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HR-Leseliste für September 2020

Foto: © AdobeStock/mapoli-photo

Auch im September muss sich niemand langweilen, denn es gibt einiges zu lesen zu den Themen Resilienz, toxische Positivität, ethische Führung, OKRs, Manager.readme, und die DIN für Video-Interviews.

Arbeit und Pandemie

In einer Spezial-Ausgabe ihres Podcasts Der ganz formale Wahnsinn befassen sich Organisationssoziologe Stefan Kühl und der Journalist Andreas Hermwille mit Organisationen in der Krise und wie eine Krise sie verändert. [via Lukas Fütterer auf Twitter]

Hey, wie geht’s?“, fragt man sich hundertfach täglich in allen Unternehmen – wenn auch immer öfter virtuell. Dass die Antwort auch mal ein ehrliches „Nicht gut“ sein können muss und toxische Positivität niemandem hilft, schreibt [engl.] die Washington Post. [via Kate Bischoff auf Twitter]

Resilienz ist eine der erfolgskritischen Eigenschaften. Nicht erst seit Corona wird deutlich, dass Mitarbeitende und Führungskräfte angesichts großer und unvorhersehbarer Veränderungen ein gewisses Widerstandsfähigkeit oder gar Beharrungsvermögen brauchen, schreibt das Magazin Human Resources Manager. [via Plötzlich Chefin auf Twitter]

Mit HR in die Zukunft

Menschen, Teams oder Unternehmen zu führen und Entscheidungen zu treffen, sind sicher keine leichten Aufgaben und sie bergen einige Tücken. Für den einen oder anderen ist die Versuchung groß, durch Manipulation, Betrug oder Täuschung zu besseren und schnelleren Ergebnissen zu kommen. Max Bazerman beschreibt in der Harvard Business Review [engl.] ein neues Modell ethischer Führung. [via David Green auf Twitter.]

Mit den Mitarbeitenden mittel- oder langfristige Ziele zu vereinbaren und daran zum Beispiel Prämien und Boni zu knüpfen, ist mittlerweile Standard in viele Organisationen. Aber in einer sich immer schneller und drastischer verändernden Welt wird es auch immer schwerer, vorherzusehen, was man denn gemeinsam in den nächsten zwölf Monaten erreichen muss. Objectives and Key Results (OKRs) sind eine Methode, flexiblere Ziele zu vereinbaren und Raum für das Unvorhersehbare zu lassen. Jeff Gothelf schreibt auf seinem Blog einen Einsteiger-Guide zu OKRs. [via Jeff Gothelf on Twitter]

In vielen vor allem Tech-Unternehmen schreiben Führungskräfte eine Bedienungsanleitung für sich selbst, die den Mitarbeitenden den Umgang erleichtern und das Kennenlernen beschleunigen soll. Die Website Hackernoon hat 12 solcher Manager-Readmes gesammelt [engl.]. Camille Fournier schreibt auf Medium [engl.], warum sie solche Handbücher hasst. [via Andy Bud auf Twitter]

Auch die Personalarbeit bleibt vom technischen Fortschritt nicht verschont. Immer mehr Software nimmt uns die profanen und ermüdenden Tätigkeiten ab, Algorithmen koordinieren uns und die Fachbereiche und bald macht uns die Künstliche Intelligenz vielleicht ganz arbeitslos. Die Harvard Business Review hat dankenswerterweise 21 zukunftssichere Rollen für PersonalerInnen konzipiert. [via HRCurator auf Twitter]

Recruiting

Im Interview mit dem Magazin Human Resources Manager erklärt Prof Anja Lüthy, warum und wie Krankenhäuser Social Media für die Gewinnung neuer Mitarbeitender nutzen sollten.

Nichts geht ohne Norm. Selbst Video-Interviews haben nun (endlich?) ihre eigene DIN-Norm. Jo Diercks hat mit dem Psychologen und Eignungsdiagnostiker Harald Ackerschott über die Norm gesprochen.


sebastian-dietrich-s
Über den Autor: Sebastian Dietrich studierte Politik und Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in Potsdam und Berlin. Er arbeitet seit über zehn Jahren an der Schnittstelle von Human Resources und Public Relations, auf Agentur- wie Unternehmensseite.