
Die Menschen in Deutschland verbringen immer mehr Zeit mit ihrem Smartphone. Im Durchschnitt nutzen sie ihr Gerät inzwischen 180 Minuten pro Tag. Im Jahr 2024 lag die tägliche Nutzungsdauer noch bei rund 150 Minuten. Das geht aus einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 1.006 Personen ab 16 Jahren hervor, darunter 861 Smartphone-Nutzer:innen.
Besonders intensiv greifen jüngere Menschen zum Smartphone. 16- bis 29-Jährige nutzen ihr Gerät im Schnitt 216 Minuten täglich. In der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen sind es 192 Minuten, bei den 50- bis 64-Jährigen 177 Minuten. Erst ab 65 Jahren sinkt die Nutzungsdauer deutlich auf 113 Minuten pro Tag.
„Das Smartphone ist für viele längst die Fernbedienung des Alltags: vom Ticket über Banking bis zur Verabredung. Gerade Jüngere organisieren Kommunikation, Unterhaltung und viele Erledigungen fast komplett über das Gerät“, sagt Sebastian Klöß, Experte für Consumer Technology beim Digitalverband Bitkom. Gleichzeitig gehe es nicht nur um mehr Bildschirmzeit, sondern auch um veränderte Nutzungsgewohnheiten: Viele Anwendungen würden heute häufiger, aber in kürzeren Intervallen über den Tag verteilt genutzt.
Ein vergleichsweise kleiner Teil der Smartphone-Zeit entfällt jedoch auf klassische Telefonate. Durchschnittlich 26 Minuten täglich telefonieren die Nutzer:innen über ihr Smartphone. Damit macht das Telefonieren nur einen Bruchteil der gesamten Nutzungsdauer aus.
Anders als bei der allgemeinen Smartphone-Nutzung fallen die Unterschiede zwischen den Altersgruppen beim Telefonieren geringer aus. Bis zum Alter von 64 Jahren bleibt die tägliche Gesprächsdauer mit rund 30 Minuten relativ konstant. Erst bei den Über-65-Jährigen sinkt sie deutlich auf 18 Minuten pro Tag. „Wenn es um das Telefonieren geht, spielt gerade in älteren Altersgruppen das Festnetz häufig eine größere Rolle als das Smartphone“, erklärt Klöß.
Auch die Art des Telefonierens hat sich verändert. Nur noch 56 Prozent der Befragten halten ihr Smartphone beim Telefonieren wie einen klassischen Telefonhörer ans Ohr. 48 Prozent nutzen häufig Kopfhörer oder ein Headset und telefonieren „hands free“. 42 Prozent greifen meist auf die Freisprech- oder Lautsprecherfunktion zurück. Zudem halten 37 Prozent ihr Smartphone beim Telefonieren längs vor den Mund, statt es ans Ohr zu führen.