Deutschland unter EU-Durchschnitt: 59 Prozent nutzen soziale Medien aktiv

Stock Foto Digital Virtuell Social Media Network
© AdobeStock / Production-Perig
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Die Nutzung sozialer Medien in Deutschland ist in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen: 2025 nutzten 59 Prozent der 16- bis 74-Jährigen soziale Medien aktiv für private Zwecke. 2021 lag der Anteil noch bei 47 Prozent. Das teilt das Statistisches Bundesamt (Destatis) mit. Zur aktiven Nutzung zählen etwa das Erstellen eines Accounts, eigene Beiträge oder Interaktionen mit anderen Nutzenden. Messenger-Dienste sind nicht einbezogen.

Junge vorn, Ältere holen auf

© Statistisches Bundesamt, 2026

Wie erwartet ist die Nutzung bei Jüngeren am höchsten: 85 Prozent der 16- bis 24-Jährigen waren 2025 in sozialen Medien aktiv, bei den 25- bis 34-Jährigen lag der Anteil bei 81 Prozent, bei den 35- bis 44-Jährigen bei 72 Prozent. Mit zunehmendem Alter sinkt die Nutzung: Von den 65- bis 74-Jährigen war noch ein Viertel (25 %) aktiv.

Auffällig ist jedoch der starke Zuwachs bei älteren Altersgruppen. Bei den 65- bis 74-Jährigen stieg der Anteil innerhalb von vier Jahren von 15 auf 25 Prozent, bei den 55- bis 64-Jährigen von 29 auf 42 Prozent. Aber auch bei den Jüngsten legte die Nutzung weiter zu: von 78 auf 85 Prozent.

Deutschland unter EU-Durchschnitt

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland trotz des Anstiegs unter dem Durchschnitt. EU-weit nutzten 2025 im Schnitt 67 Prozent der 16- bis 74-Jährigen soziale Medien aktiv. Nur in Italien war der Anteil mit 56 Prozent niedriger als in Deutschland. Besonders verbreitet ist die Nutzung in Dänemark (90 %), Zypern (87 %) und Malta (82 %).

Die Daten stammen aus der IKT-Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten, die seit 2021 als Unterstichprobe in den Mikrozensus integriert ist. EU-Vergleichszahlen liefert die europäische Statistikbehörde Eurostat.

destatis.de