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Vorbildlicher Journalismus kostet!

Foto: © Fotolia/ pit24

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Kristina Dunz, dpa-Journalistin und Heldin der Demokratie. Sie hat kritisch nachgefragt. Beim Präsidenten der Vereinigten Staaten. Eine Glanztat des Journalismus, jedenfalls im heutigen Amerika, so scheint es. Der deutsche Journalismus genießt somit seit Kurzem einen sehr guten Ruf in den USA.

Sie fragte ihn, warum er Angst habe vor der Pressevielfalt und konfrontierte ihn damit, dass er auch manchmal nicht unbedingt die Wahrheit sagt, aber ständig über Fake News spricht. Nur diese kurze Sequenz der Pressekonferenz hat gezeigt, warum eine freie Presse so wichtig ist.

Das Erste, was undemokratische, kritikunfähige Despoten beseitigen wollen, ist die freie Presse. Da muss man gar nicht über den großen Teich schauen, da reicht ein Blick an den Bosporus, wo die absurdesten Dinge unwidersprochen bleiben, weil der dort ansässige Despot bereits die Medien gleichgeschaltet hat.

Die Privilegien der freien Berichterstattung gegen jeden Angriff zu verteidigen, ist somit erste Bürgerpflicht. Ist der Ruf der Medien erst ruiniert, lebt ein Diktator ganz ungeniert. Aus diesem Grund noch mal ganz deutlich: Wer Journalisten einsperrt (Free Deniz!), aus Pressekonferenzen aussperrt oder auch nur diskreditierend von einer „Lügenpresse“ spricht, der greift die Grundfesten der Demokratie an.

Was können wir unternehmen, damit unsere Journalisten weiterhin über die Grenzen hinweg kritische Fragen stellen können? Ganz einfach: Ab und zu sollten wir auch für die Inhalte, die wir nutzen, bezahlen. Wenn wir den Journalismus nicht durch eine „Geiz ist geil“-Mentalität in die Arme der Werbetreiben stoßen und so auch eine Abhängigkeit von der Wirtschaft verhindern wollen, müssen wir Geld ausgeben. Kaufen Sie Paid Content, abonnieren Sie Zeitungen und fördern Sie so die Leute, die Despoten ins Schwitzen bringen – es ist in unserem eigenen Interesse.

Über den Autor: andrea katheder für landau media, berlin 2013Uwe Mommert ist Vorstand für Vertrieb und Produktion der Landau Media AG. Darüber hinaus ist er begeisterter Web 2.0-Fan und immer an innovativen Ideen interessiert. Für medienrot.de kommentiert Uwe Mommert regelmäßig das Mediengeschehen. Sie erreichen Uwe Mommert auch unter mommert@landaumedia.de, bei Xing und bei LinkedIn.