
Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat das Wort des Jahres 2025 bekanntgegeben: „KI-Ära“. Die Jury begründet ihre Wahl damit, dass Künstliche Intelligenz endgültig in der gesellschaftlichen Mitte angekommen sei – von Internetrecherchen über Fotoanimationen bis hin zur Textproduktion. Nach Begriffen wie „KI-Boom“ (2023) und „generative Wende“ (2024) markiere 2025 aus Sicht der GfdS den Beginn einer neuen Ära – mit Chancen, aber auch Risiken für unabhängiges Denken, Sprechen und Schreiben.
Auch die weiteren Wörter des Jahres spiegeln die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Debatten wider: Neben „Deal“ (Platz 2) und der Formel „Land gegen Frieden“ (Platz 3) stehen Begriffe wie „Sondervermögen“ (Platz 4) im Fokus, das für kreditfinanzierte Investitionen der Bundesregierung steht. „Wehrdienst-Lotto“ (Platz 5) greift die Diskussion über ein mögliches Losverfahren bei der Wehrpflicht auf, während „Drohnisierung“ (Platz 6) den wachsenden Einfluss unbemannter Flugobjekte in Konflikten beschreibt. „Strafzölle“ (Platz 7) verweist auf handelspolitische Spannungen, „Wohlstandsverlust“ (Platz 8) auf ökonomische Sorgen in einer anhaltenden Rezession. Mit „klimamüde“ (Platz 9) rückt eine sinkende Priorisierung des Klimaschutzes in den Blick – und „Vertiktokung“ (Platz 10) thematisiert den wachsenden Einfluss der Kurzvideoplattform TikTok auf Informations- und Medienverhalten.
Top 10 der Wörter des Jahres 2025:
- „KI-Ära“
- „Deal“
- „Land gegen Frieden“
- „Sondervermögen“
- „Wehrdienst-Lotto“
- „Drohnisierung“
- „Strafzölle“
- „Wohlstandsverlust“
- „klimamüde“
- „Vertiktokung“
Seit 1977 kürt die GfdS Wörter, die das zu Ende gehende Jahr sprachlich besonders prägen – nicht aufgrund ihrer Häufigkeit, sondern wegen ihrer gesellschaftlichen Relevanz. Die Auswahl erscheint 2025 zum 49. Mal.