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Modern ist, was funktioniert

Foto: Fotolia/mmphoto

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Zugegeben, die Überschrift ist geklaut. Vom großen Fußball-Philosophen Otto Rehagel, dem oft vorgeworfen wurde, keinen „modernen“ Fußball zu spielen. Seine Antwort darauf: „Modern spielt, wer gewinnt.“ Im Prinzip gilt das Gleiche für die Kommunikation: „Modern kommuniziert, wer die Botschaft in der Zielgruppe abliefert.“ Die sozialen Medien zu nutzen, weil es „modern“ ist, nutzt oft nicht viel. Es braucht schon eine genaue Analyse, wo sich die eigene Zielgruppe gerade aufhält und wo sie ihre Kaufentscheidungen trifft.

Ich sehe was, was du nicht siehst

Foto: © Fotolia/maxximmm

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Soziale Netzwerke sind einfach: Wer mit mir befreundet ist, kann das sehen, was ich poste. Schaut man in seine Timeline, sieht man, was die netten digitalen Freunde so zu berichten haben. So einfach war es jedenfalls mal. Zunächst beschloss Facebook diese einfache Regel zu ändern und dachte sich einen geheimen Algorithmus aus, mit dem man bei jedem Besuch mit neuen Posts beglückt wurde. Werbung muss mit angezeigt werden, Instant Articles sollen die Aufmerksamkeit des Lesers erhaschen und auch Unternehmen wollen ihren Platz in der Timeline des Nutzers mit Geld erkaufen können.

Des Kaisers neue Reichweiten

Foto: © Fotolia/beeboys

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Beim Preisfeuerwerk des Internationalen Deutschen PR-Preises der DPRG in Frankfurt konnte man schnell den Überblick verlieren. Zu schnell wechselten die Moderationen, Preise und Protagonisten auf der Bühne. Im Gedächtnis blieb mir aber, dass in einer Begründung erwähnt wurde, dass man mit dieser Kampagne mehrere Milliarden Menschen erreicht hätte.

Als Medienanalyst und PR-Erfolgsmesser denkt man dann schnell: „Wie soll man das denn gemessen haben?“ Eine wirkliche Messung, wie viele Menschen man wirklich „erreicht“ hat, ist nur mit Meinungsumfragen zu leisten. Da Meinungsumfragen aber meist außerhalb der Budgetreichweite normaler PR-Verantwortlicher liegen, kann ich mir schwer vorstellen, dass in diesem Fall wirklich gemessen wurde, wie viele Menschen erreicht wurden.

Wie gut ist eine Reichweite von 1,5 Mio.?

Foto: © Fotolia/r0b_

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Beim Präsentieren von Medienresonanzanalysen wird oft die Frage nach der Bedeutung der präsentierten Zahlen laut. „Was bedeutet das, dass wir mit der Botschaft XY 1.5 Mio Reichweite erzielt haben?“ Solche oder ähnliche Fragen gehören zum Alltag der Medienresonanz-Präsentation.

Den Finger in die Wunde legen

Foto: © Fotolia/dizain

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Oft geht es in den Beratungsgesprächen zur PR-Wertmessung darum, den Wert der Kommunikation auch intern im Unternehmen zu zeigen und verständlich zu machen. Ein interessantes Gespräch dazu führte ich vor einiger Zeit mit einem Kommunikationsleiter einer großen Versicherung.

NOlympia

Foto: © Fotolia/kamasigns

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Fast die Hälfte der Hamburger trauert über das knappe „Nein“ zur Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele 2024. Schnell sind es die „Neinsager“ und „Nörgler“, die hier eine große Chance für die Hansestadt verhindert haben.

Aber war es wirklich so überraschend, dass in einer Zeit, in der in den Medien permanent über gescheiterte Großprojekte und korrupte Sportfunktionäre berichtet wird, nicht jeder Bürger mit einem „Hurra“ zur Urne rennt und einen Blankoscheck
in Milliardenhöhe ausstellt?

Leer

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Foto: Fotolia/bonilla1879


Ehrlich gesagt fällt mir gerade nicht viel ein, was ich über Medien schreiben könnte. Viel zu stark wirken noch die Bilder nach, die am Freitagabend durch den Fernseher den Weg in mein Wohnzimmer fanden. Geplant war ein gemütlicher Fernsehabend, der sich auf seltsam surreale Weise in eine Krisenberichterstattung über eine Terrorattentat verwandelt hat. Seit dem kommen immer mehr neue, fürchterliche Nachrichten in meinem Wohnzimmer an. Ich versuche, meinem zwölfjährigem Sohn zu erklären, warum so etwas passiert, verstehe es aber selbst nicht wirklich.

Verdummung zwischen 16:00 und 20:00 Uhr

Foto: © Fotolia/sirikorn_t

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Wenn man im Urlaub mal bei schlechtem Wetter in der Ferienwohnung sitzt, bietet es sich an, mal den Fernseher anzuschalten. Sollten Sie zwischen 16:00 und 20:00 Uhr auf diese Idee kommen, kann ich ihnen aus jüngster Erfahrung nur davon abraten. Passiert es Ihnen doch versehentlich, so stoßen Sie auf Formate wie „Hallo Deutschland“, „Explosiv“ oder „Brisant“. Ist dies der Fall, so nehmen Sie sofort Beruhigungsmittel zu sich!

Laute Minderheiten und die Schweigespirale

Foto: © Fotolia/thingamajiggs

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Social Media ist etwas Tolles. Man kann mit seinen Freunden in Verbindung bleiben und ihnen die Fotos vom letzten Urlaub, dem letzten Mittagessen oder einfach ein Selfie zusenden. Natürlich kann man über Social Media auch andere Dinge verbreiten. Artikel aus Medien, die man interessant findet oder auch eigene Meinungsäußerungen.

25 Jahre

Foto: © Fotolia/animaflora

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Am 3. Oktober 1990 war Mark Zuckerberg gerade mal sechs Jahre alt. Das iPhone war noch nicht erfunden und ließ noch ganze 17 Jahre auf sich warten. Auch T-Online war noch nicht gegründet. Der Begriff Internet war der deutschen Bevölkerung noch fremd und der erste grafikfähige Internetbrowser sollte erst in drei Jahren erfunden werden.

Aus heutiger Sicht eigentlich unvorstellbar: Es gab schon vor dem Internet politisch aktive Menschen, die einen ganzen Staat mit friedlichen Demonstrationen stürzen konnten. Ohne Twitter, ohne Facebook und ohne Online-Petition.