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10 gute Corporate Pinterest Accounts

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Und genau deshalb ist Pinterest auch für die Unternehmenskommunikation interessant. Denn hier geht es vor allem um eines – schöne Bilder!

„Mit Pinterest kannst du all die Dinge sammeln und organisieren, die dir gefallen“ so lautet das Angebot der MacherInnen. Und dieses Angebot können auch Unternehmen für sich nutzen. Essen, Mode, Kunst und Reisen sind die beliebtesten Themen. Gerade für Unternehmen aus diesen Bereichen sollte ein Pinterest-Auftritt also zur Pflicht gehören.

Zehn Unternehmen, die Pinterest bereits geschickt in ihren Kommunikationsmix integiert haben, stellen wir Ihnen hier vor. Wie immer gilt natürlich: Der Reihenfolge liegt keine Wertung zugrunde.

LECKER.de

Selbstverständlich ist die Plattform LECKER.de, ein Angebot der Bauer Digital KG, auch auf Pinterest vertreten. Auf derzeit 13 Pinnwänden tummeln sich Fotos von Gerichten, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen – natürlich thematisch sortiert! Ergänzt wird das Angebot mit Deko- und Bastelideen zu Anlässen wie Ostern, Weihnachten oder Halloween. Die Bilder sind schön anzuschauen und laden zum Nachkochen (oder Nachbacken) ein.

Zalando

Es gibt keine Gewinnspiele und keine Rabatte, trotzdem lieben Fashionistas die Pinterest-Pinnwände von Modemarken. Das nutzt auch der Mode-Versandhändler Zalando für sich. Auf aktuell 47 Boards werden Themenwelten zu bestimmten Trends und Styles kreiert. So werden ganze Geschichten erzählt, die den NutzerInnen Anregungen liefern, und nicht als plumpe Produktpräsentationen daherkommen.

Whole Foods Market

Whole Foods Market ist der weltweit größte Betreiber einer Biosupermarktkette. Die mehr als 160.000 Pinterest-Follower unterhält das Unternehmen mit optischen ansprechenden Boards voller kulinarischer Köstlichkeiten und Rezeptvorschläge. Eine Pinnwand widmet sich der „Whole Planet Foundation“, der Wohltätigkeitsorganisation von Whole Foods. Mit dem Hinweis auf soziales Engagement sammelt das Unternehmen zusätzlich Pluspunkte. Ergänzt wird das bunte Bilderangebot durch Do-it-yourself-, Deko- und Upcycling-Tipps (z.B. Board: We’re Used to Reusing!)

Lovely Books

Dass vorrangig Frauen Pinterest nutzen, macht sich auch die Bücher-Community Lovelybooks.de zunutze und richtet die Kommunikation gezielt auf die weibliche Zielgruppe aus. Es gibt Buchtipps des Teams, Verlosungen und Livestreamlesungen. Auch ein Board zum Thema Rezepte fehlt nicht. Außerdem können die NutzerInnen Buchtipps austauschen. Besonderes Highlight: Fotos von beeindruckenden Bücherregalen!

Audible

Der Hörbuchverlag Audible.de gewährt auf Pinterest einen Blick hinter die Kulissen: Das Team stellt sich (Board: Das Team von Audible.de) und seine Lieblingshörbücher vor. Auf dem Board „Audible Backstage“ finden sich Video-Interviews mit den Menschen hinter den Hörbüchern – SprecherInnen, AutorInnen, ProduzentInnen und Audible-MitarbeiterInnen. Außerdem gibt es ein Board, auf dem die Lieblingshörbücher der Fans gesammelt werden. Das gibt Fans die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Die Kommunikationsabsicht lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Authentizität!

HRS

Das Hotelprotal HRS stellt auf Pinterest nicht nur eine Vielzahl von Hotels vor, sondern ergänzt das Angebot mit Bildern von Traumstränden, bekannten Städten, Sehenswürdigkeiten und spektakulären Naturaufnahmen. Das Ziel: Bei den BetrachterInnen Fernweh wecken! Und das funktioniert über schöne Bilder am besten, wie Ulf Valentin, Teamleader Social Media Marketing bei HRS, erklärt: „Im Vergleich zu anderen Produkten verkaufen sich immaterielle und emotionale Produkte wie Reisen und Hotelaufenthalte sehr stark über Bilder“. Auch dass Pinterest vorrangig von Frauen genutzt wird, kommt dem HRS-Team entgegen: „Pinterest wird vorrangig von einer kaufkräftigen, weiblichen Zielgruppe ab 25 Jahren genutzt – den Reiseentscheidern in den meisten Haushalten.“
Auch in Sachen Storytelling ist HRS aktiv: „Travel Stories“ heißt das Board, auf dem spannende und nützliche Reisetipps und Berichte gesammelt werden.

Oxfam

Auch die unabhängige Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam ist auf Pinterest vertreten – und hat sich vorher genau informiert, welche Themen dort besonderen Anklang finden. Deshalb gibt es wohl auch mehrere Boards, die sich dem Thema Essen (& Kochen) widmen. Es gibt beispielsweise Rezepte, in denen auf Zutaten aus fairem Handel hingewiesen wird (Board: Support farmers) und ein Board, das sich der Verwertung von übrig gebliebenem Essen (Board: Love your leftovers) widmet. Natürlich fehlen auch Boards zu Themen wie Gleichberechtigung, Flüchtlingspolitik und Katastrophenhilfe nicht.

Greenpeace

Greenpeace ist auf Pinterest sehr aktiv. Auf 58 Pinnwänden finden sich mehr als 1.000 Bilder! Die meisten Boards beschäftigen sich mit speziellen Kampagnen oder Initiativen. Viel Raum wird der Detox-Kampagne gewidmet, im Rahmen derer Greenpeace Modemarken auffordert, Schadstoffe in ihren Kleidungsstücken durch ungefährliche Substanzen zu ersetzen. Andere Boards sind vor allem eines: schön anzuschauen! Wie zum Beispiel das Board „Our Earth is beautiful“, das die Schönheit der Natur zeigt. Natürlich fehlen auch die prominenten Greenpeace-UnterstützerInnen an dieser Stelle nicht.

UNICEF

Genau wie Greenpeace verfügt UNICEF über professionelle Bilder und starke Motive, die bei den BetrachterInnen Emotionen wecken. 2012 sorgte die Organisation mit einer besonderen Pinterest-Aktion für Aufsehen: UNICEF legte ein fiktionales Profil für Ami Musa, ein 13-jähriges Mädchen aus Sierra Leone, an. Auf dem Board erschienen Dinge, die sich die 13-Jährige Ami Musa wirklich wünscht – stellvertretend für die Kinder in ihrem Heimatland – Dinge wie Wasser, Seife und Bildung.

Benefit Cosmetics

„Wir sind nur ein paar benefit-Mädels, die hier teilen, was sie an Make-up, der Farbe Pink, San Francisco […] lieben“. Mit diesen Worten werden die BesucherInnen auf der Pinterest-Seite von Benefit Cosmetics begrüßt. Allein diese Worte schaffen Nähe und laden zum Mitmachen und Teilen ein. Auf 24 Boards präsentiert die Kosmetikmarke Schminktipps, Do-it-yourself-Ideen, schöne Zitate (Board: benefit words of wisdom) und eben Dinge, die den MacherInnen gefallen. Den knapp über 17.000 Followern gefällt’s!

Wir halten fest:
– Es lohnt sich, sich mit der Nutzerstruktur von Pinterest zu beschäftigen (80% der NutzerInnen sind weiblich, die Hälfte dieser Frauen sind Mütter).
– Thematisch sortierte Pinboards schaffen Orientierung in der Bilderflut.
– Die Fotos sollten eindrucksvoll, kreativ und professionell sein. Aber schick allein reicht nicht! Die Bilder sollten auch einen Mehrwert bieten.
– NutzerInnen sollten die Möglichkeit haben, Inhalte auch direkt von der Unternehmensseite aus zu pinnen. Das sorgt für zusätzlichen Traffic.
– Auch auf Pinterest gilt: Präsenz zeigen! Ein Foto im halben Jahr reicht nicht aus …

Für alle, die nun selbst aktiv werden wollen, gibt es hier zehn Tipps, wie Unternehmen Pinterest sinnvoll nutzen können >>

In diesem Sinne: Viel Spaß beim (Re-)Pinnen!

Über die Autorin:

Nicole Storch ist freiberufliche Autorin für Print und Online. Zuvor betreute sie als Redakteurin beim Egmont Ehapa Verlag zahlreiche Kinder- und Jugendzeitschriften. Während ihres Studiums der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der UdK Berlin arbeitete sie bereits als freie Texterin für verschiedene Agenturen.