LinkedIn will stärker gegen „AI slop“ vorgehen

Foto: © AdobeStock/Montri
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LinkedIn verschärft seine Maßnahmen gegen automatisiert erstellte Inhalte und sogenannte „AI slop“ – also KI-generierte Beiträge, die zwar sprachlich oft ausgefeilt wirken, aber nach Unternehmensangaben kaum eigene Perspektiven oder fachliche Substanz enthalten. Das erklärte Laura Lorenzetti, VP and Executive Editor bei LinkedIn Global Editorial, in einem Beitrag vom 20. Mai 2026.

Ausgangspunkt der Initiative ist die Beobachtung, dass der zunehmende Einsatz von KI-Tools die Qualität beruflicher Diskussionen auf der Plattform beeinflusst. Zwar könne KI beim Formulieren und Überarbeiten von Texten helfen, problematisch werde es jedoch laut LinkedIn, wenn Inhalte „in großem Maßstab und automatisiert“ produziert würden und dabei die individuelle Perspektive verloren gehe. In dem Beitrag heißt es: „Wenn KI übermäßig eingesetzt wird, insbesondere in großem Maßstab und auf automatisierte Weise, verwässert sie die wertvollen Erkenntnisse, die echte menschliche Gespräche hervorbringen können.“

Besonders im Fokus stehen dabei Inhalte, die ohne erkennbare persönliche Erfahrung oder eigene Einordnung veröffentlicht werden. Solche Beiträge sollen künftig schlechter im Feed sichtbar sein und weniger weit verbreitet werden, insbesondere außerhalb des direkten Netzwerks der Nutzer:innen. LinkedIn spricht von einem Ansatz, der darauf abzielt, „generische oder wiederholende Inhalte“ zu erkennen und deren Reichweite zu begrenzen.

Zur Umsetzung setzt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge auf technische Systeme, die gemeinsam mit der Redaktion entwickelt wurden. Diese sollen Muster erkennen, die auf automatisierte oder wenig substanziierte Inhalte hinweisen, und gleichzeitig Beiträge bevorzugen, die Kontext, Expertise oder eigene Perspektiven enthalten. Neben Posts sollen auch Kommentare und Interaktionen stärker überprüft werden – etwa wenn Inhalte in großem Umfang automatisiert erstellt werden oder lediglich bestehende Beiträge wiederholen.

„Wenn Inhalte offensichtlich von KI erzeugt wurden und keine klare Perspektive enthalten, ist es weniger wahrscheinlich, dass sie über das unmittelbare Netzwerk der Person hinaus verbreitet werden“, heißt es in dem Beitrag. Damit soll die organische Reichweite solcher Inhalte begrenzt werden.

Zugleich verweist LinkedIn auf erste Ergebnisse der Maßnahmen. In Tests sei es gelungen, „generische Inhalte in 94 % der Fälle“ korrekt zu identifizieren. Nutzer:innen berichteten demnach bereits von weniger generischen Beiträgen in ihren Feeds. Auch künftig wolle man diesen Ansatz weiter ausbauen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung von Bots und Fake-Profilen. Diese würden laut LinkedIn „echtes Engagement“ beeinträchtigen und sollen konsequenter entfernt werden. Gleichzeitig wird die Bedeutung von verifizierten Profilen hervorgehoben. Nutzer:innen können inzwischen Inhalte von verifizierten Mitgliedern gezielter filtern, etwa in Feeds, bei Profilaufrufen oder in Kommentaren.

Laura Lorenzetti betont abschließend die Zielsetzung der Änderungen: „Wertvolle Gespräche entstehen, wenn Fachleute ihre einzigartigen Perspektiven teilen.“ Und weiter: „Der eigentliche Wert kommt von dem Menschen hinter dem Werkzeug.“ Ziel sei es, den Austausch auf der Plattform stärker auf echte berufliche Erfahrungen und individuelle Perspektiven auszurichten.

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