ARD und ZDF bündeln Programme

ARD ZDF Logos
Logos: © ARD und ZDF
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ARD und ZDF setzen die Vorgaben des Reformstaatsvertrags um und arbeiten künftig noch enger zusammen. Ziel ist es, das Angebot stärker an jüngere Zielgruppen auszurichten und die Öffentlich-Rechtlichen insgesamt zukunftsfähiger und digitaler aufzustellen. „Da kommt das Beste aus beiden Welten zusammen, auch wenn das für ZDF und ARD keine leichte Arbeit war“, erklärte ZDF-Intendant Norbert Himmler. ARD-Vorsitzender und hr-Intendant Florian Hager betonte: „Erfolgreiche digitale Angebote wie funk oder auch KiKA zeigen, was ARD und ZDF schaffen können, wenn sie vor allem im Digitalen spezifische Zielgruppen gemeinsam ansprechen.“

Ab Januar 2027 werden drei der bisher stärksten linearen Angebote fortgeführt:

  • phoenix – gemeinsames Informationsangebot mit ARD aktuell, ZDF heute sowie Parlaments- und Ereignisberichterstattung
  • neo – Programm für junge Erwachsene
  • info – linearer Dokumentationskanal

Diese Angebote ergänzen bestehende, gemeinsam veranstaltete Programme wie arte, 3sat, KiKA und funk, die bereits erfolgreich spezifische Zielgruppen ansprechen.

Im Gegenzug werden gemäß Reformstaatsvertrag drei bisher eigenständige Sender eingestellt:

  • ARD alpha
  • tagesschau24
  • ONE

Die Abschaltung dieser Kanäle erfolgt zum 31. Dezember 2026. Das neue Gesamtportfolio umfasst neben den fortgeführten Angeboten die bereits etablierten Kanäle: 3sat (Federführung ZDF), KiKA (ARD/MDR), funk (ARD/SWR) sowie die neuen gemeinsamen Kanäle phoenix, neo und info.

In den kommenden Monaten werden gemeinsame Arbeitsgruppen von ARD und ZDF die Details für Programmplanung, Abstimmungsprozesse und Workflows erarbeiten, um die neuen Kanäle rechtzeitig zum 1. Januar 2027 starten zu können. Ziel ist eine effiziente Bündelung der Kräfte, ohne die redaktionelle Vielfalt oder den publizistischen Wettbewerb einzuschränken.

ard.de