
In Hamburg entsteht mit EVERBRAND eine neue Beratung, die Markenführung und Unternehmensstrategie enger verzahnen will. Gegründet wurde das Unternehmen von Stefanie Kuhnhen und Stephan Grabmeier mit dem Anspruch, eine Lücke zwischen klassischer Markenberatung und Managementberatung zu schließen.
Die neue Beratung versteht Marke als zentrales Steuerungsinstrument für Unternehmen. „Marke ist gerade in Zeiten von KI und Rezession viel zu wichtig, um sie allein im Marketing einzusetzen“, sagt Kuhnhen. „Als strategischer Wachstumstreiber ist Marke wieder Chefsache, denn Markenwirkung gehört fest in die übergeordnete Unternehmensstrategie. Dorthin, wo über Richtung, Wachstum, Innovation und Wert entschieden wird.“
EVERBRAND positioniert sich dabei bewusst als markenzentrierte Strategieberatung, die Zukunftsmanagement, Unternehmensstrategie und Markenführung zusammenführt. Ziel ist es, Markenarbeit stärker auf messbare Geschäftsergebnisse auszurichten und deren Beitrag zum Unternehmenswert nachvollziehbar zu machen.
KI-gestützte Strategieprozesse
Ein zentraler Bestandteil des Ansatzes ist der Einsatz Künstlicher Intelligenz. EVERBRAND setzt von Beginn an auf eine integrierte KI-Lösung, die datenbasierte Strategieprozesse ermöglichen und menschliche sowie technologische Expertise verbinden soll. Dadurch sollen Entscheidungen fundierter, Prozesse effizienter und die Umsetzung erfolgreicher werden.
Grabmeier betont die Notwendigkeit eines grundlegenden Umdenkens in Unternehmen: „Unternehmen brauchen heute eine neue Begeisterung für zukunftsfähige Veränderung, weit über Purpose-Folien hinaus.“ Und weiter: „Sie brauchen emotionale Zukunftsbilder, die Orientierung geben. Marken, die diese konsequent zum Leben erwecken. Und Strategien, die nicht nur angedacht, sondern wirksam mit den Menschen in der Organisation umgesetzt werden.“
Marke als ungenutztes Potenzial
Nach Einschätzung der Gründer:innen wird Marke in vielen Organisationen noch immer zu operativ gedacht. Statt als strategischer Hebel werde sie häufig erst spät im Prozess eingesetzt. EVERBRAND will dies ändern und Marke als „Betriebssystem, Wachstumshebel und Zukunftsbild zugleich“ etablieren.
Der Ansatz zielt darauf ab, Markenarbeit stärker in die Unternehmensführung zu integrieren und sie mit klaren wirtschaftlichen Zielgrößen zu verknüpfen. Dafür wurde ein Modell entwickelt, das den Einfluss von Markenarbeit auf den Unternehmenswert messbar machen soll.
Prominente Erfahrung – erster Kunde NIVEA
Die Gründer:innen bringen umfangreiche Erfahrung aus Markenstrategie und Transformation mit. Stefanie Kuhnhen war unter anderem viele Jahre bei Grabarz & Partner sowie als Chief Strategy Officer bei der Serviceplan Group tätig. Stephan Grabmeier verantwortete in Unternehmen wie Deutsche Telekom oder Haufe strategische Transformationsprozesse.
Bereits zum Start arbeitet EVERBRAND für die Marke NIVEA in Deutschland und der Schweiz. Gemeinsam mit dem dortigen Führungsteam wird an einer trend- und szenariobasierten Wachstums- und Markenstrategie gearbeitet.
Mit diesem Ansatz will sich EVERBRAND als neue Schnittstelle zwischen Markenführung und Unternehmensstrategie etablieren – und Markenarbeit stärker in den Kern wirtschaftlicher Entscheidungen rücken.