
Der aktuelle IR Benchmark von NetFed legt die Top-Trends der digitalen IR-Kommunikation offen. Im diesjährigen Ranking schneidet die Deutsche Telekom am besten ab. Die digitale Finanzkommunikation des Bonner Konzerns hat es auf 815 Punkte gebracht. Damit gelang der Telekom in diesem Ranking erstmals der Sprung auf Platz eins. BASF verteidigte mit 754 Punkten den zweiten Platz. Der Vorjahressieger, das Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen Fresenius, rutschte mit 742 Punkten auf den dritten Rang ab. Continental verbesserte sich vom sechsten auf den fünften Platz, der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck liegt mit 713 Punkten auf dem sechsten Platz.

Ganz vorne: Haltung zeigen und Nachhaltigkeit integrieren
Die Investor-Relations-Bereiche der Corporate Websites weisen insgesamt erhebliches Optimierungspotenzial auf. Das gilt besonders für Usability und Service-Funktionen.
Es sind herausfordernde Zeiten – auch für die Investor Relations-Abteilungen großer Konzerne. Der Geschäftsführer von NetFed, Thorsten Greiten, sieht vor allem die IR-Kommunikation unter Druck: „Die Bandbreite der Kommunikationsanlässe wird jährlich größer: Von einfachen Sparmaßnahmen aufgrund der Energiekrise, über sich verändernde komplexe Wertschöpfungsketten bis hin zu geopolitischen Verwerfungen.“ NetFeds aktuelle Studie, der IR-Benchmark, zeigt, dass Investor Relations in der digitalen Kommunikation dabei deutlich auf Haltung und Werte setzen. „Hier beobachten wir innerhalb von zwei Jahren einen Riesensprung, der Wert hat sich fast verdoppelt“, so Greiten weiter.
Eine weitere deutliche Veränderung zeichnet sich im Benchmark bei der Integration von Nachhaltigkeitsthemen ab. „ESG hält standardmäßig Einzug in Reporting, Strategiethemen und Investment Story“, sagt Thorsten Greiten. „Wir sehen hier einen längerfristigen Trend, der nicht nur die IR-Arbeit beeinflusst, sondern tief in Geschäftsmodelle und Unternehmensstrategien eingreift und sie verändert.“
Wenig Bewegung jenseits der Trendthemen
Die Investor-Relations-Bereiche der Corporate Websites entwickeln sich insgesamt kaum weiter. Greiten weiter: „Der IR Benchmark offenbart in allen Untersuchungskategorien deutlichen Nachholbedarf, vor allem in den Bereichen Content, Kommunikation, Service und Usability.“ Einige Beispiele: Digitale Dialogformen wie Chats werden kaum genutzt, Ladezeiten und Nachhaltigkeit von Webseiten sind insgesamt ungenügend, Kennzahlen werden nicht ansprechend visualisiert.
Der IR Benchmark beleuchtet jährlich die wichtigsten Trends und Best Practices in den Investor-Relations-Bereichen der Corporate Websites. Die Studie bietet eine umfassende Analyse der aktuellen digitalen IR-Kommunikation in Deutschland. Sie untersucht, ob grundlegende Unternehmensphilosophien, -strategien und Werte im IR-Bereich klar dargelegt werden und als Storyelement taugen. Sie analysiert, inwiefern Unternehmen in der IR-Kommunikation auf Themen wie IR-Ziele, Investmentgründe, Digitalisierung und Nachhaltigkeit eingehen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem zur Verfügung gestellten Material zu Hauptversammlungen, Testimonials von Vorständen, Share- oder Stakeholdern und weiterem Content, der die Ziele der Kapitalmarktkommunikation unterstützt. Der Benchmark misst die Nutzung von Service-Features, Dialogtools und Kommunikationskanälen und bietet so die perfekte Grundlage für Optimierungen und neue Kommunikationsziele. Grundlage für den IR-Benchmark ist ein Screening der IR-Bereiche von 50 großen deutschen Unternehmen mit Konzerncharakter.
Quelle: netfed.de