Der SPIEGEL stellt Heftstruktur und Layout um

Seit der Ausgabe 39/2025 erscheint Der SPIEGEL in neuer Optik. Redaktion und Verlag haben Layout, Rubriken und Heftarchitektur überarbeitet. Ziel sei es, das Magazin stärker als Wochenendlektüre zu profilieren und an unterschiedliche Lesegewohnheiten anzupassen.

Chefredakteur Dirk Kurbjuweit betont: „[E]in erheb­licher Teil unserer Leser­schaft [bleibt] dem gedruckten Magazin treu. Sie wünschen sich eine konzen­trierte Lektüre, schätzen tief­gründige Recherchen, investigative Enthüllungen und auch Momente zum Schmunzeln. Sie bevorzugen eine in sich abge­schlossene Ausgabe und lesen diese bewusst fern­ab von Bild­schirm und Smart­phone.“ Deshalb habe man das Heft „als sorgfältig kuratiertes Wochenendmagazin“ neu konzipiert.

Neues Layout und geänderte Struktur

Das Layout wurde vereinfacht: größere Bilder, dreispaltige Textführung und eine klarere Seitenarchitektur sollen die Lesbarkeit erhöhen. Jede Ausgabe enthält zwei stärker bebilderte Schwerpunkte – in der Regel Titelgeschichte und Reportage. Andere Beiträge sind optisch zurückhaltender gestaltet.

Die Ressorts wurden neu angeordnet. Den Auftakt bilden der Titelkomplex sowie die Teile „Deutschland“ und „Ausland“, die nun gemeinsam den Politikteil bilden. Danach folgen „Reporter“, „Wirtschaft“, „Wissen“, „Kultur“ und „Sport“. Jedes Ressort beginnt mit einem längeren Stück und endet mit kürzeren Formaten.

Neue Rubriken

Zu den eingeführten Rubriken gehören:

  • „Demokratiecheck“ – kurze Bewertung der Woche aus Sicht der Demokratie.
  • „Was hat das mit mir zu tun?“ – Auswirkungen aktueller Vorhaben oder Gesetze für Bürger:innen.
  • „Hieroglyphe unserer Zeit“ – Erklärung von Symbolen, Gesten oder Memes.
  • „Landauf, landab“ – Rankings zu Themen aus den Bundesländern.
  • „Wirtschaftswunder“ – positive Entwicklungen aus der Wirtschaft.
  • „Maschine der Woche“ – Technik im Nachrichtenkontext.

Außerdem enthält das Heft mehr Dialogangebote. Im „Posteingang“ erscheinen Leser:innenbriefe, Kritik und ein Kurzinterview mit einer Leser:in. Den Abschluss bildet ein Interview unter der Rubrik „Niemals geht man so ganz“.

Verzahnung mit digitalen Angeboten

Elemente aus dem digitalen Angebot werden ins Printheft übertragen. So wird das Format SPIEGEL Extra, das alltagsnahe Themen wie Geld, Gesundheit oder Karriere behandelt, künftig wöchentlich gedruckt.

Reaktionen von Leser:innen

Eine begleitende Marktforschung beschreibt das reformierte Heft als „moderner, frischer, zugänglicher, aufgeräumter“. Ein Abonnent fasste es so zusammen: „Das Heft wirkt insgesamt, als hätte jemand die Fenster aufgemacht und Luft reingelassen. Alles wird durchgepustet.“

gruppe.spiegel.de, devspiegel.medium.com