GWA Frühjahrsmonitor 2026: Agenturumsätze im Durchschnitt erneut rückläufig 

Die Kommunikationsagenturen in Deutschland haben das Jahr 2025 im Durchschnitt mit rückläufigen Umsätzen abgeschlossen. Laut dem aktuellen Frühjahrsmonitor des GWA Gesamtverband Kommunikationsagenturen sanken die Gross-Income-Erlöse um 2,7 Prozent, nachdem bereits im Vorjahr ein Minus verzeichnet worden war.

Gleichzeitig zeigt sich die Branche gespalten: Während rund 44 Prozent der Agenturen ein Umsatzplus erzielten, meldete gut die Hälfte Rückgänge. Für 2026 rechnen viele Unternehmen dennoch wieder mit einer positiven Entwicklung und steigenden Renditen auf durchschnittlich 10,8 Prozent.

Neugeschäft als zentraler Wachstumstreiber

Als wichtigste Stellschraube für künftiges Wachstum sehen die Agenturen die Neukundengewinnung. Rund 80 Prozent der Befragten bewerten sie als entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr. Entsprechend steigen auch die Investitionen in New-Business-Aktivitäten deutlich.

Zugleich bleibt die konjunkturelle Lage der zentrale Belastungsfaktor: 98 Prozent der Agenturen nennen die schwache Wirtschaftsentwicklung als größtes Wachstumshemmnis. Auch der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird von vielen als Herausforderung wahrgenommen, während der Fachkräftemangel im Vergleich zum Vorjahr an Bedeutung verliert.

Hoher Transformationsdruck in der Branche

Insgesamt sehen 84 Prozent der Agenturen einen starken oder sehr starken Transformationsdruck. Dennoch schätzen sich viele Unternehmen wirtschaftlich als stabil ein: 79 Prozent geben an, gut oder sehr gut aufgestellt zu sein, um die aktuellen Veränderungen zu bewältigen.

Parallel dazu berichten einige Agenturen von einer angespannten Kundenbeziehung, etwa durch steigenden Preisdruck und schwieriger werdende Briefings. Insgesamt überwiegt jedoch eine stabile bis positive Einschätzung der Zusammenarbeit mit Auftraggebern.

Der Frühjahrsmonitor basiert auf einer Befragung von 92 Mitgliedsagenturen des Verbands.

gwa.de