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Digital Storytelling – Spannende Geschichten für interne Kommunikation, Werbung und PR

Buchtipp_Digital-Storytelling_920x448pxGeschichten machen Produkte, Marken und Unternehmen erlebbar – in der internen Kommunikation wie auch in der Kommunikation mit externen Zielgruppen. Die Tradition des Geschichtenerzählens ist so alt wie die Menschheit selbst, doch eröffnen neue digitale Technologien, wie z.B. Augmented Reality, Virtual Reality, Bluetooth oder QR-Codes, immer wieder neue Möglichkeiten für das Storytelling im Unternehmenskontext. Diesen Möglichkeiten widmen sich die beiden Storytelling-Experten Prof. Dr. Dieter Georg Herbst und Thomas Heinrich Musiolik in ihrem im Juni erschienen Buch „Digital Storytelling – Spannende Geschichten für interne Kommunikation, Werbung und PR“. Dabei gehen die Autoren im Besonderen den Fragen auf den Grund, was Geschichten in digitalen Medien besonders macht und welche Chancen und Grenzen Digital Storytelling für die Unternehmenskommunikation bietet.

In der Werbung kommen digitale Technologien beim Storytelling schon länger zum Einsatz, aber auch „Unternehmensgeschichten werden immer greifbarer, teilbarer, emotionaler und erlebnisreicher“. Allerdings wird „Digital Storytelling noch viel zu wenig in der Unternehmenskommunikation eingesetzt“ und die Autoren kritisieren, dass Geschichten aus den klassischen Kanälen meist einfach nur 1:1 auf die digitalen Kanäle übertragen werden. Dabei bleiben deren Potenziale weitgehend ungenutzt – Potenziale, die daraus resultieren, was digitale Medien besonders macht: Integration, Verfügbarkeit, Vernetzung und Interaktivität.

Im Internet können und müssen Geschichten anders inszeniert werden. Die Multimedialität dieses Mediums ermöglicht die Ansprache mehrerer Sinne. Geschichten erreichen Menschen weltweit – jederzeit und überall. Dabei gilt es kulturelle Unterschiede zu beachten, Geschichten fortlaufend aktuell zu halten und auf Feedback zu reagieren. Des Weiteren können Informationen miteinander verknüpft werden, was verschiedene Wege eröffnet, eine Geschichte zu erleben. Auch ermöglichen es digitale Geschichten den Zielgruppen, sich selbst einzubringen – im besten Fall entsteht ein Dialog zwischen einem Unternehmen und seinen Bezugsgruppen.

Bildhaftigkeit, Bewegungsnähe und Anschaulichkeit zeichnen erfolgreiche digitale Geschichten aus. Wie sich eine solche digitale Erlebniswelt rund um eine Marke oder eine Unternehmen erschaffen lässt, führen Herbst und Musiolik in einzelnen Schritten aus:

1. Zieldefinition des Digital Storytelling
2. Festlegung eines Erlebnisversprechens der Geschichte
3. Entwicklung der Handlung
4. Bestimmung des Handelnden
5. Kreation der Bühne und der Requisiten
6. Festlegung der Zeitachse
7. Beteiligung der User
8. Nutzung von Multisensorik
9. Vernetzung von Geschichten

Buchcover_Digital-Storytelling_920px„Digital Storytelling – Spannende Geschichten für interne Kommunikation, Werbung und PR“ zeigt auf, welche Potenziale digitales Storytelling bietet und wie sich diese nutzen lassen: Neben Methodik, Dramaturgie und Struktur sollte man im Umgang mit den neuesten digitalen Technologien fit sein, um Geschichten bestmöglich erzählen zu können. Ihre Ausführungen veranschaulichen die Autoren mittels zahlreichen Best-Practice-Beispielen, unterfüttern sie mit Links und weiterführenden Infos. Als LeserIn bekommt man so jede Menge Anregungen, die im Arbeitsalltag umgesetzt werden können.

Das Buch ist seit Juni 2016 beim UVK Verlag für 14,99 Euro erhältlich, das E-Book kostet 8,99 Euro.


Nicole-Storch_2015_150x150pxÜber die Autorin: Nicole Storch ist freiberufliche Autorin für Print und Online. Zuvor betreute sie als Redakteurin beim Egmont Ehapa Verlag zahlreiche Kinder- und Jugendzeitschriften. Während ihres Studiums der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der UdK Berlin arbeitete sie bereits als freie Texterin für verschiedene Agenturen.