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Visual Storytelling – Die Herausforderungen für Unternehmen

Foto: © Fotolia/denis_pc

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Manchmal kommt es eben doch auf das Äußere an. Zum Beispiel, wenn es ums Storytelling geht. Denn: Je besser eine Geschichte verpackt ist, desto größer die Chance, Aufmerksamkeit in der Zielgruppe zu erregen. Was dabei wichtig ist, verrät Christian Henne vom Munich Digital Institute.

Unternehmen und Marken brauchen schon lange gelungene Geschichten, um beim Rezipienten in Erinnerung zu bleiben. In digitalen Zeiten reicht es allerdings nicht mehr aus, „nur“ eine gute Geschichte zu erzählen. Die Geschichte muss auch gesehen werden. Das bringt einige Herausforderungen mit sich …

In der Informationsflut des Internets entscheidet ein kurzer Moment, ob man die Aufmerksamkeit des Nutzers für sich gewinnt und ihn dazu bewegen kann, sich mit dem Inhalt zu beschäftigen. Die Lösung liegt vor allem in der „Verpackung“ der guten Geschichte: in Form von Visualisierung und der Aufbereitung in attraktiven Formaten. Oder auch: Visual Storytelling. Der Trend geht hin zu Bildern und Bewegtbildern und stellt Unternehmen vor neue Fragen: Bieten die Bildformate auch nachhaltige Effekte mit Mehrwert für die Unternehmenskommunikation? Wie können Unternehmen bzw. Marken diese Technik für sich nutzen, um Nutzer zu erreichen?

Vier Gründe für Visual Storytelling in Ihrem Unternehmen

(1) Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte: Die Vorteile des Visuellen

Geschichten sprechen das limbische System im Gehirn an, wo Emotionen mit dem Gedächtnis verbunden und Erinnerungen geschaffen werden. Das Geschichtenerzählen ermöglicht daher den direkten, nachhaltigen Zugang zum Nutzer.
Visuelle Inhalte haben mehrere zusätzliche Vorteile, die zusammenspielen: Bei Bildern ist die Informationsauffassung schneller als bei Texten. Das Verständnis ist leichter zu vermitteln, Bilder heben sich von der Masse ab. Dazu kommt der schon genannte Vorteil der emotionalen Begleiteffekte: die Inhalte werden automatisch im Gedächtnis gespeichert.
Bilder wirken in Verbindung mit Geschichten also wie ein Katalysator: Sie unterstützen und verstärken ihre Faszination und Anziehungskraft.

(2) Viralkraft von Visual Storytelling

Visual Storytelling besitzt ein enormes Reichweitenpotenzial durch seine Viralkraft. Sie wird dadurch verstärkt, dass es durch mobile Endgeräte einfach ist, visuellen Content zu erstellen und zu verbreiten. Smartphones, Apps und soziale Netzwerke bieten dabei vielfältige Möglichkeiten. Ob auf Youtube, Facebook, Instagram, Snapchat oder Pinterest: Bilder und Bewegtbilder können auf verschiedenste Weisen erstellt, kombiniert und ausgespielt werden, z.B. in Form von Videos, Fotos, Cartoons, Motion Graphics, GIFs, Slideshows, Infografiken, etc.

(3) Identifikation mit der Marke durch Einbeziehung und Crossmedia-Storytelling

Die Interaktivität, also das Miteinbeziehen des Nutzers in das Geschehen und dem gegebenen Unterhaltungsfaktor des Formats. bewirkt, dass sich der Nutzer mit den Inhalten identifiziert und für der Marke begeistert: die emotionale Bindung zwischen Nutzer und Marke wird gefördert.
Crossmediales Storytelling, also das lineare und chronologische Erzählen einer Geschichte über unterschiedliche Kanäle und Formate hinweg, fördert eine hohe Kontaktrate des Anwenders mit der Marke und unterstützt den Effekt, die Aufmerksamkeit des Nutzers zu gewinnen und auch langfristig zu halten.

(4) Neue, interaktive Formen, Geschichten zu erzählen

Neue interaktive Formate wie 360°, Virtual oder Augmented Reality ermöglichen neben außergewöhnlichen Perspektiven für die Nutzer auch eine neue Form von Nutzer-Erfahrung und Kunden-Nähe.
360° Bilder und Videos schaffen eine Rundumperspektive, der Nutzer wird zum Zentrum. Augmented Reality (AR) erweitert die Realität mit virtuellen Objekten und Virtual Reality (VR) versetzt den Nutzer sogar in eine gänzlich andere Realität.

Gerade 360° und AR sind momentan interessant für Unternehmen, aufgrund der einfachen Möglichkeiten hinsichtlich der Anwendung und teilwiese auch Produktion. Die Inhalte lassen sich bspw. über handelsübliche Smartphones konsumieren.

Die neuen (Bewegt-) Bildformate grenzen sich nicht nur ab, sie haben das Potenzial, Marken und Produkte erfahrbar und erlebbar zu machen. Sie bieten aber auch weitere Vorteile:

– VR erzeugt eine intensivere Erfahrung als jeder Bildschirm (der Anwender kann sein Umfeld und Objekte selbst erforschen).
– Geschichten können aus verschiedenen Perspektiven erzählt und betrachtet werden.
– Nutzer bestimmen ihren Blickwinkel selbst und beschäftigen sich automatisch aktiver mit den Inhalten.
– Komplexe Inhalte und Produkte lassen sich in visueller Form nachvollziehbar darstellen.
– VR bietet einen personalisierten Faktor und ermöglicht Interaktivität für User.
– Das Erleben der Objekte erzeugt eine langfristige Erinnerung des Nutzers und verankert die Marke im Gedächtnis des Nutzers positiv.

Zusammenfassend: Worauf kommt es an?

Für visuellen Content gelten dieselben Kriterien wie im klassischen Storytelling: Die Kriterien zu Inhalt und Umsetzung müssen geprüft sein, bevor Unternehmen sich entscheiden, ihre Kommunikation mit visuellen Inhalten zu unterstützen. Auch Bilder müssen auf Inhalt, Zielgruppe, Markenbild usw. abgestimmt sein.

Im Storytelling gibt es grundsätzlich verschiedene Zugangsebenen, die zusammenspielen:

(1) Neben einer durchdachten Strategie lassen sich Geschichten v.a. gut erzählen, indem man den Fokus auf ein bestimmtes Lebensgefühl legt, anstatt auf das Produkt oder das Unternehmen selbst. Diese Vorgehensweise ermöglicht einen Zugang in Form einer emotionalen Bindung des Nutzers zur Story und somit zum Absender.

(2) Neben der emotionalen Gefühlsebene spielt v.a. Relevanz eine wesentliche Rolle. Relevanz für den Empfänger entscheidet, ob Nutzer überhaupt bereit sind, auf das Erzählte einzugehen.

(3) In der hochfrequenten Kommunikation des Social Webs sind Stories im Wettbewerb. Neben Gefühl und/oder Relevanz werden auch attraktive Formate immer wichtiger, die gleichzeitig noch mehr Beteiligung durch den Nutzer ermöglichen. Auch deshalb gewinnen neue Technologien wie 360°, Augmented und Virtual Reality immer weiter an Bedeutung. Dazu kommen (Live-)Video-Formate z.B. in großen sozialen Netzwerken wie Snapchat, Facebook bzw. Instagram.

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henneÜber den Autor: Christian Henne ist seit 15 Jahren in den Medien an verschiedenen Positionen unterwegs. Mit dem Munich Digital Institute veranstaltet er  u.a. die Kommunikationskonferenz BEEF4BRANDS. Darüber hinaus berät er Organisationen und Unternehmen in Kommunkationsfragen.