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HR-Leseliste für Juli 2020

Foto: © AdobeSTock/allvision

Auch für den Juli dieses Jahres sind uns einige spannende Artikel ins Netz gegangen. Dieses Mal geht es um mittelgute Karriere-Websites, agiles Recruiting, 100 Jahre Eignungsdiagnostik, Agilisierung und die fünf Säulen des Wohlbefindens.

Recruiting

Das Magazin BusinessInsider berichtet über eine Untersuchung von NetFed zur Qualität der Karriere-Websites deutscher Konzerne. Fazit: Es fehlen oft Einblicke in die digitalen Arbeitsweisen der Konzerne und die Stellensuche ist zu kompliziert. Und das im Jahre 2020.

Wie agiles Recruiting einfach funktioniert, was dem Arbeitsmarkt droht und was Corona mit uns allen macht, berichtet Recruiting-Experte Michael Witt im Podcast von Henrik Zaborowski. [via Stefan Döring auf Twitter]

Es gibt eine Vielzahl an Methoden, die Eignung von Bewerbenden einzuschätzen – einige sind natürlich geeigneter als andere. Annika van Veen berichtet von einer Meta-Studie, die die Ergebnisse von 100 (!) Jahren Auswahlforschung zusammenfasst.

Wie sich die Anzahlung und Verteilung offener Stellen in verschiedenen Stellenbörsen entwickelt, hat Eva Zils in ihren Blog Online-Recruiting.net umfangreich zusammengetragen und dargestellt.

Entwicklung

Was brauchen Mitarbeitende eigentlich, um in ihrer Arbeit aufzugehen, ja aufzublühen? Marcus Raitner hat die 5 Säulen des Wohlbefindens im PERMA-Modell des Psychologen Martin Seligmann beschrieben.

In die Zukunft mit HR

Löst die Umstellung eigentlich aller Prozesse in Unternehmen auf agile Methoden wirklich die Probleme, die durch wachsende Unsicherheit, weniger Planbarkeit und größere Komplexität entstehen? Oder verdeckt die „Agilisierung“ nur, dass Mensch einfach lernen oder üben muss, Komplexität auszuhalten und trotzdem handlungsfähig zu bleiben? Silke Nierfeld hat im Blog von t2informatik drüber geschrieben. [via t2informatik auf Twitter]

Auch ein Thema für HR: Wie erging es eigentlich den Tausenden Vertrags- und Gastarbeiterinnen, die aus der Türkei und Vietnam nach Deutschland kamen? Und wie freiwillig kamen sie wirklich? Im RBB lief bereits im März eine Reportage, die auch in der Mediathek zu finden ist (29 min). [via PoebelMoebel auf Twitter].

Es ist/war Pride Month! Zeit, die Unternehmenslogos bunt einzufärben und diverse Fotos von Mitarbeitenden hochzuladen. Eigentlich müssten auch die Trucks für den CSD geschmückt werden, um Vielfalt und Offenheit zu zeigen. Alles nur Marketing? Klar sind das primär nach außen gerichtete Maßnahmen, aber auch für die LGBTQI* Mitarbeitenden in den Unternehmen bedeutet es viel, wenn sich ihr Arbeitgeber so vor sie stellt. Im Magazin Human Resources Manager ist Stuart Cameron, seit zehn Jahren mit zahllosen Formaten in der Diversity-Szene unterwegs, im Interview.

Corona

In nicht wenigen Teams mussten während und wegen der Corona-Pandemie Menschen gekündigt werden. Wie Vorgesetzte nach einem solchen Vertrauensbruch mit dem verbleibenden Team weiterarbeiten und es wieder aufbauen können, empfiehlt Karriere-Coach Carmen Michaelis einem Leserbriefschreiben bei Spiegel Karriere. [via Marcus Reif auf Twitter]

Corona hat viele Mitarbeitende ins HomeOffice gezwungen und Vorgesetzte auf der ganzen Welt vor die Herausforderung der Remote-Leadership gestellt. Was diese neue Welt für die HR-Teams, ihre Modelle und Tools bedeutet, hat Marcus Reif aufgeschrieben.

Das Karriereportal XING fragt regelmäßig nach der Stimmung deutscher Arbeitnehmender in der Corona-Krise. Das Marketing-Magazin Horizont schreibt über die Ergebnisse von Ende Juni: Die Stimmung wird besser, aber viele sind auf der Suche nach einem neuen Job.


sebastian-dietrich-s
Über den Autor: Sebastian Dietrich studierte Politik und Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in Potsdam und Berlin. Er arbeitet seit über zehn Jahren an der Schnittstelle von Human Resources und Public Relations, auf Agentur- wie Unternehmensseite.