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Backstage bei Landau Media: Medien-Rechercheur Armin Papenfuß

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Foto: Melanie Storch Photographie

In unserer neuen Reihe „Backstage“ werfen wir einen Blick hinter die Kulissen von Landau Media! Wir stellen MitarbeiterInnen des Medienbeobachters vor und zeigen, welche Jobs und speziellen Fähigkeiten dort anzutreffen sind. Den Anfang macht Armin Papenfuß aus dem Bereich Recherche.

Wie bist du zu Landau Media gekommen?
Armin: Ich war im vergangen Jahr auf der Suche nach einem Teilzeitjob, weil ich mich mit einem Kumpel mit einem Start-up selbstständig gemacht hatte. Ich habe eine Bekannte, die damals schon bei Landau Media arbeitete, und die habe ich gefragt, ob da gerade Leute gesucht werden. Kurz darauf habe ich im Pressespiegel-Service angefangen. Inzwischen bin ich Papa geworden und arbeite Vollzeit in der Medien-Recherche.

Kurz und gif – was machst du bei Landau Media? Gibt es eine typische Geste dafür?
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Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?
Armin: Ich bin für das Online-Monitoring zuständig. Mithilfe einer eigens dafür entwickelten Softwareanwendung werden die passenden Beiträge zu einem Thema oder Keyword generiert, die ich dann im Einzelnen durchgehe und selektiere. Relevante Beiträge werden dann als Clipping aufbereitet und im Online-Frontend für Kunden zur Verfügung gestellt. Zusätzlich zu meinen Rechercheaufgaben gehöre ich intern einem kleinen Team an, das sich mit der Entwicklung von neuen Software-Tools im Bereich des Online-Monitorings beschäftigt.

Was macht eine gute Recherche aus?
Armin: Bei der Medien-Recherche helfen mir die Erfahrungen, die ich während meiner Zeit beim Pressespiegel-Service gesammelt habe. Die wichtigste Voraussetzung für eine gute Recherche ist es, genau zu wissen, was der Kunde möchte. Will er zum Beispiel wissen, was die Konkurrenz sagt oder wo sein Produkt gerade promotet wird. Je klarer das Ziel ist, desto besser die Rechercheergebnisse.

Du bist ja im Beruf immer online. Zieht sich das bis in dein Privatleben durch?
Armin: Ehrlich gesagt nutze ich privat meist nur Facebook, um auf dem Laufenden zu bleiben, was im Freundes- und Bekanntenkreis passiert und mich zu verabreden. Facebook ist für mich auch so eine Art Mailprogramm geworden. Oft schreibe ich eher dort meinen Freunden eine Nachricht als eine E-Mail. Natürlich hab ich auch Profile bei LinkedIn und Xing, aber das ist ja wieder Business.

Was siehst du als die größten Herausforderungen des digitalen Wandels?
Armin: Gerade bei geschriebenen Inhalten im Netz muss man die Leute daran gewöhnen, dass so etwas Geld kostet. Die größte Herausforderung wird sein, den Leuten klar zu machen, dass da jemand für sie recherchiert und schreibt und dass das nun mal Geld kostet. Da hängt vielen noch diese Auffassung „Im Internet ist alles umsonst“ nach.

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Foto: Melanie Storch Photographie

Du hast bereits von deinem eigenen Start-up erzählt. Was glaubst du, warum gerade Berlin für Start-ups so spannend ist?
Armin: In Berlin hat man viele Freiheiten, die man in anderen Gegenden nicht hat. Und hier trifft man natürlich viele Leute, die sich mit ähnlichen Dingen beschäftigen. Da fällt das Vernetzen leicht. Andererseits muss man in Berlin auch aufpassen, nicht in der Masse der Start-ups unterzugehen.

Was macht das Games Design – bist du noch aktiv?
Armin: Ja, ich arbeite noch als Dozent am SAE Institut. Ich gebe da einen Kurs für Einsteiger und einen zum Thema Paper Prototyping. Da müssen die Spieleideen quasi als Brettspielversion gebastelt und getestet werden.

Hast du ein Lieblingsspiel?
Armin: Ein Lieblingsspiel nicht direkt, aber eines, das ich oft spiele: EVE Online. Das Besondere an diesem Spiel ist, dass es den Spielern enorm viele Freiräume lässt.

Danke für das nette Gespräch, Armin!

Über die Autorin:
Nicole Storch ist freiberufliche Autorin für Print und Online. Zuvor betreute sie als Redakteurin beim Egmont Ehapa Verlag zahlreiche Kinder- und Jugendzeitschriften. Während ihres Studiums der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der UdK Berlin arbeitete sie bereits als freie Texterin für verschiedene Agenturen.

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