Newsletter

Digitale Nervensäge

DigitaleNervensaege_Fotolia_69543615Im Urlaub zeigt einem die Apple Watch, was sie wirklich mehr kann, als eine billige Digitaluhr vom Discounter: Sie kann einem prima auf die Nerven gehen! Ja, ich habe mein Bewegungsziel heute nicht erreicht, ich sitze ja auch im Auto und fahre mit meinem Wohnwagen nach Schweden. Ich habe im Urlaub keine Bewegungsziele, sondern nur ein Ziel: Erholung und Ruhe.

Killerapp

Fotolia_78069554_Apfel-WeckerWer sich an Prognosen zu technischen Entwicklungen wagt, kann sich schnell blamieren. So prognostizierte Thomas Watson, Chairman von IBM, 1941: „Ich denke, dass es weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer gibt“. Aus heutiger Sicht natürlich lächerlich, allerdings auch nicht wirklich nachvollziehbar, wie sich der Markt 1941 für Herrn Watson darstellte.

Darf ich mal anfassen?

Fotolia_62843930_Apfel-WeckerVor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle darüber nachgedacht, ob wir wirklich noch ein weiteres Stück Elektronik brauchen, das uns im entscheidenden Moment aus unserer Konzentration reißt. Seitdem habe ich mit Spannung die Markteinführung der Apple Watch beobachtet und vor allem die Kritiken der digitalen Vordenker verfolgt.

Wieder einmal siegte meine Neugier über meine Vernunft, und seit einer Woche ist sie da: meine Apple Watch. Schick sieht sie aus in „Space gray“ mit schwarzem Silicon-Armband.

Deutsche Fehlerkultur

Fehlerkultur_Fotolia_61778996Vor fast 18 Jahren haben wir Landau Media ins Leben gerufen. Unser Ziel: Die Beobachtung von Printmedien besser zu machen, als es die bisherigen Anbieter konnten. Zu dieser Zeit war mobiles Telefonieren noch ein Luxus für Manager, und gute Fotos machte man mit einer Spiegelreflexkamera, deren Filme man zum Entwickeln brachte.

Es scheint, als lebten wir nach diesen 18 Jahren in einer anderen Welt, in der unzählige Geschäftsmodelle durch neue, digitale ersetzt wurden. Amazon begann vor 18 Jahren gerade mit dem systematischen Geschäftsaufbau und ist heute schon aus dem Leben vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Fast jedes Produkt kann man an fast jedem Ort bekommen. Dass ich überhaupt weiß, wann Amazon gegründet wurde, liegt daran, dass ich es auf Wikipedia nachschlagen konnte. Wikipedia begann vier Jahre nach Landau Media mit seinem Aufbau.

Diese radikalen Veränderungen in unserem Alltag sind meist eine Mischung aus Technologien, die eine gewisse Leistungsfähigkeit erreicht haben, und einem Unternehmer, der das Potenzial dieser Technologie für eine bestimmte Problemstellung des Alltags erkannt hat. Der Aufbau solcher Neuerungen ist meist sehr risikoreich, da man ja Angebote schaffen möchte, die es noch nicht gibt. Erst beim Schaffen dieser Angebote wird man somit feststellen können, ob es auch Kunden gibt oder eben leider doch nicht.

YouTube kills the TV Star

Ich gehöre noch in die Generation, die sich als Kind zu Massenereignissen vor dem Fernseher versammelt hat. Ob „Dalli Dalli“ oder „Hitparade“, wer mitreden wollte, musste sich das Fernseh-Pflichtprogramm angeschaut haben. Später kamen Sendungen wie „Ronny’s Pop Show“ und „Formel Eins“ dazu, in der wir mit den neuesten Top-Hits aus den Hitfabriken versorgt wurden. Kurzum, die Rollen waren noch klar: Es gab Moderatoren, die in Sendungen sagten, was man gut zu finden hatte, und es gab „die Zuschauer“, die sich bereitwillig berieseln liessen.

Vertrauen schafft Vermögen

Die Zukunft der Verlage im Internet ist abhängig von digitalen Geschäftsmodellen. Wenn es nicht gelingt, aus journalistischen Qualitätstexten im Internet Profit zu schlagen, wird es dunkel in den Verlagshochhäusern. Um dies zu verhindern, bauen die Verlage gerne Mauern auf. Im Internet nennen sich diese Mauern „Paywalls“ – Bezahlmauern, frei übersetzt.

Abgestumpft

Es tut weh, mit der eigenen Ignoranz konfrontiert zu werden. Irgendwie zuckt man darüber zusammen, wie weit die eigene Lebensgestaltung und Wahrnehmung doch von den eigenen Idealen entfernt sein können. Den letzten moralischen Ordnungsgong hat mir Meedia versetzt:

Abgestürzt

Es ist immer wieder ein furchtbarer Moment, wenn wir durch Katastrophen an die eigene Zerbrechlichkeit erinnert werden. Der Begriff „Restrisiko“ wird plötzlich greifbar und uns in schrecklichen Bildern vor Augen geführt. Auch die Tatsache, dass es bei der Germanwings-Katastrophe eine Schulklasse getroffen hat, lässt Eltern das Herz gefrieren.

Auf Entzug

Sich zu fragen, was an der Digitalisierung eigentlich alles sinnvoll und was eben nicht sinnvoll ist, grenzt schon ein bisschen an digitale Gotteslästerung. Wir tanzen alle so schwungvoll um das digitale Kalb, dass es schon fast vermessen ist, wenn man sich fragt, welche Aspekte des Lebens denn nun eigentlich besser geworden sind durch die allgegenwärtige Digitalisierung unseres Lebens.

Digitale Emanzipation

„Dafür habe ich keine Zeit mehr“. Diese Antwort hat sich zu einer Standardantwort der heutigen Zeit entwickelt. Egal ob ehrenamtliche Tätigkeit, Sport oder ein gutes Buch. Die Zeit in unserem hektischen Arbeitsalltag ist zu knapp geworden, um derlei Dingen nachzuhängen. Was aber verursacht eigentlich diesen magischen Zeitschwund in unserem Alltag?