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Aktuelles bei medienrot

„Salon FUNKE“: Verlegerin Julia Becker und Moderator Jörg Thadeusz starten gemeinsamen Podcast

FUNKE-Verlegerin Julia Becker startet ihren ersten Podcast: Gemeinsam mit Moderator Jörg Thadeusz lädt sie ab sofort in den „Salon FUNKE“ ein. Gast der Premieren-Folge ist FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

„In unseren ‚Salon FUNKE‘ laden wir Gäste aus Nordrhein-Westfalen, Deutschland und der ganzen Welt ein. Wir wollen Menschen treffen, die im Gespräch sind. Und die sich auf ein wirkliches Gespräch mit uns einlassen“, beschreibt Julia Becker, Verlegerin und Aufsichtsratsvorsitzende von FUNKE, die Idee des Podcasts. In dem neuen Format tritt Julia Becker als Fragende auf und nicht – wie in ihrer Verlegerinnen-Rolle – als jemand, der Antworten gibt.

Produziert wird „Salon FUNKE“ vom Podcast-Team der NRW-Regionalmedien, ausgespielt werden die Folgen dann auf allen journalistischen Portalen des Konzerns und über die bekannten Anbieter wie Spotify, Google Podcasts und Apple Podcasts Eine neue Episode gibt es an jedem dritten Freitag eines Monats. Gast der Juli-Folge wird Schauspieler Heino Ferch sein.

Hier geht es zum Podcast >>

Quelle: PM FUNKE Mediengruppe

TRES BIEN – Ein Start-up für Start-ups

Guillaume Champeau (links) und Ruben Elstner (Foto: © TRES BIEN GmbH)

Obwohl sich frühes Investment in die Marke nachhaltig auszahlt, bleibt der Markenaufbau bei neu gegründeten Unternehmen oft auf der Strecke. Zu wenig Zeit und zu wenig Erfahrung, um es selbst zu machen; zu wenig Geld, um eine Agentur zu beauftragen. Denn diese arbeiten häufig nicht unter einem bestimmten Paketumfang und wissen oft nicht um die besonderen Anforderungen in der Frühphase. Doch gerade, wenn ein neues Segment oder ein neues Geschäftsmodell erschlossen wird, ist der Wettbewerb besonders hart umkämpft. Häufig gewinnt am Ende die stärkste Marke.

Eine Lücke, die TRES BIEN schließen möchte. Die Münchner Agentur wurde 2020 von den zwei ehemaligen Start-Up-Kreativen Guillaume Champeau und Ruben Elstner gegründet und bietet gezielte Dienstleistungen zu fairen Preisen. Namhafte Start-ups wie air up, happybrush, Just Spices und Every Foods vertrauen bereits auf die Services der Start-up-Agentur.

Quelle: PM TRES BIEN GmbH

Reuters Report 2022: Deutsche sind nachrichtenmüde

Das Interesse an Nachrichten ist in Deutschland deutlich gesunken – nur noch 57 Prozent der erwachsenen Internetnutzenden interessieren sich für Informationen über das aktuelle Geschehen. Das sind zehn Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Am deutlichsten ist der Rückgang in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen, in der sich nur 31 Prozent für Nachrichten interessieren, was einem Minus von 19 Prozentpunkten entspricht. Gleichzeitig steigt der Anteil derjenigen, die zumindest gelegentlich versuchen, den Nachrichten aus dem Weg zu gehen, auf 65 Prozent.

Themenmüdigkeit, das Hervorrufen schlechter Laune und Erschöpfung aufgrund der Vielzahl an Informationen sind die Hauptgründe hierfür. Zudem empfinden insbesondere junge Menschen Nachrichten für sie persönlich nicht als wichtig oder nützlich; sie haben den Eindruck, mit den Informationen nichts anfangen zu können, und finden es oft schwer, sie zu verstehen. Dennoch werden nach wie vor viele Menschen von Nachrichten erreicht: Die wöchentliche Nutzung bleibt auf einem hohen Niveau stabil.

Das sind Ergebnisse des Reuters Institute Digital News Report 2022, dessen deutsche Teilstudie vom Leibniz-Institut für Medienforschung in Hamburg durchgeführt wurde. Insgesamt basiert die Studie auf 93.432 Befragten aus 46 Ländern auf sechs Kontinenten. Die Befragung wurde im Januar/Februar 2022 durchgeführt.

Nachrichtenmüdigkeit unter deutschen Onlinern
In der langfristigen Betrachtung ist das Nachrichteninteresse tendenziell rückläufig. 57 Prozent der erwachsenen Internetnutzenden in Deutschland sagen im Jahr 2022, dass sie sehr oder überaus an Nachrichten interessiert sind (2021: 67 %). Gleichzeitig versucht jeder zehnte Onliner im Alter ab 18 Jahren oftmals bewusst, den Nachrichten aus dem Weg zu gehen; 65 Prozent zumindest gelegentlich. Diese Zahlen haben sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre in allen Altersgruppen deutlich erhöht.

Die Berichterstattung zu Themen wie Politik und Corona häufig als zu viel empfunden und ist die am häufigsten genannte Ursache der Nachrichtenvermeidung (47 %). Negative Auswirkungen auf die Stimmung und Erschöpfung aufgrund der Vielzahl an Nachrichten sind weitere häufig genannte Gründe. Hierin unterscheiden sich die Altersgruppen kaum. Auffällig sind die vergleichsweise hohen Anteile unter den 18- bis 24-Jährigen, die als Grund angeben, dass Nachrichteninhalte zu Streitigkeiten führen (21 %), und die das Gefühl haben, mit den Informationen nichts anfangen zu können (16 %) bzw. sie nicht zu verstehen (10 %).
Trotz dieser Entwicklungen ist der gesamte Anteil der erwachsenen Internetnutzenden in Deutschland, die mindestens mehrmals pro Woche Nachrichten lesen, hören oder schauen, mit 92 Prozent stabil (2021: 92 %).

Internet überholt Fernsehen als reichweitenstärkste Quelle für Nachrichten
Um sich über aktuelle Ereignisse vor der eigenen Haustür, in Deutschland und in der Welt zu informieren, verwenden die meisten erwachsenen Onliner in Deutschland 2022 das Internet. Mit 68 Prozent wöchentlicher Reichweite hat es sich vor das Fernsehen mit 65 Prozent geschoben. Im vergangenen Jahr 2021 lagen beide Gattungen mit jeweils 69 Prozent noch gleichauf.

Insgesamt dominieren traditionelle Nachrichtenanbieter die Nachrichtennutzung im Netz. 47 Prozent lesen, schauen oder hören regelmäßig die Inhalte etablierter Nachrichtenseiten; bei den 18- bis 24-Jährigen sind es 49 Prozent. In dieser Altersgruppe sind jedoch soziale Medien mit 55 Prozent die am weitesten verbreitete Quelle für Nachrichteninhalte im Internet. Für 39 Prozent unter ihnen sind sie auch die wichtigste Ressource für Nachrichten, was einem Anstieg von 14 Prozentpunkten entspricht.

Internationaler Vergleich: Vertrauen in Nachrichten leicht rückläufig
Nachdem sich im Corona-Jahr 2021 in mehreren der an der Reuters-Studie beteiligten Länder ein Anstieg des Vertrauens in Nachrichten beobachten ließ, hat sich dieser 2022 teilweise wieder abgenutzt. In Deutschland war zu Beginn des Jahres 2022 die Hälfte der erwachsenen Onliner der Ansicht, man könne dem Großteil der Nachrichten in der Regel vertrauen. Das sind drei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr 2021 (53 %), jedoch fünf Prozentpunkte höher als vor der Pandemie. Im internationalen Vergleich gehört Deutschland zu dem Drittel der Länder mit dem höchsten Vertrauen in Nachrichten.

Unter den abgefragten Marken, die den Befragten bekannt sind, sind auch 2022 die Hauptnachrichten „Tagesschau“ und „heute“ der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Angebote mit den höchsten Vertrauenswerten. Zu den Top 3 zählen auch regionale bzw. lokale Tageszeitungen.

Steigende Reichweite von Nachrichten auf Instagram und TikTok – WhatsApp, YouTube und Facebook verlieren
Die am weitesten verbreiteten sozialen Medien sind WhatsApp, YouTube und Facebook. Diese drei Plattformen sind auch die Angebote in dieser Kategorie, die von den meisten regelmäßig verwendet werden, um Nachrichten zu suchen, zu lesen, anzuschauen, zu teilen oder um darüber zu diskutieren (WhatsApp 15 %, YouTube 14 %, Facebook 17 %). Im Vergleich zum Vorjahr haben Nachrichten auf allen drei Plattformen an Reichweite verloren (2021: WhatsApp 17 %, YouTube 16 %, Facebook 18 %). Ein tendenzieller Anstieg deutet sich hingegen bei Instagram (8 %) und TikTok (2 %) an.

In sozialen Medien geht Berichterstattung vor Meinungsäußerung durch JournalistInnen
Hinsichtlich der Frage, wie die journalistische Nutzung sozialer Medien gestaltet sein sollte, sind die Einschätzungen der Befragten jedoch altersabhängig. Insgesamt sind 52 Prozent der Ansicht, es wäre besser, Journalistinnen und Journalisten blieben bei der Nachrichtenberichterstattung, während 31 Prozent finden, dass sie dort neben der Berichterstattung auch ihre persönliche Meinung äußern können sollten. Mit steigendem Alter werden die jeweiligen Anteile der Befragten größer, die eine Konzentration auf die Berichterstattung befürworten. In der jüngsten befragten Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen überwiegt jedoch die Zustimmung zu persönlichen Meinungsäußerungen durch Journalistinnen und Journalisten neben der Nachrichtenberichterstattung.

Nur wenige beteiligen sich an der Nachrichtenberichterstattung in sozialen Medien
Nach wie vor beteiligt sich nur ein vergleichsweise geringer Anteil der Internetnutzenden aktiv an der Nachrichtenberichterstattung in sozialen Medien. Zwölf Prozent der erwachsenen Onliner liken regelmäßig Nachrichtenbeiträge, neun Prozent teilen und sieben Prozent kommentieren sie dort. In der jungen Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sind die Anteile etwas größer als im Durchschnitt der Bevölkerung. Zudem lässt sich erneut beobachten, dass Onliner, die sich selbst im linken oder rechten Teil des politischen Spektrums verorten, anteilig Artikel eher teilen und kommentieren als Nutzende in der politischen Mitte.

Wachsende Zahlbereitschaft für Online-Nachrichten
Im Jahr 2022 zeigt sich ein deutlicher Anstieg derjenigen Onliner, die im vergangenen Jahr im Internet einen gebührenpflichtigen Nachrichtendienst nutzten. 14 Prozent der Befragten geben an, für digitale Nachrichten Geld ausgegeben zu haben; das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Ein Zuwachs ist in allen Altersgruppen erkennbar, mit plus 14 Prozentpunkten fällt er jedoch am größten in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen aus: 23 Prozent von ihnen sagen, dass sie im vergangenen Jahr für Nachrichten im Internet bezahlt haben. Eine fortlaufende Zahlung in Form eines Abonnements bzw. einer Mitgliedschaft ist das am häufigsten gewählte Bezahlmodell. Die meisten Abonnements entfallen auf ein lokales oder regionales Nachrichtenangebot.

Nachrichten im Internet werden lieber gelesen als angeschaut
Die Präferenz, wie sich Menschen über das aktuelle Nachrichtengeschehen informieren möchten, liegt recht eindeutig in der Textform. 58 Prozent lesen Online-Nachrichten am liebsten, während jeder Zehnte sie bevorzugt als Video anschaut. Das Hauptargument für die Textform ist die schnellere Möglichkeit der Informationsaufnahme; Videos sind hingegen leichter zu rezipieren.

Podcast-Nutzerschaft wächst leicht
29 Prozent der Internetnutzenden in Deutschland ab 18 Jahren hören im Jahr 2022 mindestens einmal pro Monat einen Podcast. Das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr 2021. Anteilig die meisten neuen Podcast-Hörenden sind in der Gruppe der 35- bis 44-Jährigen dazugekommen; unter ihnen hören 39 Prozent regelmäßig derartige Audioangebote, was einem Anstieg von plus neun Prozentpunkten entspricht. Die meisten Hörerinnen und Hörer sind bei Angeboten zu spezifischen Themen zu finden.

Junge Erwachsene fordern klare Position der Nachrichtenmedien zum Klimawandel
Mit mehr als 40 Prozent ist die Mehrheit der jungen Erwachsenen unter 35 Jahren der Ansicht, dass Nachrichtenmedien eine klare Position zugunsten der Bewältigung der Klimakrise einnehmen sollten. In der Gesamtheit der erwachsenen Onliner in Deutschland präferieren hingegen 45 Prozent eine neutrale Berichterstattung zum Klimawandel. Bei der Frage nach potenziellen Maßnahmen gegen den Klimawandel sind in allen Altersgruppen die meisten Menschen der Meinung, Nachrichtenmedien sollten sich in ihrer Berichterstattung darauf konzentrieren, was Regierungen und große Unternehmen tun könnten. Jeder Vierte im Alter von 18 bis 24 Jahren wünscht sich jedoch auch mehr Aufmerksamkeit für individuelle Handlungsmöglichkeiten.

Insgesamt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die meistbeachteten Quellen bei Nachrichten zum Klimawandel, gefolgt von Fernseh- oder Filmdokumentationen und wichtigen Nachrichtenmedien. 15 Prozent der Befragten schenken dem Klimawandel hingegen gar keine Aufmerksamkeit.


Informationen zur Studie
Seit 2012 untersucht der Reuters Institute Digital News Survey jährlich über Repräsentativbefragungen in mittlerweile 46 Ländern generelle Trends und nationale Besonderheiten der Nachrichtennutzung. Welche Arten von Nachrichten sind von Interesse; welche Geräte und Wege werden genutzt, um diese zu finden; welchen Anbietern wird vertraut und welche Standpunkte vertreten Menschen hinsichtlich der Finanzierung von Journalismus?

Die Studie 2022 wurde unter Koordination des in Oxford (UK) ansässigen Reuters Institute for the Study of Journalism zeitgleich in folgenden Ländern realisiert: Argentinien1, Australien, Belgien, Brasilien1, Bulgarien, Chile1, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland1, Großbritannien, Hongkong, Indien1, Indonesien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Kenia1, Kolumbien, Kroatien, Malaysia1, Mexiko[1], Niederlande, Nigeria1, Norwegen, Österreich, Peru, Philippinen1, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Singapur, Slowakei, Spanien, Südafrika1, Südkorea, Taiwan, Thailand, Tschechien, Türkei1, Ungarn und in den USA realisiert.

Pro Land wurden 2022 rund 2.000 Personen befragt. Insgesamt basiert die Studie in der zehnten Wiederholung auf den Antworten von 93.432 Befragten aus 46 Ländern auf sechs Kontinenten.

Die Feldarbeit wurde zwischen dem 14. Januar und dem 10. Februar 2022, also vor Beginn des russischen Angriff-Krieges auf die Ukraine, vom Umfrageinstitut YouGov durchgeführt.

Das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut ist seit 2013 als Kooperationspartner für die deutsche Teilstudie verantwortlich; die Erhebung im Jahr 2022 wurde dabei von den Landesmedienanstalten und dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) unterstützt.

Der Bericht mit den internationalen Befunden wird am 15. Juni 2022 in London der Öffentlichkeit vorgestellt und dann zusammen mit der Studie zu den Ergebnissen in Deutschland auch über die Website des HBI verfügbar gemacht.

Hölig, Sascha; Behre, Julia; Wolfgang Schulz (2022): Reuters Institute Digital News Report 2022 – Ergebnisse für Deutschland. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut, Juni 2022 (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts | Projektergebnisse Nr. 63), https://doi.org/10.21241/ssoar.79565

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier >> (Englisch) und auf der Projektseite des HBI >> (Deutsch).


Quelle: PM Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut

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Illu: AdobeStock/VectorMine

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