Newsletter

Tipps & Tools für PR- und Medienprofis

Studien Mitarbeiterführung, Personalien, UDG verkauft Performance-Marketing-Sparte an Omnicom

Foto: © Fotolia/vectorfusionart

1. Laut einer Umfrage des Beratungsunternehmens Gallup empfindet nur jede/r fünfte Mitarbeiter/in die Führungsqualitäten seines Chefs als ausreichend motivierend, um selbst eine gute Leistung zu erbringen. Zudem zeigt eine aktuelle Umfrage der Outplacement- und Karriereberatung von Rundstedt, dass AkademikerInnen eher kündigen, wenn ihnen kein Handlungsspielraum gewährt wird.
gruenderszene.de >> (Gallup); wuv.de >> (von Rundstedt)

2. +++ Personalien +++
Polizeirat Thilo Cablitz ist neuer Pressesprecher der Polizei Berlin. Der 40-Jährige ist damit zugleich Leiter der Pressestelle.
prreport.de >>

DDB Berlin erweitert seine Führungsmannschaft: Susanna Plümecke steigt bei der Agenturgruppe als Managing Director Beratung in die Geschäftsführung auf.
horizont.net >>

Der Verband der TÜV (VdTÜV) mit Sitz in Berlin hat Maurice Shahd zum Leiter Kommunikation ernannt.
presseportal.de >>

3. UDG trennt sich von ihrer Sparte Performance Marketing und verkauft dieses Geschäft an die Omnicom Media Group. Die Transaktion soll im dritten Quartal abgeschlossen werden, bedarf aber noch der Zustimmung der Kartellbehörden.
horizont.net >>

Foto: © Fotolia/vectorfusionart

Geködert

© Foto: Fotolia/avarooa

In meinem Urlaub angle ich gern. Man wirft einen Köder aus und wenn man Glück hat, zieht man einen kapitalen Fang an Bord. Allerdings bin ich diesen Urlaub auch oft geangelt worden. Ich ging so manchem Köder beim „Clickbaiting“ auf den Leim und landete auf Seiten, die zwar keine Informationen enthalten, aber trotzdem Nutzer anlocken wollen.

Clickbaiting ist nicht neu, aber bei meinem normalen Mediennutzungsverhalten werde ich nur selten geködert. Im Urlaub habe ich mich aber entschlossen, mal News-Apps wie Google News oder Flipboard zu nutzen. Diese Apps präsentieren eine Auswahl an Artikeln, die ich durch Einstellungen und tägliche Nutzung auf meine Interessen zuschneiden können soll.

Täglich blättere ich so durch viele Artikel – in der Hoffnung interessante News zu finden. Immer wieder Headlines wie „Mann wollte seine Frau aus brennendem Haus retten, doch dann kam alles anders …“ oder „Die Wahrheit über den Klimawandel, warum sie jetzt umziehen sollten …“. Relativ schnell habe ich die schlimmsten Schleuderwebsites, die hauptsächlich mit solchen Neugierködern auf Nutzerfang gehen, aus meiner Medienauswahl geworfen. Wirklich besser wird es aber nicht.

In der Zwischenzeit scheinen auch „seriöse“ Webseiten diese Ködermasche mitzubetreiben, sodass ich immer wieder auf Artikel gelockt werde, die nullkommanull Informationswert haben, aber alles versprechen. „So geht es Michael Schumacher wirklich …“ oder „Wechsel: Boateng hat sich entschlossen …“. Dort, wo neue Informationen versprochen werden, landet man in der Infowüste. Einige belanglose Sätze, dann wieder Artikelankündigungen mit noch brisanteren Informationen. So soll der Nutzer von einem Artikel zum anderen geködert werden.

Der Zukunftsforscher John Naisbitt hat mal geschrieben: „Wir ertrinken in Informationen und hungern nach Wissen“. Ich weiß jetzt genau, was er meint. Da nutze ich doch lieber eine Handvoll Webseiten, die diesen Köderquatsch nicht betreiben oder greife auf E-Paper meiner Lieblingszeitungen und Magazine zurück. Da ist auch nicht immer der beste Inhalt drin, ich werde aber nicht wie ein Dorsch geködert, um als Klick die Statistik zu verbessern.


Über den Autor: andrea katheder für landau media, berlin 2013Uwe Mommert ist Geschäftsführender Gesellschafter von Landau Media. Darüber hinaus ist der Digitalexperte begeisterter Social Media- und Technology-Jünger und immer an innovativen Ideen interessiert. Für medienrot.de kommentiert Uwe Mommert regelmäßig das Mediengeschehen. Sie erreichen Uwe Mommert auch unter mommert@landaumedia.de, bei Xing und bei LinkedIn.

GWA partnert mit Berlin School, Blogsuchmaschine, Messekommunikation

Foto: © Fotolia/vladans

1. Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) partnert mit der Berlin School of Creative Leadership. Gemeinsam starten sie ein englischsprachiges Fortbildungsangebot, das sich explizit an Führungskräfte aus Agenturen und werbungtreibenden Unternehmen richtet. Los geht’s im Oktober. In zwei Modulen, die jeweils zwei Tage dauern, soll vermittelt werden, wie Digital Leadership funktioniert.
gwa.de >>; horizont.net >>

2. Klicktipp: trusted blogs – Unternehmen und Digital-Agenturen können von den effizienten Suchfunktionen der Blogsuchmaschine profitieren und zu ihren Themen passende und verwandte Blogs recherchieren und direkt kontaktieren.
trusted-blogs.com >>

3. Das Wildcard-Team fragt nach: Wie können Unternehmen auf der IFA 2018 die Aufmerksamkeit der Presse auf sich lenken? Antworten gibt’s von den JournalistInnen selbst! Das Fazit in Kürze: „Es ist wichtig, relevante Informationen in der richtigen Form aufzubereiten und diese rechtzeitig den richtigen Pressekontakten mitzugeben. Aber auch wenn die Messe begonnen hat, bleibt keine Zeit, sich zurückzulehnen. Ein aktives Presseteam für die Bearbeitung von Presseanfragen ist für eine hohe Reichweite ihrer Themen auf der IFA 2018 ebenso notwendig.“
wildcard-gruppe.de >>

Opel ruft zum Pitch, fünf gute Gründe fürs Home Office, fünf Anwendungsszenarien für Instagram Stories

Foto: © Fotolia/gstockstudio

1. Im Rahmen des vom französischen Mutterkonzern PSA verordneten Restrukturierungsprogramms überprüft der Autobauer Opel seine Agenturbeziehungen und ruft zum Pitch – an dem dem Vernehmen nach neben den beiden Etathaltern Scholz & Friends und Heimat auch McCann Havas und Publicis teilnehmen.
horizont.net >>

2. Das US-Magazin Inc. hat aus diversen Studien fünf gute Gründe zusammengestellt, warum Firmen gut beraten sind, ihre Angestellten im Home Office arbeiten zu lassen: höhere Produktivität, geringere Fluktuation, geringere Bürokosten, geringerer Krankenstand und geringere Lohnkosten.
meedia.de >>

3. Instagram Stories – Die Social-Media-Marketingplattform Socialbakers skizziert fünf Anwendungsszenarien, mit denen Unternehmen das Potenzial des Features ausschöpfen können. Das Team rät u.a., die NutzerInnen emotional anzusprechen, mit den Followern in den Dialog zu treten und Content zur Weiterverbreitung zu teilen.
onetoone.de >>

Bravo-Mediennutzungsstudie 2018, wirtschaftlicher Effekt von PR-Kampagnen, Berufsbezeichnung PR-BeraterIn

Foto: © Fotolia/vectorfusionart

1. Jugendliche in Deutschland nutzen nicht nur das Internet, sondern haben für fast alle Medienkanäle eine Verwendung – das weit verbreitete Bild von Jugendlichen als „Smombies“, die nur auf ihr Smartphone starren, entspricht weit weniger ihrem tatsächlichen Mediennutzungsverhalten. Demnach werden Internet, soziale Medien und TV von über 80 % zwischen 10 und 19 Jahren genutzt, rund zwei Drittel hören Radio. 72 % der Mädchen lesen Zeitschriften und 67 % Bücher, bei den Jungs sind es 60 % bzw. 48 %. Nur jeder dritte Junge und jedes vierte Mädchen lesen Tageszeitungen. Das zeigt die Bravo-Mediennutzungsstudie 2018.
bauermedia.com >>; horizont.net >>

2. Der wirtschaftlich positive Effekt von PR-Kampagnen auf die Geschäftsentwicklung von Auftraggebern ist nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich, wie Frank Zimmermann mit Co-Autor Andreas Herde am Beispiel ihrer Personalberatung YeaHR zeigen.
pr-journal.de >>

3. Ist die Berufsbezeichnung PR-BeraterIn ein No-Go? „Nein“, findet pr suisse-Präsidentin Judith Lauber – aber: Es braucht neue Standards. „Es gehört zu den Aufgaben des Berufsverbandes pr suisse, das Ansehen des Berufsstandes zu fördern, das Berufsbild weiterzuentwickeln und als Organisation der Arbeitswelt (OdA) das Prüfungswesen sicherzustellen. Der Verband ist nicht untätig geblieben und begegnet dem Dschungel an Abschlüssen und Lehrgängen oder auch den Vorurteilen gegenüber der PR Branche mit einem Personenzertifikat mit ISO-Norm. pr suisse vergibt zudem den Swiss Award Corporate Communications, der leistungsfähige und wirkungsvolle Unternehmenskommunikation auszeichnet und setzt damit hoch gesteckte Berufsstandards“, so Lauber.
prsuisse.ch >>

Robert Basic, Corporate Influencer, Etats

Foto: © Fotolia/gstockstudio

1. Personalie: Robert Basic schreibt als neuer Mit-Blogger bei den MobileGeeks mit. Dabei widmet er sich der Mobilität im weitesten Sinne.
facebook.com >>; mobilegeeks.de >>

2. Im Interview mit Daniel J. Hanke, der den Beratungsbereich Digital & Publishing bei Klenk & Hoursch leitet, geht Jasmin Schade der Frage nach, ob jetzt jede Firma Corporate Influencer braucht. Hanke stellt heraus: „Mitar­beiter als Kommuni­katoren ernst zu nehmen und zu wert­schätzen, ist ja auch absolut richtig: Niemand kennt die Dienst­leistungen und Produkte besser, niemand weiß mehr über Kunden und Konsu­menten und niemand ist mit mehr Leiden­schaft und Authenti­zität dabei.“
klenkhoursch.de >>

3. +++ Etats +++
Mars vergibt seinen globalen Mediaetat im Wert von 1,4 bis 1,6 Mrd. Dollar an Group M.
twitter.com >> via horizont.net >>

Nach einem globalen Pitch verliert Carat große Teile des Mondelez-Etats an Wavemaker.
horizont.at >>

Kruger Media betreut das finnische Fashionnetzwerk Zadaa in Deutschland. Zudem übernimmt die Agentur die Lifestyle-PR für die Sportlimousine Kia Stinger.
pr-journal.de >>; pr-journal.de >>

re:publica goes Ghana, junge Talente, Kommunikationsmanagement

Foto: © Fotolia/vectorfusionart

1. Das Digitalfestival re:publica wird im Dezember zum ersten Mal auf afrikanischen Boden in Ghanas Hauptstadt Accra stattfinden. So soll – in Kooperation mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) – der Dialog zu Digitalthemen zwischen Deutschland und Afrika gestärkt werden. „Mit der re:publica Accra könnten zum Beispiel lokale und pan-afrikanische Netzwerke und Initiativen gestärkt werden, die sich für eine Überbrückung der „digitalen Kluft“ einsetzen und digitale Lösungen mit sozialem Mehrwert fördern“, so Dr. Jan Schwaab von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, Programmleiter der BMZ-Initiative „Make-IT in Africa“, die in Nigeria und Kenia Tech-Unternehmen fördert und nun unter anderem auch auf Ghana ausgeweitet werden soll.
netzpolitik.org >>

2. Laut einer Umfrage der Talent- und Organisationsberatung Korn Ferry halten es 91 Prozent der Arbeitgeber für schwierig, neu eingestellte MitarbeiterInnen der Generation Y zu halten und dauerhaft ins Unternehmen zu integrieren. Die Ergebnisse zeigen: Eröffnen sich anderswo neue Chancen, kehren vor allem junge Arbeitnehmer ihrer Firma schnell den Rücken.
wiwo.de >>

3. Kommunikationsmanagement: Was PR-Profis vom Vorbild USA lernen können, fasst Jens Christmann, Senior Global Director Corporate Affairs bei Mars Wrigley in Chicago, zusammen. Er benennt zwei Prinzipien: „Erstens, wir dürfen uns nicht nur auf die kommunikative Verpackung beschränken, sondern sollten auch den Inhalt – Strategie und Praktiken des Unternehmens – mitgestalten. Voraussetzung dafür ist, zweitens, dass wir uns an universell akzeptierten Kennzahlen messen (lassen). Und damit sichtbar und nachvollziehbar Verantwortung für den Erfolg des Unternehmens insgesamt übernehmen.“
pressesprecher.com >>

Frank Stowasser, Studie „New Storytelling“, Pinterest

Foto: © Fotolia/vladans

1. Personalie: Markenstratege Frank Stowasser übernimmt zum 1. Oktober die Position des Executive Directors Strategy bei C3 Creative Code and Content. Dort soll er den Strategiebereich von Burdas Content Marketing Agentur gruppenübergreifend führen und ausbauen.
pr-journal.de >>; horizont.net >>

2. Laut der Studie „New Storytelling“ sehen 43 Prozent der Befragten keine relevante Zukunft für Printmedien. Nur 57 Prozent der vom Meinungsforschungsinstitut Statista in einer repräsentativen Online-Umfrage im Auftrag von nextMedia.Hamburg Befragten glauben daran, dass Printmedien im Jahr 2028 noch eine Rolle spielen. Die noch alarmierendere Nachricht: Die junge Altersgruppe sieht eine Ablösung durch Smartphone und Co. schon früher.
meedia.de >>

3. Pinterest erhöht die Sichtbarkeit von Unternehmen organisch. Deshalb sollten Unternehmen die globale Community, die das soziale Netzwerk bietet, in ihrem Mediaplan nicht vernachlässigen, rät Frederike Busch bei t3n. Die bildgewaltigen Kanäle wie Pinterest und Tumblr halten viele Chancen bereit.
t3n.de >> via osk.de >>

Messenger-Studie, Blinkist, Top-Twitter-Ökonomen

Foto: © Fotolia/gstockstudio

1. Einer Studie des Digitalverbandes Bitkom zufolge werden Messenger fast ausschließlich für die Kommunikation von privat zu privat genutzt. Demnach empfangen nur 16 Prozent der NutzerInnen Nachrichten oder Eilmeldungen über Messenger, nur 10 % nutzen Messenger für den Kontakt mit Firmen.
bitkom.org >>

2. Mit der App Blinkist lassen sich die Kernaussagen von über 2.000 internationalen Sachbuch-Bestsellern aufs Smartphone holen. Besonders beliebt ist sie deshalb bei ManagerInnen und UnternehmensberaterInnen. Robyn S. Kerkhof erläutert des Konzept der App, die in Deutschland noch ein Geheimtipp ist.
blinkist.com >>

3. Klicktipp: Soziale Medien helfen, gesellschaftspolitische Themen zu setzen. Das nutzen nicht nur PolitikerInnen. Die Capital-Redaktion listet, welche deutschen Ökonomen den größten Einfluss auf Twitter haben.
capital.de >>

Milko Malev, Kinder-Medien-Studie 2018, Agilität

Foto: © Fotolia/vectorfusionart

1. Personalie: Die Dmexco rüstet kommunikativ auf – für den neu geschaffenen Posten des Directors Communications & Media konnte die Kölner Digitalmesse Milko Malev gewinnen. Als Director Communications & Media ist er künftig für die Bereiche Marketing, Social und Paid Advertising sowie Content Marketing, PR und Events verantwortlich.
horizont.net >>

2. Analoger als man meint: Laut Kinder-Medien-Studie 2018 lesen drei Viertel aller Kinder zwischen vier und 13 Jahren mehrmals in der Woche Bücher oder Zeitschriften auf Papier. Demnach spielten elektronische Endgeräte und Lesemedien in keinem Alter eine besondere Rolle. Digitale Beschäftigung an Tablet, Smartphone oder Computer nimmt laut der Studie mit dem Alter an Bedeutung zu – im Alter von 9 bis 10 öffnet sich die digitale Welt Schritt für Schritt. Dann werden beispielsweise klassische Spiele wie etwa Puzzeln auf digitalen Geräten ergänzt. Zudem würden bei Radio und Fernsehen kostenpflichtige Streaming- und kostenlose Videodienste im Laufe der Zeit interessanter.
kinder-medien-studie.de >>; tagesschau.de >>; horizont.net >>

3. Digitale Transformation: Für bernetblog erklärt Fabienne Stoll, was hinter dem Allerweltsbegriff Agilität steckt und was er für die Kommunikation bedeutet. Ausgehend von den agilen Werten (Individuen und Interaktionen, funktionierende Lösung, Zusammenarbeit mit dem Kunden, Reaktion auf Veränderung) stellt sie agile Methoden vor. Ihr Fazit: „Agilität bietet für Kommunikationsagenturen und -abteilungen grosses Potenzial.“
bernet.ch >>