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KW45: Shitstorm-Spiele, Feelgood-Management & Content Marketing mit Bildern.

– AKTUELLES –


Wert eines Profils im Social Web: Profile in sozialen Netzwerken spielen auch in Sachen Recruiting eine wichtige Rolle. Das zeigte jetzt eine Untersuchung der TÜV Informationstechnik GmbH / TÜV NORD GROUP im Auftrag von Hubert Burda Media. Demnach prüfen 34 Prozent der PersonalerInnen die Xing-Profile von BewerberInnen, die Facebook-Profile besuchen sogar 52 Prozent.
hubert-burda-media.de >> (Zusammenfassung der Ergebnisse, PDF), prreport.de >>

Die Zukunft des Content Marketing: “Content steht am entscheidenden Wendepunkt”, attestiert Michael Coates. “Marken müssen vermehrt nach Möglichkeiten schauen, um Leidenschaft und Begeisterung zu wecken”, ergänzt Alexander Jutkowitz. Im Interview sprechen beide u.a. über die Zukunft des Content Marketing.
pressesprecher.com >>

CSR am POS – Nachholbedarf ist angesagt: “Drei Viertel der deutschen Verbraucher fühlen sich von Händlern unzureichend über deren Nachhaltigkeitsmaßnahmen informiert.” Insbesondere direkt am Point of Sale wünschen sich VerbraucherInnen mehr Informationen. Zu diesem Fazit kommt der “CSR Tracker” des Instituts für Handelsforschung, der die Wahrnehmung von Einzelhändlern aus Sicht von 3.000 Verbrauchern abbildet.
ifhkoeln.de >>

Weniger Change: Unternehmen investieren laufend weniger in ihre Change-Kommunikation. Das zeigt die Change-Fitness-Studie 2014 der Mutaree GmbH, die insgesamt 345 Teilnehmer umfasste.
pr-journal.de >>

– SPRECHERPERLEN 2014 –


stefanie-haeussler
Stefanie Häußler, Feelgood-Managerin bei Spreadshirt: Sie hat vermutlich den besten Job im Bereich HR & Kommunikation. Doch was macht sie eigentlich? Was ist bei ihr wirklich Job? Auf dem Kommunikationskongress stand uns Stefanie Häußler für ein Interview zur Verfügung und gab die Antworten.
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– MOMMERTS MEDIENWELT –


andrea katheder für landau media, berlin 2013Rückwärtssalto aus dem Stand: Eine Einwilligung gegen seinen Willen geben? Was Uwe Mommert nicht kann, ist für Verlage offensichtlich kein Problem. Eine Betrachtung zum Status quo in Sachen Leistungsschutzrecht, VG-Media und Google …
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– BEST CASE –


Dr. Kerstin Bartels, GeneraliDie Führungskraft im Fokus der Unternehmenskommunikation: Führungskräfte sind Schlüsselfiguren im Kommunikationskreislauf von Unternehmen. Dafür, dass sie diese Position auch wahrnehmen können, muss die Kommunikationsabteilung sorgen. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt Dr. Kerstin Bartels, Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation Generali Versicherungen, in ihrem Gastbeitrag. Den Best Case gibt’s nach dem Klick …
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– WISSEN FÜR PROFIS –


Miriam Rupp - Mashup CommunicationsO du fröhliche … – Tipps für erfolgreiche Weihnachts-PR: Die Weihnachtszeit ist nicht nur der Höhepunkt für Einzel- und Onlinehandel, sondern auch die Gelegenheit für originelle PR! Miriam Rupp präsentiert Tipps für eine gewürzte PR-Strategie zu Weihnachten.
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Geschäftsmann, soziales Netzwerk, NetworkingWenn Personaler kommunizieren, dann gibt’s auch mal ne Doppelfolge! Sebastian Dietrich fasst die Kommunikationsarbeit der PersonalerInnen im September und Oktober zusammen – wie gewohnt kompakt, direkt & kurzweilig.
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tecdaxSocialWebBuzz TecDax-Firmen: Für diese Ausgabe gibt es ein paar Besonderheiten. So haben wir mehr Meldungen denn je für den Buzz ausgewertet – nämlich über 71.000. Darüber hinaus zeigt der Buzz eindrucksvoll, wie viel Einfluss die Namenspatenschaften für Sportarenen auf den Transport einer Marke haben können.
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– TIPPS & TOOLS –


Newsjacking? Newsjacking ist das Kapern von Nachrichten, eine mediale Trittbrettfahrt – so beschreibt Maël Roth den Begriff und erläutert, welche Chancen und Risiken das Ganze birgt. Das Team von Lewis PR widmet dem Thema ein Whitepaper: “Die neuen Regeln für Media Relations – Ein Newsjacking-Leitfaden”.
kircher-burkhardt.com >>blog.lewispr.de >> (Whitepaper)

Interne Kommunikation über Ländergrenzen: “Eine effiziente und wertschätzende interne Kommunikation ist für den nachhaltigen Geschäftserfolg extrem wichtig”, weiß Gesine Herzberger und zeigt am Beispiel von Getrag, einem der größten Lieferanten für Getriebesysteme weltweit, wie interne Kommunikation über Ländergrenzen hinweg funktionieren kann.
marconomy.de >>

Content Curation: Noch viel zu oft fehlt das Verständnis für das Teilen von Inhalten im Social Web, bedauert Christian Müller. Dabei ist der strategische Einsatz von Curated Content “ein wichtiges Tool, um die eigene Sichtbarkeit und Reichweite zu maximieren.” In seinem Artikel stellt Müller die wichtigsten Grundsätze in Sachen Content Curation vor.
karrierebibel.de >>

Listicles: Es ist ihre Form, die Listicles so unwiderstehlich macht, attestiert Stina Klingbiel und erläutert fünf Fakten, die man über diese Form der Online-Texte kennen sollte. 1,2,3,4,5 …
new-communication.de >>

11 Tipps fürs Content Marketing bei Pinterest: Seit Kurzem bietet das Tool Pinterest Analytics die Möglichkeit, die eigene Content-Strategie bei Pinterest zu evaluieren und zu optimieren. Dr. Melanie Grundmann präsentiert elf Tipps für besseres Content-Marketing beim sozialen Bilder-Netzwerk.
t3n.de >>

– DAS BESTE ZUM SCHLUSS –


Spielen gegen den Shitstorm: Stellen Sie sich vor, Sie laden das Video einer kostümierten Katze in einem sozialen Netzwerk hoch. Was folgt, ist ein Shitstorm – der Vorwurf: Tierquälerei! Zeit für den “Shitstorm Fighter”! Sorgen Sie spielerisch dafür, dass sich die fiesen – in Kackehäufchen verpackten – Kommentare in Luft auflösen. Anlass für das Browsergame ist übrigens die ARD-Themenwoche zum Thema “Toleranz”.
story.br.de/shitstorm >>

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Gönnen Sie Ihren KollegInnen medienrot: Jede/r kann dabei sein. Ihre KollegInnen senden einfach eine formlose E-Mail an abo@medienrot.de und schon werden sie in den Verteiler aufgenommen. Wir bedanken uns herzlich für Ihre Empfehlung! Außerdem finden Sie medienrot auf Facebook und Twitter.

KW37: Telekom, Youtube, Pharma- und Versicherungswirtschaft, Fake-Urlaub.

– AKTUELLES –


Social Media – eine Frage des Images: Der “Erste Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation“ befragte im Juni und Juli 2014 Kommunikationsverantwortliche aus über 200 Unternehmen in 13 Branchen. Fast 44 Prozent der befragten Unternehmen nutzen Social Media vor allem zur Imagesteigerung. 36 Prozent wollen die Bekanntheit der eigenen Marke steigern, etwa 30 Prozent wollen Soziale Medien zur Kundenbindung nutzen und 27 Prozent zur Neukundenansprache.
ak-socialmedia-b2b.de >> (Studie auf Anfrage), pressesprecher.com >>

Telekom wildert bei Corporate Publishing: Mit “The Digitale” dringt die Deutsche Telekom in den Markt des digitalen Corporate Publishings vor und will Webseiten, Apps und Social Media mit Inhalten beliefern. Ex-G+J-Mann Peider Bach wird Geschäftsführer.
horizont.net >>

Pharma-Branche mit digitale Initiative: Die Pharmaindustrie weitet ihre Kommunikation mit dem neuen Branchendienst “Pharma Fakten” aus. Das Online-Portal www.pharma-fakten.de wird von einem Verein aus aus 17 Unternehmen, dem Verband forschender Arzneimittelhersteller (VFA) und dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) finanziert. Welche Ziele die Pharmaindustrie mit diesem Kommunikationsmedium verfolgt, verrät Kai Tenzer, der den Dienst gemeinsam mit Glaxo-Smith-Kline-Sprecher Florian Martius verantwortet, im Interview.
prreport.de >>

Versicherungswirtschaft geht in die Offensive: Die deutschen Versicherer sind unzufrieden mit der (negativen) Medienberichterstattung über die Branche. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ruft deshalb das Projekt “Freiräume” ins Leben und stockt die Kommunikationsabteilung auf 26 MitarbeiterInnen auf, um Lokalredaktionen und BloggerInnen zu beliefern. Ziel des Ganzen: “aktives Themenmanagement und ‘gute’ Geschichten” aus der Branche.
sueddeutsche.de >>

– MOMMERTS MEDIENWELT –


andrea katheder für landau media, berlin 2013Kollege Computer: Gerade geistert das Wort “Roboterjournalismus” durch die Medienwelt. Uwe Mommert findet: Wenn Roboter schreiben, sollen Programme lesen!
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– WISSEN FÜR PROFIS –


Old vintage typewriter on wooden table.Schreiben fürs Netz – Der Vorspann: Kleiner Text, große Wirkung! Der Vorspann soll nicht nur einen Eindruck vermitteln, worum es im Text geht, sondern Lust aufs Lesen machen. Mit diesen Tipps gelingt das!
Weiterlesen auf medienrot.de >>

Miriam Rupp - Mashup CommunicationsContent statt Kommerz – 5 essentielle Tipps für Corporate Blogs: Der Corporate Blog soll nicht zu einer reinen Werbeplattform fürs eigene Unternehmen verkommen, sondern einen echten Mehrwert bieten? Dann helfen diese fünf Tipps von Miriam Rupp!
Weiterlesen auf medienrot.de >>

Geschäftsmann, soziales Netzwerk, NetworkingWenn Personaler im August kommunizieren, dann hat Sebastian Dietrich hat auch für diesen Monat die Kommunikationsarbeit der PersonalerInnen unter die Lupe genommen – und mit einem Augenzwinkern für uns zusammengefasst!
Weiterlesen auf medienrot.de >>

fotolia-62299585-c-arabes69-video10 Ideen für spannenden Video-Content: Videos sind der Bonustrack auf dem Album der Content-Komposition in der Unternehmenskommunikation, findet Jens Stoewhase und präsentiert zehn Ideen für spannende Bewegtbild-Inhalte.
Weiterlesen auf medienrot.de >>

– TIPPS & TOOLS –


Youtube verstehen: Stefanie Aßmann erklärt, wie das Videoportal funktioniert. Außerdem lohnt es sich, einen Blick auf die Ergebnisse der YouTube Global Audience Study zu werfen: Mehr als die Hälfte der YouTube-NutzerInnen ist 35 Jahre und älter. Das Marktforschungsinstitut Ipsos fand außerdem heraus, dass mehr Männer (57%) als Frauen Videos auf YouTube konsumieren.
lead-digital.de >>kress.de >> (YouTube Global Audience Study)

Influencer suchen und erreichen: Beim Influencer Marketing geht es nicht mehr “um die anonyme Ansprache der Masse, sondern um den Aufbau von Beziehungen zwischen Menschen”, attestiert Falk Hedemann und erläutert, was Influencer eigentlich sind und wie man sie findet.
upload-magazin.de >>

Infografiken für Überflieger: Sie sind die Durchstarter der letzten zwei Jahre –  Infografiken. Das Prinzip, eine Information über eine Grafik zu transportieren, lässt sich auch auf das Medium Film adaptieren. Welchen Mehrwert das bietet, erläutert Jens Gronek.
wildcard-blog.de >>

Mit Online-Pressemitteilungen zum Erfolg: Sie sprühen vor Mehrwert, sind audio-visuell und stellen wertvolle Touchpoints her. So fasst Michael Schirrmacher die wichtigsten drei Merkmale erfolgreicher Online-Pressemitteilungen zusammen.
pr.pr-gateway.de >>

Wearable Technology, wie vernetzte Uhren (Smartwatches) sind spätestens seit der laufenden IFA ein großes Thema. Heute Abend schauen alle auf das Presse-Event von Apple. Beobachter erwarten, dass der Konzern endlich die iWatch vorstellt. Gerade auch Kommunikatoren sollten sich mit diesen Technologien beschäftigen, findet Adrian Rosenthal, Head of Digital & Social Media bei MSL Germany, und hat zehn Vorschläge, wie man Wearables für die Kommunikation nutzen kann.
mslgroup.de >>

Digitalien und Unternehmen 2.0: “Das digitale Unternehmen der Zukunft wird vernetzter, intelligenter und ‘sozialer’ sein”, fasst Strategieberater Roland Berger die Folgen der Digitalisierung zusammen. Lesenswert: Bergers zehn Thesen, wie Digitalisierung und Social Media unsere Unternehmen verändern.
rolandberger.de (PDF) >>

– DAS BESTE ZUM SCHLUSS –


Mal so richtig einen Urlaub faken: Die Holländerin Zilla van den Born hat fünf Wochen lang ihre Freunde und Familie geleimt, in dem sie auf Facebook einen ausgedehnte Südostasienreise vorgetäuscht hat. Tatsächlich saß sie daheim in Amsterdam und protokollierte dieses Social Media Experiment. Fazit: Tarnen und täuschen ist einfach in sozialen Medien.
mobilegeeks.de >>

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i²-Kommunikation – Interne Kommunikation neu gedacht.

Interne Kommunikation – Das Stiefkind der Unternehmenskommunikation?

Interne Kommunikation ist weit mehr als das Versenden von Geschäftsführer-Memos oder das Veröffentlichen von Artikeln im Intranet. Thea Wulff zeigt in der neuen Reihe “i²-Kommunikation” auf, dass Interne Kommunikation Mitarbeiter nicht nur informieren sondern auch motivieren, an das Unternehmen binden und zu wertvollen Multiplikatoren machen muss. Interne Kommunikation darf daher nicht mehr alleinige Teilaufgabe einer Kommunikationsabteilung sein, sondern muss in das gesamte Unternehmen über alle Bereiche hinweg integriert werden. Aus der klassischen Internen Kommunikation wird Integrierte Interne Kommunikation = i²-Kommunikation. Im ersten Teil der neuen Serie gibt Thea Wulff einen ersten Überblick, was darunter zu verstehen ist.

Wo stehen wir?

“Die Interne Kommunkation hat die Aufgabe, Mitarbeiter über relevantes Geschehen im Unternehmen zu informieren.” Diese oder ähnliche Formulierungen findet man noch heute in einigen Fachbüchern, die sich in einem kurzen Kapitel mit dem Stiefkind der Unternehmenskommunikation beschäftigen. Und leider lässt sich beim Blick in verschiedene Unternehmen, NGOs, Vereine, Parteien und all die verschiedenen Gruppen, die gemeinsame Ziele verfolgen, feststellen, dass dieser Bereich auch in der Praxis ebenso stiefmütterlich behandelt wird und meist nicht mehr als das Versenden von Vorstandmemos umfasst. Interne Kommunkation kann aber sehr viel mehr als nur Informieren. Und in Zeiten wie diesen muss sie auch mehr können. Dafür braucht man nicht unbedingt viel Geld. Leidenschaft, Menschenkenntnis, ein gewisses journalistisches Talent, technischer Sachverstand und viel Wissen rund um das Unternehmen sind erst einmal ausreichend. Aber dazu erst später mehr.

Wir arbeiten in einer Zeit, in der die Qualität der Produkte und Dienstleistungen, die wir anbieten, oder die Erreichung unserer gemeinsamen Ziele immer weniger von der Zuverlässigkeit einzelner Maschinen abhängt. Der langfristige Erfolg von Organisationen basiert auf der Kreativität, Innovationskraft und Motivation der Mitarbeiter bzw. Mitglieder. Um diese drei Fähigkeiten oder Kräfte auf dem höchsten Level zu halten, brauchen Mitarbeiter oder Mitglieder mehr als Informationen.

Wo wollen wir hin?

Eine professionelle an der Strategie der Organisation oder des Unternehmens ausgerichtete Interne Kommunkation kann heutzutage zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil werden. Dies gilt für Unternehmen (und lässt sich auf jede andere Organisation übertragen) …

… insbesondere dann, wenn Personaler bereits vom “War of Talents” sprechen und damit meinen, dass qualifizierte Bewerber den Unternehmen nicht mehr die Tür einrennen und es somit wichtiger denn je ist, Mitarbeiter an ein Unternehmen zu binden.

… insbesondere dann, wenn Mitarbeiter über die Flut an E-Mails stöhnen und damit eigentlich meinen, dass sie die Fülle von ungefilterten und unstrukturierten Informationen nicht mehr verarbeiten können.

… insbesondere dann, wenn Unternehmen wachsen und sich Mitarbeiter immer weniger mit ihrem Arbeitgeber und dessen Stratgie indentifizieren können, weil die zentral vorgegebene Unternehmensphilosphie nationale und lokale Besonderheiten einzelner Standorte nicht überwinden kann.

… insbesondere dann, wenn Unternehmen immer seltener mit Mitarbeiter Max Mustermann mit dem unbefristeten Arbeitsvertrag zu tun haben und stattdessen wichtige Projekte mit Freien oder kurzfristig Beschäftigten umsetzen müssen.

… insbesondere dann, wenn die Zeitspannen, innerhalb derer Entscheidungen aufgrund einer neuen Informationslage überdacht werden müssen, immer kleiner werden.

… insbesonder dann, wenn niemand mehr bestreiten kann, dass alle Mitarbeiter oder Mitglieder einer Organisation zu den wichtigsten Multiplikatoren für alle externen Kommunikationsmaßnahmen gehören.

Und ganz besonders dann, wenn man in einem Unternehmen oder einer Organisation immer häufiger die Frage hört: “Warum weiß ich denn davon nichts?”

Und wenn wir wissen, dass diese Liste sehr unvollständig ist.

Wer kann was?

Ohne Zweifel sind Pressesprecher und Kommunikationsexperten in einer Organisation meist am besten qualifiziert, um relevante Informationen gehaltvoll, verständlich und attraktiv aufzubereiten. Aber sind sie in einer Organisation tatsächlich die einzigen Experten für Wissens- und Ideenmanagement, Mitarbeitermotivation und -bindung sowie den Aufbau von Infrastruktur, die eine Partizipation nicht nur ermöglicht sondern auch befördert? Oder anders gefragt: Sollte es tatsächlich alleine Teilaufgabe der Kommunikationsabteilung sein, all diese Herausforderungen zu bewältigen?

Ich meine Nein. Die Aufgabe einer Abteilung oder einer Stabsstelle für Interne Kommunikation sollte in heutigen Zeiten nicht die Information der Mitarbeiter oder Mitglieder, sondern lediglich die Steuerung oder Begleitung dieses Prozesses sein. Konkret heißt das: Alle Aufgaben, die sich in einer modernen Organisation der Internen Kommunkation stellen, müssen von allen Bereichen der Organisation – von der Poststelle über die Buchhaltung bis zur Leitung – aktiv bewältigt werden. Die Experten aus der Pressestelle oder Kommunikationsabteilung sind hierfür wichtige Berater, Lehrmeister und Ideengeber. Und sie sind diejenigen, die auf der inhaltlichen Ebene eine wichtige Führungs- und Steuerungsfunktion übernehmen müssen.

So wie Philip Kotler (>> Wikipedia) bereits vor vielen, vielen Jahren ein im Unternehmen bzw. in der Organisation integriertes Marketing beschrieb und damit von allen Abteilungen – statt nur von der Marketing-Abteilung – verlangte, im Sinne des Kunden zu denken und zu handeln, muss auch die Interne Kommunikation langfristig in die gesamte Organisation integriert werden. Alle Mitglieder und Bereiche müssen in der Lage sein, für die jeweiligen internen Zielgruppen in einer Organisation, Informationen verständlich aufzubereiten und darüberhinaus nachhaltig bereitzustellen. Das arme kleine Stiefkind “Interne Kommunkation” sollte deshalb umgetauft werden in “Integrierte Interne Kommunkation”. Und auf dem nächsten Familienfoto sollte es ganz vorn in der ersten Reihe stehen.

In den folgenden Artikeln dieser Serie beschäftige ich mich mit den Grundregeln einer guten Internen Kommunikation und gebe Tipps und Hinweise, wie man alle Mitglieder einer Organsation zu “Redakteuren der Internen Kommunikation” macht.

Randbemerkung der Autorin: Mein männlicher Auftraggeber merkt bei meinen Artikeln immer wieder an, ich würde stets die weibliche Form von Personalern, Geschäftsführern und sonstigen Berufbezeichnungen vergessen. Tue ich nicht. Ich verzichte ganz bewusst auf große Is in Wörtern, weil ich der Lesbarkeit meiner Artikel Vorrang gebe. Ich bin Frau und klug genug, um zu wissen, dass es viele sehr gute und sehr erfolgreiche Personalerinnen und Geschäftsführerinnen in dieser Welt gibt. Und bisher hat mich noch niemand davon überzeugt, dass es noch mehr davon geben wird, wenn ich große Is in Wörter packe.

Hier finden Sie alle bisher erschienenen Ausgaben zu “i²-Kommunikation”:
Teil 1: i²-Kommunikation – Interne Kommunikation neu gedacht. >>
Teil 2: Jammern oder Yammern? >>
Teil 3: “Und jetzt bitte alle!” – die Einführung von Microblogging >>
Teil 4: Von der Spielwiese zum Unternehmensnetzwerk >>
Teil 5: Fakten, Fakten, Fakten >>

Über die Autorin: Thea Wulff (geb. 1980) studierte zunächst Medien- und Kommunikationswirtschaft an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Nach ihrem Abschluss baute Wulff ab 2003 die Abteilung Unternehmenskommunikation für den TV-Produzenten GrundyUFA auf. 2007 folgte der Auftrag zum Aufbau einer unternehmensinternen Aus- und Weiterbildungsstätte für Mitarbeiter, die sie inzwischen zur Personalentwicklung ausbaute. 2011 machte Wulff einen weiteren Abschluss an der FH Deggendorf zur Human Resources Managerin. Aktuell verantwortet Wulff die Leitung der Bereiche Unternehmenskommunikation und Personalentwicklung. Im April 2013 erschien über medienrot ihr eBook “Über den roten Teppich an die Bar” – ein kompakter Leitfaden für die Planung und Organisation von Firmenevents und ähnlichen Veranstaltungen.

HR-Trends 2021: Corporate Wellbeing, Personal Branding, Fairness und Diversity

Foto: © AdobeStock/weedezign

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es stellt sich die Frage, welche Veränderungen 2021 für die Arbeitswelt mit sich bringt. Die neuesten Entwicklungen im HR-Bereich sind nicht nur für PersonalerInnen spannend, sondern auch für Angestellte, CEOs und FreelancerInnen. Flexible Arbeitsorte und Arbeitszeitmodell oder nachhaltiger MitarbeiterInnen-Zusammenhalt in Remote-Work-Zeiten gewinnen an Relevanz. Acht Personal-ExpertInnen geben einen Ausblick auf die HR-Trends, die 2021 wichtig werden.

HR-Leseliste für September 2020

Foto: © AdobeStock/mapoli-photo

Auch im September muss sich niemand langweilen, denn es gibt einiges zu lesen zu den Themen Resilienz, toxische Positivität, ethische Führung, OKRs, Manager.readme, und die DIN für Video-Interviews.

HR-Leseliste für Mai 2020

Foto: ©AdobeStock/agcreativelab

Auch für den Mai kann ich der geneigten Leserschaft einige Isolationsliteratur ans Herz legen. Dieses Mal geht es unter anderem um Fokus und Corona, ermüdende Videokonferenzen, den SARS-CoV2-Arbeitsschutzstandard, die Relevanz von Zeugnissen, die Bedeutung des Begriffs New Work, das Spotify-Modell und die Wirksamkeit von Management.

Corporate Influencer, Studierendeninitiativen, PR-Beratung vong A bis Z

Interview: Corporate Influencer und die Chancen für Unternehmen
Klaus Eck, Geschäftsführer der Agentur d. Tales, glaubt fest an den Erfolg, wenn Unternehmen einen Teil ihrer MitarbeiterInnen als Sprachrohre gewinnen können. Die Corporate Influencer schließen, seiner Meinug nach, die Lücke zwischen dem abstrakten Corporate Content und dem Marketing der Personaler. Die Firmenbotschafter sind im Netz bestenfalls persönlicher und nahbarer unterwegs.
pressesprecher.com >>

Erfahren, was der Nachwuchs erwartet
Die KollegInnen vom PR Journal ziehen gemeinsam mit der GPRA durch die Lande und hören verschiedenen studentischen Initiativen der PR-Studiengänge zu, um mehr über die Wünsche und Vorstellungen der Studierenden zu erfahren, wenn es um die Berufseinstieg bei Agenturen geht. Im Juli traf man sich in Mainz mit den studentischen PR-Initiativen kommoguntia (Mainz) und KOMMON (Darmstadt). Ein ausführlicher Bericht zeigt, was „diesen jungen Leuten“ wichtig ist: Wertschätzung in Form eines fairen Gehalts, Flexibilität, Weiterentwicklung und Überblick.
pr-journal.de >>

Die Arbeit von PR-Profis von A bis Z
Stefan Schütz war viele Jahre in PR-Agenturen beschäftigt und wechselte zu Juli dieses Jahres in eine Unternehmenskommunikation. Kurz vor seinem Wechsel schrieb er für Newcomer in alphabetischer Reihenfolge auf, wie man seinen Job als PR-Mensch sinnvoll über Stichworte meistern kann. Das ist natürlich alles nur halbernst gemeint, vong Inhalt her.
pr-stunt.de >>

KW06-2019: Travel Tech, steinzeitliche HR-Methoden und der grünste rote Teppich aller Zeiten

Liebe Leserinnen und Leser,

willkommen zur neuen Ausgabe unseres Newsletters! Dieses Mal geht es u.a. um Travel Tech, steinzeitliche HR-Methoden und den grünsten roten Teppich aller Zeiten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit diesen Themen.


– PODCAST –


Die Goldenen Blogger 2018 wurden Ende Januar in Berlin verliehen. Am Ende der Veranstaltung fragte Jens Stoewhase den Radioreporter Ron Stoklas, Mitglied der Wortredaktion des Berliner Radios FluxFm, wie er den Abend wahrgenommen hat. Ein paar Tipps gibt es auch…
Nachhören auf medienrot.de >>; bei spotify.com >>; bei iTunes >>; per RSS >> oder auf soundcloud.com >>


– WISSEN FÜR PROFIS –


Die Zukunft des Reisens muss grüner sein, findet Eva Kütscher, Campaign Manager bei der Kommunikationsagentur Oseon, und nimmt uns mit auf einen spannenden Ausflug in die Welt der Travel Tech.
Weiterlesen auf medienrot.de >>

 

Willkommen in der Steinzeit! medienrot-Kolumnist Sebastian Dietrich startet mit einer neuen Rubrik in das Jahr: Er sammelt künftig Artikel, Ideen und Methoden aus der HR-Steinzeit, die es – wie durch ein Wunder – in das Internet des Jahres 2019 geschafft haben. Fröhliches Zeitreisen!
Weiterlesen auf medienrot.de >>

 

Schnell & einfach – mit dem WhatsApp-Channel von medienrot bekommen Sie Infos rund um die PR- und Kommunikationsbranche direkt aufs Smartphone. Einfach anmelden und schon geht es los. whatsbroadcast.com >>


– AKTUELLES –


Danke und tschüß! Bundeskanzlerin Angela Merkel verabschiedet sich mit einem 30 Sekunden langen Video von der „lieben Facebook-Gemeinde“. Sie schließe ihre Facebook-Seite, weil sie nicht mehr CDU-Vorsitzende sei. Ihre Arbeit als Bundeskanzlerin könne man weiterhin über die Facebook-Seite der Bundesregierung verfolgen.
facebook.com >>

„Journalism, Media and Technology Trends and Predictions 2019“: NutzerInnen werden sich 2019 gegen Paywalls wehren, wenn die Content-Qualität nicht stimmt, und entweder auf die Texte verzichten oder schwache Paywalls technisch umgehen. Zu dieser Prognose kommt die aktuelle Studie des Reuters-Instituts.
digitalnewsreport.org >>; heise.de >>

Knappe Entscheidung im PR-Kreativ-Ranking 2018: Die Hamburger Agentur achtung! gewinnt den ersten Rang mit knappem Vorsprung (204) von vier Punkten auf den Zweitplatzierten Jung von Matt (200). Auf Platz 3 landet fischerAppelt (112).
pr-journal.de >>

Gründerzeiten: Die Ex-365 Sherpas-Geschäftsführer Heiko Wiese und Klaus Harbers gründen die Strategieberatung „No Drama“, die in Berlin und Heidelberg stationiert ist. Auch Victoria Wagner, zwischen Juli 2016 bis Dezember 2017 CEO von Ketchum (Pleon) in Deutschland, hat sich selbstständig gemacht – mit der Strategieberatung „Alternativlos“.
prreport.de >> („No Drama“); horizont.net >> („Alternativlos“)

Die Agentur Kiani & Kiani für Content Marketing und Events haben die Autorinnen und Schwestern Wäis Kiani und Violet Kiani haben aus der Taufe gehoben. Zum Kundenstamm gehören u.a. Neff Küchen Schweiz und die Dermatologin Dr. Liv Kraemer.
werbewoche.ch >>


– PERSONALIEN –


Im vergangenen November wurde bekannt, dass Tino Krause Mediacom nach nur eineinhalb Jahren als CEO wieder verlässt (wir berichteten). Nun ist offiziell: Krause wird offiziell ab Februar 2019 Country Director DACH bei Facebook.
handelsblatt.com >>

Julia Jäkel übernimmt den Vorsitz der Bertelsmann Content Alliance. Diese startet am 1. Februar und steuert die Zusammenarbeit aller Inhaltegeschäfte des Konzerns – von G+J über die Mediengruppe RTL bis zur TV-Produktionsfirma UFA. Es sollen bereichsübergreifend neue Formate entstehen.
kress.de >>

medienrot bei LinkedIn: Künftig halten wir Sie auch im Business-Netzwerk LinkedIn auf dem Laufenden und liefern Ihnen dort regelmäßig einen Überblick zu den Trends und Entwicklungen der Kommunikationsbranche. Also, schauen Sie vorbei, folgen Sie uns und bleiben Sie informiert!
linkedin.com >>

Die Agentur Avantgarde holt die ehemalige Burda-Chefredakteurin Katja Hertin als Director of Storytelling ins Münchner Headquarter der auf Live-Kommunikation spezialisierten Agentur.
wuv.de >>

Simone Schulz hat die Leitung der Unternehmenskommunikation der Schweizer Goldbach Group Anfang des Jahres an Iris Blättler übergeben. Schulz leitet nun das Brand&Content-Marketing-Team.
persönlich.com >>

In eigener Sache: Landau Media hat zum 1. Februar 2019 sein Business Development an Oliver Plauschinat übergeben.
medienrot.de >>


– TIPPS & TOOLS –


Der überzeugendste Manager-Auftritt 2018 gelang Telekom-Vorstandschef Timotheus Höttges mit seiner Präsentation auf der Hauptversammlung des Unternehmens – laut dem Dresdner Modell für die Analyse von Management-Kommunikation (DMAMK) .
tu-dresden.de >>; prreport.de >>

Social Selling soll KundInnen über soziale Netzwerke erreichen. Das erhöht die Verkaufschancen für den Vertrieb. Wie Social Selling funktioniert, erklärt Springer-Autorin Eva-Susanne Krah.
springerprofessional.de >>

Timing ist alles – gerade in der Pressearbeit. „Mitunter entscheidet der Zeitpunkt, ob aus einer Pressemitteilung eine Nachricht wird – oder ein Fall für den Papierkorb“, weiß Journalist Claudius Kroker.
pressesprecher.com >>

Klicktipp: Die Zuger Kantonspolizei will bürgernäher werden und berichtet deshalb seit Anfang Februar auf Twitter, Facebook und Instagram über aktuelle Ereignisse und gibt Einblicke in ihre tägliche Arbeit.
persoenlich.com >>

Hörtipp: Mit „Dinner in Berlin“ bringen Axel Springer und die Online Marketing Rockstars bringen ein gemeinsames Podcast-Diskussionsformat an den Start. Die Gäste der ersten Folge: CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer, Grünen-Politiker Cem Özdemir, Palantir-Mitgründer Alex Karp, DexLeChem-Gründerin Sonja Jost und Juniqe-Gründerin Lea Lange.
axelspringer.com >>; dinnerberlin.com >>


– BRANCHENTERMINE –


06.02.2019, Berlin
Mediensalon: Der Fall Relotius und die Folgen für die Glaubwürdigkeit des Journalismus >>

07.02.2019, Berlin
Digital Talents – Die Jobmesse für die Digitalszene >>

13.02.2019, Frankfurt am Main
DGFP-Kompetenzforum „HR-Kommunikation“ >>

Wichtige Branchentermine finden Sie laufend aktualisiert in unserem praktischen und aktuellen Branchenkalender >>


– DAS BESTE ZUM SCHLUSS –


Der grünste rote Teppich aller Zeiten erwartet die Berlinale-BesucherInnen ab Donnerstag in Berlin. Die Teppiche vor den Hauptspielstätten wurden aus recycelten Fischernetzen, abgenutzten Teppichen und ausgemusterten Fehlproduktionen hergestellt.
tagesspiegel.de >>

Stellenanzeigen von Agenturen

Foto: Fotolia/AYAimages

Stellenanzeigen werden gerne totgesagt. Nach meinem Empfinden ist zwar das Gegenteil der Fall, aber sie wirken tatsächlich meist zumindest blutleer. Auch in der Agenturszene: Sie sind oft formelhaft wie Arbeitszeugnisse, und wenn mal einer aus der Reihe tanzt, ist das direkt eine Meldung in der W&V wert.

Auf der Suche nach einer systematischen Analyse von Stellenanzeigen in Deutschland stoße ich auf viele Treffer, die Bewerbern erklären, wie sie Stellenanzeigen richtig zu interpretieren haben. Dabei wollen Arbeitgeber doch, dass sich Talente interessieren. Sie kommunizieren dennoch oft, was sie glauben, wer sie als Arbeitgeber sind – statt sich auf die Sicht des möglichen Bewerbers einzulassen. Wie würden Journalisten über meine Agentur als Arbeitgeber berichten? Mit dieser externen Perspektive würde ich mich auseinandersetzen. Potenzielle Bewerber tun das schließlich auch.

Bisweilen mache ich – im Auftrag von Agenturen – vertrauliche Recherchen, um herauszufinden, wie es um ihre Arbeitgebermarke steht, heißt: Wie ihre Mitarbeiter und ehemalige Kollegen von ihnen denken. Selbst Mitarbeiter verfallen im Gespräch (und vor allem in offiziellen Interviews) über das eigene Unternehmen in formelhaftes Geschwätz, von dem sie glauben, dass ihre Personalabteilung das so ganz gerne hören würde, weil das auch so in der Stellenanzeige steht. Aber sind solche Enthusiasten glaubwürdige Botschafter, die Interesse wecken und Vertrauen aufbauen? Agenturchefs erlebe ich im Vorgespräch manchmal als erschreckend pessimistisch, sie vermuten als Ergebnis der Recherche vor allem Kritik. Dabei ist das Feedback am Ende oft sehr ausgewogen und liefert Ansätze, mit denen sich weiter arbeiten lässt.

Stellenanzeigen müssten „semantisch abrüsten“, formuliert Sascha Theisen in einem wertvollen (und seltenen) Whitepaper zu dem Thema, das er bereits 2016 veröffentlicht hat. Er vermisst in den Anzeigen Relevanz, Differenzierung und Dialogbereitschaft. Wer schreibt schon gerne mit jobs@xxx.de? Und er rät: Realitäten anerkennen. Wenn wir doch wissen, dass sich junge Mitarbeiter heute nicht mehr sehr lange binden wollen, sondern in Agenturen insbesondere steile Lernkurven und Vielfalt schätzen, sich aber absehbar auch anderswo entwickeln, warum arbeiten wir nicht damit?

Stellenanzeigen müssen sich inhaltlich abheben, erst recht in der Agenturbranche, in der aus Sicht von (jungen) Bewerbern viele das gleiche tun. Die immer gleichen Phrasen, Floskeln und Bilder, die Jobsuchende nachts auswendig aufsagen können, leisten das nicht. Bewerber, die sich so im Anschreiben präsentieren, werden gar nicht erst eingeladen. Aber offenbar scheuen Arbeitgeber und ihre Personaler (auch wegen rechtlicher Bedenken?) hier noch die Differenzierung oder gar eine Provokation, anders als man das in der Produktkommunikation machen würde.

Ich erlebe in den unterschiedlichen Formaten – ob #30u30 oder PR Career Center – wie junge Kollegen auf Augenhöhe offen und differenziert über Vor- und Nachteile in ihren Agenturen oder der Arbeit auf Agentur- oder Unternehmensseite sprechen – sobald sich etwas Vertrauen und Nähe aufgebaut hat. Claims und Kampagnen sind schön, aber sie treten dann in den Hintergrund.

Arbeitgebermarken entstehen im offenen Dialog. Warum nicht in der Stellenanzeige damit schon anfangen.

Danke an Sascha Theisen für den Austausch.


nico-kunkel_150x150pxÜber den Autor: Nico Kunkel ist seit mehr als zehn Jahren professioneller Beobachter von Themen und Trends in Kommunikation, PR- und Medienindustrie. Er arbeitet als freier Journalist und Impulsgeber für Events und Netzwerke in der Branche. 2012 begründete Kunkel die PR-Nachwuchsinitiative #30u30. Er ist Herausgeber des PR Career Center, das PR-Studierende unterstützt und vernetzt. Nico Kunkel lebt in Berlin. Er twittert als @prreporter.