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Können Dinosaurier Saltos schlagen?

Bild: © Fotolia/Matthew Cole

Bild: © Fotolia/Matthew Cole

Letzte Woche war ich mit der Kress Tour „New Publishing Business“ unterwegs. Wir besuchten Start-ups, Inkubatoren, Investoren und alles was sonst noch zur hippen Szene der heutigen Unternehmensgründer gehört. Im Gespräch mit Start-ups scheint die Innovation keine Grenzen zu kennen. In kurzen Präsentationen (Neudeutsch: Pitches) präsentieren die jungen Unternehmer ihre Visionen und rühmen sich, Änderungen an ihren Produkten über Nacht zu realisieren.

Bereits in meinem mittelständischen Unternehmen können wir mit solchen Innovationsgeschwindigkeiten nicht mithalten. Wie sollen aber die Verlage, als große Dinosaurier der Medienlandschaft, mit diesen saltoschlagenden Start-ups und ihrem Innovationsdruck konkurrieren? Der Vorteil, nicht mit dem Ballast einer Unternehmensgeschichte zu starten und auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen zu müssen, macht diese Unternehmen pfeilschnell.

Nach unserer Tour bin ich mir ziemlich sicher: Die Verlagsdinosaurier können nicht innerhalb ihrer etablierten Strukturen mit dieser Innovationsgeschwindigkeit mithalten. Kein gut bezahlter Verlagsmanager würde auf seine Statussymbole verzichten, um an einer Holzplatte, die mit zwei Malerböcken als Schreibtisch dient, nachts neue Produkte zu entwickeln. Auch das Risiko, alles verlieren zu können, macht Start-ups schnell und hungrig. Eine Situation, die Unternehmen zu recht lieber vermeiden wollen.

Nur außerhalb der Verlagsstrukturen, wie z.B. im Greenhouse von Gruner + Jahr, können die Geschäftsmodelle und Produkte der Zukunft gefunden werden. Die Frage ist nur, wieviel setzt man ein, um den Weg der Zukunft zu entwickeln? Sind hier die Verlage schon mutig genug? Die Kapitalausstattung einiger dieser Unternehmen scheint, gemessen an dem traditionellen Verlagsgeschäft, doch noch etwas hasenfüßig. Eins kann man auf den ersten Blick von den jungen Start-ups lernen: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Und ein Dinosaurier lernt nur Saltos, wenn er sich wirklich anstrengt.


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Über den Autor: andrea katheder für landau media, berlin 2013Uwe Mommert ist Vorstand für Vertrieb und Produktion der Landau Media AG. Darüber hinaus ist er begeisterter Web 2.0-Fan und immer an innovativen Ideen interessiert. Für medienrot.de kommentiert Uwe Mommert regelmäßig das Mediengeschehen. Sie erreichen Uwe Mommert auch unter mommert@landaumedia.de, bei Xing und bei LinkedIn.