FUNKE bündelt Social Media und Newsletter in neuem Geschäftsbereich

Anna-Katharina Kölbl übernimmt als Chief Growth Officer die Leitung von „new media“

Die FUNKE Regionalmedien schaffen mit „new media“ eine eigene Einheit für Social Media, Newsletter und digitale Medienmarken. Ziel ist es, neue Zielgruppen zu erreichen und zusätzliche Erlösmodelle zu entwickeln. Die Leitung übernimmt Anna-Katharina Kölbl als Chief Growth Officer.

Anna-Katharina Kölbl übernimmt als Chief Growth Officer die Leitung von „new media“

Die FUNKE Regionalmedien wollen ihr Geschäft mit digitalen Angeboten ausbauen und bündeln dafür ihre Aktivitäten in einem neuen Bereich namens „new media“. Die Einheit soll die Social-Media- und Newsletter-Angebote der Regionalmarken weiterentwickeln, deren Reichweite monetarisieren und neue journalistische Marken für jüngere Zielgruppen aufbauen.

Zu den Marken der Regionalmedien gehören unter anderem das Hamburger Abendblatt und die WAZ. Nach Unternehmensangaben erreichen ihre Social-Media-Angebote bereits mehrere Millionen Menschen täglich. Auch die Zahl der Newsletter-Empfänger wachse kontinuierlich. Wie hoch die daraus erzielten Erlöse bislang sind oder welche Umsatzziele der neue Bereich verfolgt, teilte FUNKE nicht mit.

Neue Marken für jüngere Zielgruppen

Die Leitung von „new media“ übernimmt Anna-Katharina Kölbl (Foto), die seit 2022 als Head of Business Development für die FUNKE Regionalmedien tätig ist. In der neu geschaffenen Position des Chief Growth Officer soll sie neue Geschäftsmodelle und Erlösquellen vorantreiben.

Ein Schwerpunkt liegt auf Angeboten, die speziell jüngere Menschen ansprechen. Mit talzeit in Wuppertal und Hauptsache Hamburg hat FUNKE bereits digitale journalistische Marken gestartet, die als erste Bausteine des neuen Portfolios dienen.

Carsten Groß, Geschäftsführer Digital Publishing der FUNKE Regionalmedien, begründet die Neuausrichtung mit dem Ziel, mehr und jüngere Menschen mit regionalem Journalismus zu erreichen und langfristige Beziehungen zum Publikum aufzubauen. Daraus sollen zusätzliche Erlöse entstehen.

Kölbl verweist darauf, dass jüngere Zielgruppen Nachrichten häufig über Social-Media-Feeds entdecken und Beziehungen zu Medienmarken anders aufbauen als frühere Generationen. FUNKE wolle deshalb Social Media, Newsletter und weitere Kanäle als eigenständige Geschäftsmodelle entwickeln und stärker auf Communitys ausrichten.

Reichweite allein reicht nicht

Mit dem neuen Bereich verknüpft FUNKE redaktionelle Angebote ausdrücklich mit wirtschaftlichen Zielen. Die Herausforderung besteht darin, digitale Reichweite nicht nur aufzubauen, sondern daraus tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Wie sich die neuen Strukturen auf die redaktionelle Arbeit auswirken und welche Erlösmodelle konkret geplant sind, bleibt zunächst offen.

Die Gründung von „new media“ ist Teil einer umfassenderen Neuordnung des digitalen Publishing-Geschäfts bei FUNKE. Zuletzt hatte die Mediengruppe angekündigt, dass die Regionalmedien künftig auch für das Portal derwesten.de zuständig sein sollen.

funkemedien.de