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Deutschland: Menschen verbringen immer mehr Zeit mit Medien

Foto: © ProSiebenSat.1/ARGE P7S1 New Campus Kohlbecker Vielmo

Das zweite Mal in Folge erreicht die Mediennutzung nach dem Rekord im vergangenen Jahr einen neuen Höchstwert: 13 Stunden am Tag verbringen die Deutschen (14-69 J.) mit Massen- und Individualkommunikation. Diese erneut gestiegene Mediennutzung ist demnach von zwei grundlegenden Faktoren geprägt: Der wachsenden Vielfalt an Angeboten und Endgeräten sowie dem anhaltenden Einfluss der Corona-Pandemie.

Zu diesen Ergebnissen kommt der Media Activity Guide 2021, den der Vermarkter Seven.One Media jährlich als Bestandsaufnahme der Mediennutzung in Deutschland publiziert. In der frisch veröffentlichten Erhebung steigt die Nutzung von Massen- und Individualkommunikation gleichermaßen um jeweils rund 20 Minuten. Bei dem deutlichen Anstieg der medialen Individualkommunikation – Telefonie, E-Mails, Messenger/SMS – sind nach Interpretation von Seven.One Media noch immer die Auswirkungen der Corona-Pandemie sichtbar. Pandemiebedingt haben die Menschen auch 2021 deutlich mehr telefoniert, gechattet, gemailt oder an Video-Calls teilgenommen.

Besonders bemerkenswert sei das weitere Wachstum des Medienkonsums gegenüber dem Ausnahmemonat März 2020, in dem die Nutzung von Massenmedien erstmals bei über zehn Stunden täglich lag. Im aktuellen Jahr wird mit 637 Minuten erneut ein Höchstwert erzielt. Hinzu kommt die Individualkommunikation. Neben TV (238 Minuten täglich in Q1/2021) sind das Internet (149 Minuten) und Radio (100 Minuten) die meistgenutzten Medien in Deutschland.

Ein weiteres Ergebnis: Die etablierte „Second Screen Nutzung“ ist fester Bestandteil des Medienkonsums und hat sich auf einem stabilen Niveau eingependelt. Jede dritte befragte Person nutzt TV und Internet häufig parallel. Der Fokus habe sich jedoch gewandelt. Vor allem produkt- und konsumbezogene Aktivitäten auf dem „Second Screen“ haben an Bedeutung gewonnen. Darin spiegeln sich offensichtlich die durch die Pandemie geänderten Konsumgewohnheiten wider, heißt es in der Pressemitteilung. Dabei hat nicht nur das klassische Online-Shopping (50 Prozent) während des Fernsehens an Bedeutung gewonnen, sondern auch die Recherche nach Produkten, die im Fernsehen (52 Prozent) oder der Werbung (46 Prozent) zu sehen waren.

Der Befragungszeitraum für den Media Activity Guide umfasst vier Wochen. Für die aktuelle Ausgabe wurden demnach im März 2021 insgesamt 3.021 Personen ab 14 Jahren an allen Wochentagen telefonisch (CATI / Dual Frame-Anteil 30 Prozent) von forsa interviewt. Die Studie beinhaltet auch aktuelle Erhebungen der Mediennutzungsstudie VIEW TIME REPORT. Allerdings untersucht der VIEW TIME REPORT quartalsweise die Entwicklung der Bewegtbildnutzung in Deutschland und bildet für die rollierende Wellenbetrachtung jeweils den Durchschnitt der vorangegangenen vier Quartale. Die Studie mit sämtlichen Ergebnissen und Hintergründen steht zum Download zur Verfügung.