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GPRA Young Professionals Umfrage: Agenturnachwuchs zieht positive Bilanz nach über einem Jahr Homeoffice

Homeoffice, digitale Meetings und IT-Infrastruktur: Die Pandemie hat das Arbeiten in Agenturen verändert. Eine aktuelle Umfrage unter dem Nachwuchs der GRPA-Mitgliedsagenturen im Auftrag der GPRA Young Professionals ergibt: Rund zwei Drittel der Befragten (65 %) kommen mit dem New Normal gut zurecht.

Insgesamt haben 192 Young Professionals mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung aus 36 Agenturen an der ersten Umfrage der GPRA Young Professionals teilgenommen. Knapp zwei Drittel der TeilnehmerInnen geben an (sehr) zufrieden mit den durch COVID-19 bedingten Veränderungen ihrer Arbeitswelt zu sein (sehr zufrieden 9 %, zufrieden 56 %). Lediglich acht Prozent der Befragten sind damit unzufrieden. Die Auswirkungen des „New Normal“ auf die persönliche Arbeitsweise bewertet der Branchennachwuchs differenzierter: So wurde in einer offenen Frage sowohl Positives, wie etwa die gewonnene Zeit durch das Wegfallen des Arbeitsweges, als auch Negatives, wie zu wenig direkter Kontakt mit den KollegInnen, genannt.

Agenturen kommen mit dem New Normal gut zurecht
In vielen Agenturen war die Möglichkeit zum Homeoffice bereits ein fester Bestandteil in der Organisation, wie der jüngste „Agenturen als Arbeitgeber“-Report 2020 der GPRA widerspiegelt. „Die GPRA-Agenturen hatten in der pandemiebedingten Ausnahmesituation somit einen echten Vorteil, denn sie haben schon lange damit begonnen, flexible Arbeitsbedingungen zu schaffen, um sich an die unterschiedlichen Lebensphasen ihrer Mitarbeiter:innen anzupassen“, so Jelena Mirkovic, Geschäftsführerin von komm.passion und Präsidiumsmitglied der GPRA.

Als dann durch die neu eingetretene Situation der Arbeitsschwerpunkt komplett und dauerhaft ins Homeoffice verlegt werden musste, haben Agenturen mit ihren MitarbeiterInnen kreative Wege gefunden, mit dieser Situation umzugehen – das zeigt sich auch in der aktuellen Umfrage. So geben die befragten Young Professionals an, dass beispielsweise regelmäßige Teamcalls, gemeinsame digitale Mittagspausen und Coffee-Breaks geholfen haben, ihren Arbeitsalltag im Homeoffice zu gestalten. Für den fehlenden persönlichen Austausch im Team halfen neben gezielten, unter strenger Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln umgesetzten Rückkehrregelungen in die Büros, auch virtuelle After-Work-Events wie Spieleabende, Cocktail Nights oder Mystery Calls mit AgenturkollegInnen.

Auch Fortbildungen blieben trotz Ausnahmesituation 2020 in fast allen Agenturen ein Bestandteil des Agenturlebens: Fast drei Viertel der befragten Young Professionals (73 %) haben an ihrer Fortbildung arbeiten können, z.B. mittels interner Trainings/Workshops (54 %), virtueller Konferenzen (27 %) oder externer Trainings/Workshops (22 %).

Die Mischung machts: Homeoffice und Präsenz miteinander verzahnt
Auch wenn zukünftig Homeoffice ein integraler Bestandteil des Agenturlebens bleiben wird, – wie sich auch fast alle der befragten Young Professionals (97 %) wünschen –, so ist ein Leben ausschließlich im Homeoffice für nahezu keinen denkbar. Die Studie hat neben den verschiedenen strukturellen Herausforderungen der vergangenen Monate auch gezeigt, dass 79 Prozent der Young Professionals der Face-to-Face-Austausch mit dem Team (sehr) stark gefehlt hat.


Befragte liefern Insights für das „New Normal“
Malin Daniel, Sprecherin der GPRA Young Professionals fasst zusammen: „Das vergangene Jahr hat von uns allen viel abverlangt. Der Umstieg ins Dauer-Homeoffice und die damit verbundenen Fragestellungen haben die Agenturen zwar alle gut gelöst. Aber mit ungeeigneten Arbeitsräumlichkeiten zuhause, sozialer Isolation und fehlenden Infrastrukturen sind hingegen neue Herausforderungen aufgetaucht, an deren Lösung wir gerne mitarbeiten.“ *

Und das tun die GPRA Agenturen bereits: Sie tauschen sich intensiv auf verschiedenen Ebenen aus, wie das „New Normal“ der Arbeitswelt agenturindividuell ausgestaltet sein wird. Der erste Austausch der GPRA Young Professionals mit dem Kreis der Human Resources-Verantwortlichen in den Agenturen zu den zahlreichen Insights aus der Umfrage hat bereits stattgefunden.

*Umfrage-Ergebnis zu den neuen Herausforderungen im Homeoffice (siehe auch Grafik): eigene Räumlichkeiten (52 %), soziale Isolation (44 %), fehlende Infrastruktur wie Internet, Drucker (35 %)


Informationen zur Umfrage
Die verwendeten Daten beruhen auf einer qualitativen Online-Befragung der GPRA e.V., an der 192 Personen aus den 36 Mitgliedsagenturen der GPRA e.V. in Deutschland mit bis zu fünf Jahren Berufserfahrung zwischen dem 25.01.2021 und 11.02.2021 teilnahmen.


Quelle: PM GPRA e. V.