anpassungsfähigkeit. In Australien herrscht eine lockere Umgangsform, schon fast freundschaftlich. In England hingegen ist man eher förmlich angebunden. In den USA ist ein Pitch via Twitter viel gewöhnlicher als in Deutschland. Und in der Schweiz sind persönliche Treffen für die Kontaktpflege unabdingbar.

4. I believe I spider

Vorsicht vor False Friends und Übersetzungstücken: Nicht jede Redewendung lässt sich in eine andere Sprache übernehmen, da sie oftmals einer kulturellen Geschichte entspringt. Daher steht man auf der sicheren Seite, wenn man bereits in der deutschen Kommunikation darauf achtet, keine Formulierungen in den Mittelpunkt zu stellen, die später nur sehr schwer in andere Sprachen übernommen werden können.

5. Tabus beachten

Einige Themen sollte man in manchen Ländern besser umschiffen. In den USA zum Beispiel sind Äußerungen zum Terroranschlag des 11. September mit Vorsicht zu genießen. Auch sollte man vor religiösen Themen im Ausland viel Respekt haben. Das gleiche gilt in der visuellen Kommunikation: So sind Fotos von küssenden Menschen zum Beispiel in einigen arabischen Ländern (leider) tabu.

6. Die passende Mannschaft anheuern

Einheimische Freelancer und Agenturen sind oftmals viel besser mit den lokalen Medien vertraut und wissen, mit diesen umzugehen. Bei der Auswahl der richtigen Partner sollte man jedoch genau wie im eigenen Land darauf achten, dass diese von ihren Referenzen, Themenschwerpunkten und natürlich auch von der persönlichen Chemie zum eigenen Unternehmen passen. Ob internationale Netzwerk-Agentur oder spezialisierte, lokale Partner: Beim Budget herrschen von Land zu Land teilweise gravierende Preisunterschiede. Wer sich vorab richtig informiert, wird später besser in der Lage sein, mit seinem internationalen Team die passende Heuer zu vereinbaren.

Über die Autorin:

Miriam Rupp - Mashup CommunicationsMiriam Rupp ist Gründerin und Geschäftsführerin von Mashup Communications, der PR-Agentur für Unternehmer aus der digitalen Branche. Mashup Communications bietet neben der Performance-basierten PR-Arbeit auch maßgeschneiderte Lösungen im Bereich Personality PR, Content Marketing sowie Social Media an und coacht Gründer mit individuellen Workshops.