
Stefan Kornelius, Regierungssprecher und Leiter des Bundespresseamts (BPA), hat eine umfassende Umstrukturierung der Behörde angekündigt, die am 1. Juni 2026 in Kraft treten soll. Nach Angaben des BPA handelt es sich um die tiefgreifendste Reform seit rund 25 Jahren, die auf einem mehrmonatigen Reformprozess basiert und sowohl interne als auch externe Expertise einbezog. Ziel ist es, das Amt besser auf die digitale Medienwelt auszurichten, die Regierungskommunikation schlagkräftiger zu machen und die Behörde strategisch auf Krisen und Desinformation vorzubereiten.
Kern der Reform ist die Reduzierung der bisherigen vier Abteilungen auf drei. Die bisherigen Abteilungen 3 und 4 werden zu einer neuen Abteilung „Politik und Kommunikation“ zusammengeführt, in der künftig die gesamte externe Kommunikation zentral gebündelt wird. Zusätzlich wird ein Leitungsstab für Strategie, Innovation und Desinformation eingerichtet, der langfristige Themen von operativen Aufgaben trennt und die strategische Arbeit steuert. Die Abteilung „Informationsdienste“ wird ebenfalls neu strukturiert, um interne Informationsaufgaben und Öffentlichkeitsarbeit effektiver abzubilden.
Kornelius betont: „Nach rund 25 Jahren war es Zeit für eine grundlegende Optimierung des BPA. Unser Haus soll an der Spitze der Regierungskommunikation stehen und schlagkräftig über die Politik der Bundesregierung informieren. Dafür müssen wir die neue digitale Welt besser abbilden und uns auf ein verändertes Kommunikationsverhalten ausrichten.“
Seine Stellvertreterin, Esther Uleer, ergänzt: „In dieser Reform stecken Analyse, Kraft und Herzblut. Wir schaffen eine straffe Aufbauorganisation, vernetzen uns stärker mit dem Bundeskanzleramt und schaffen neue Fähigkeiten. Mit der Reform gibt es Klarheit bei internen Abläufen und Zuständigkeiten. Wir werden als BPA auch resilienter, weil wir uns strategisch auf Krisen vorbereiten. Neben der Kommunikation als Kernaufgabe wird der Umgang mit Desinformation ein zentrales Thema.“
Die Mitarbeiter:innen des BPA wurden bereits über die anstehenden Veränderungen informiert. Die Behörde will mit der Neustrukturierung nicht nur effizienter werden, sondern auch resilienter gegenüber künftigen Herausforderungen, insbesondere im Umgang mit digitalen Medien, Krisenkommunikation und strategischen Informationsaufgaben.
Die Umstrukturierung gilt als Teil der Staatsmodernisierung der Bundesregierung und soll das Bundespresseamt in die Lage versetzen, sowohl operative Aufgaben effizienter zu erledigen als auch langfristige strategische Ziele konsequent umzusetzen.