Agency Happiness Report 2026: Arbeitszufriedenheit in Agenturen steigt trotz struktureller Herausforderungen

© AdobeStock / JKLoma (generiert mit KI)
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Die Stimmung in Digitalagenturen hat sich verbessert: Der aktuelle Agency Happiness Report 2026 zeigt einen Anstieg der Arbeitszufriedenheit unter Agenturmitarbeitenden. Gleichzeitig bleiben strukturelle Probleme wie wirtschaftliche Unsicherheit, hohe Arbeitsbelastung und Vergütungskritik weiterhin deutlich präsent. Als zentrale Faktoren für Arbeitsglück gelten zunehmend Sinnempfinden sowie die sogenannte „KI-Readiness“ in den Unternehmen.

Laut der Erhebung geben 68% der Beschäftigten an, grundsätzlich glücklich mit ihrer Arbeit in der Agentur zu sein. Der durchschnittliche Happiness-Score steigt damit auf 6,3 Punkte und liegt 0,4 Punkte über dem Vorjahreswert. Besonders prägend für das Arbeitsglück sind dabei nicht nur klassische Faktoren, sondern vor allem immaterielle Aspekte: Knapp drei Viertel der Befragten (72%) definieren ihr Arbeitsglück über Selbstverwirklichung und Gemeinschaftsgefühl. Gleichzeitig zeigt sich eine Ambivalenz beim Thema Sinnstiftung – nur die Hälfte der Beschäftigten bewertet ihre Arbeit als sinnbringend. Das eigene Sinnempfinden wird damit zunehmend zu einem zentralen Hebel für Zufriedenheit im Agenturalltag.

Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Branche unter Druck. Jede:r Zweite denkt regelmäßig über einen Jobwechsel nach. Als Hauptgründe werden insbesondere niedrige Gehälter und hohe Arbeitsbelastung genannt. Hinzu kommt eine pessimistische wirtschaftliche Erwartungshaltung: 82 Prozent der Befragten rechnen mit einer Stagnation oder einem Abschwung der Branche.

Ein weiterer zentraler Befund des Reports betrifft den Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Bereits heute nutzen 80 Prozent der Mitarbeitenden KI an mehr als drei Tagen pro Woche. Gleichzeitig erwarten die Befragten tiefgreifende Veränderungen: In den kommenden drei Jahren könnten rund 47 Prozent der kreativen Arbeit durch KI unterstützt oder übernommen werden. Besonders deutlich zeigt sich dabei der Zusammenhang zwischen technologischer Reife und Zufriedenheit: Je besser Agenturen organisatorisch und prozessual auf KI eingestellt sind, desto höher fällt der durchschnittliche Glücksscore der Mitarbeitenden aus.

Der Report ordnet diese Entwicklungen als Phase tiefgreifender Transformation ein. Steigende individuelle Zufriedenheit trifft auf strukturelle Unsicherheiten und wirtschaftlichen Anpassungsdruck. Entscheidend für die Zukunft der Branche wird sein, wie es Agenturen gelingt, technologische Innovationen mit sinnstiftender Arbeit, klaren Strukturen und nachhaltigen Arbeitsbedingungen zu verbinden.

Der Agency Happiness Report von awork basiert auf einer jährlichen Befragung von 500 Agenturmitarbeitenden und entsteht in Kooperation mit dem BVDW sowie dem Befragungsinstitut Appinio.

bvdw.org