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Wer ist die Nummer 1?

Foto: © Fotolia/vege

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In einem Interview für turi2TV sagte ich, dass für unsere Kunden die Printmedien noch immer der relevanteste Kanal sind. Wie das in Interview-Situationen so ist, war das keine lange reflektierte Aussage, sondern eher aus dem Bauch heraus formuliert.

Auf Twitter erreichte mich am Sonntag der Veröffentlichung des Interviews folgender Tweet: „@turi2 Ich dachte immer, das wäre Fernsehen. cc @Uwe_Mommert @landaumedia“. Ich kam ins Grübeln. Hatte ich mich zu einer Aussage hinreißen lassen, die bei Licht betrachtet eigentlich gar nicht stimmte. Sind Fernsehen, Internet oder Social Media relevanter für unsere Kunden? Auch wenn das Fernsehen noch immer die meisten Nutzer auf sich zieht, so ist das Internet dynamisch auf dem Weg, sich an die Spitze zu setzen.

Schmutzige News im US-Wahlkampf

Foto: © Fotolia/Alex F

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Nach einer Buzzfeed-Untersuchung der Top 20 Nachrichten zum US-Wahlkampf hat die Reichweite der Falschmeldungen zum Ende des Wahlkampfes die der wahren Nachrichten übertroffen. Demnach wurden in den sozialen Netzwerken mehr Lügen als Tatsachen konsumiert, bevor die Wähler ihre Entscheidung getroffen haben.

Natürlich fühlt sich Facebook nicht dafür verantwortlich, welche Inhalte über das soziale Netzwerk verbreitet werden, allerdings stellen die digitalen Möglichkeiten, die die sozialen Medien für solche Lügen-Propaganda zur Verfügung stellen, unsere Gesellschaft auf eine harte Probe.

Selbstverständlich ist es im Rahmen einer Demokratie zulässig, seine Meinung frei zu äußern. Auch kann jeder selber entscheiden, wo und von wem er seine Informationen bezieht. Allerdings begeben sich neuerdings viele „gut informierte“ Wutbürger in eine soziale Meinungsblase, die primär von Gleichgesinnten mit einer Mischung aus Lügen und einseitiger Berichterstattung dominiert wird. Ist man erst einmal in dieser Blase und hält die Berichterstattung der etablieren Medien ohnehin für gelogen, dann verfestigen sich jeden Tag die eigenen Meinungen zu einem Weltbild, das mit der Realität nur noch in kleinen Teilen etwas zu tun hat.

Eine politische Diskussion braucht Tatsachen. Eine politische Diskussion braucht Wahrheiten. Nur wenn zumindest die einfachsten Tatsachen als Diskussionsgrundlage herangezogen werden können, kann eine Diskussion überhaupt geführt werden. Ansonsten verkommt unsere Politik zur populistischen Beschimpfung des anderen, gerne auch gemischt mit Verleumdung. Wer sich bei dieser Beschreibung an die Brexit-Diskussion oder den US-Wahlkampf erinnert fühlt, liegt leider richtig.

Es wird eine Menge Anstrengungen brauchen, bis wir uns wieder auf einer Diskussionsgrundlage befinden, die rationale, vernunftorientierte Entscheidungen hervorbringt. Nur wenn es wieder gelingt, vertrauenswürdige, allgemein akzeptierte Nachrichtenquellen in unserer Gesellschaft zu etablieren, können wir hier eine Veränderung herbeiführen.

Über den Autor: andrea katheder für landau media, berlin 2013Uwe Mommert ist Vorstand für Vertrieb und Produktion der Landau Media AG. Darüber hinaus ist er begeisterter Web 2.0-Fan und immer an innovativen Ideen interessiert. Für medienrot.de kommentiert Uwe Mommert regelmäßig das Mediengeschehen. Sie erreichen Uwe Mommert auch unter mommert@landaumedia.de, bei Xing und bei LinkedIn.

Medientalk und Evolution

Podiumsdiskussion im Empire Riverside Hotel Hamburg am 03.11. 2016 . Foto Ulrich Perrey

Podiumsdiskussion im Empire Riverside Hotel Hamburg am 03.11. 2016 . Foto Ulrich Perrey

Zur Eröffnung unserer „Landau Media“-Repräsentanz in Hamburg haben wir mit turi2 den ersten Medientalk ins Leben gerufen. Territory-CEO Soheil Dastyari und Peter Turi unterhielten sich dort über darüber, ob Content Marketing das Ende von Public Relations ist.

Die spannende Diskussion gab Einblicke in die neuen Konzepte für die Unternehmenskommunikation. Für mich stellte sich hinterher die Frage, warum dieser Hype um Content Marketing jetzt etwas anderes sein sollte als die langjährige Diskussion über „integrierte Kommunikation“, die schon vor Jahren leidenschaftlich auf den Podien geführt wurde, allerdings nie zur Auflösung der Kommunikationsfürstentümer in den Unternehmen geführt hat.

Die größte Krux ist bis heute, dass die Kommunikation mit den entsprechenden Zielgruppen auf verschiedene Bereiche des Unternehmens verteilt wird, die mit eigenen Strategien und Methoden die Botschaft an den Mann bringen wollen. Fast so, wie in einem Orchester, in dem jedes Instrument sein eigenes Stück spielt.

Ich glaube, dass es jetzt eine Veränderung geben wird. Nicht weil die Erkenntnis in den Unternehmen gereift ist, sondern weil die Veränderungen in unserer Gesellschaft Druck erzeugen, dem sich auf Dauer keine Organisation widersetzen kann.

Die Geschwindigkeit, mit der Informationen digital an die Zielgruppe gelangen, erzwingt eine Beschleunigung der Prozesse in den Unternehmen. Nur wer auf den digitalen Wandel mit integrierten Konzepten und in Teamarbeit abgestimmten Kommunikationsinhalten reagiert, kann auf Dauer noch erfolgreich kommunizieren.

Aus diesem Grund sind Ideen wie Content Marketing oder agile Organisationsformen wie der Newsroom so erfolgreich. Es ist eine Frage der Anpassung an die neuen Verhältnisse. Es geht darum, ob Unternehmen in dieser neuen, digitalen Welt überleben können. Survival of the fittest sozusagen, also das Überleben durch moderne Kommunikation.
Hier gibt’s den Medientalk noch einmal im Rückblick >>

Über den Autor: andrea katheder für landau media, berlin 2013Uwe Mommert ist Vorstand für Vertrieb und Produktion der Landau Media AG. Darüber hinaus ist er begeisterter Web 2.0-Fan und immer an innovativen Ideen interessiert. Für medienrot.de kommentiert Uwe Mommert regelmäßig das Mediengeschehen. Sie erreichen Uwe Mommert auch unter mommert@landaumedia.de, bei Xing und bei LinkedIn.

PR auf Tour

Foto: © Fotolia/marco2811

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Zum Ende der letzten Woche war ich bei der PR-Report-Tour dabei. Es ging um das vielversprechende Thema „Der Newsroom in der Unternehmenskommunikation“. Der Newsroom, das neue Buzzword der PR.

Print ist tot, es lebe Print!

Foto: © Fotolia/noci011

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Print ist tot? So lautete die augenzwinkernde Einleitung eines Tweets, der die Abwesenheit von Landau Media auf dem Kommunikationskongress 2016 kommentierte. Sicher, man könnte denken, dass die klassische „Presse“-Arbeit keine Rolle mehr spielt bei all den Diskussionen über Content Marketing, Distribution und Blogger Relations.

Stups, stups!

Foto: © Fotolia/frankie's

Foto: © Fotolia/frankie’s

Die Social-Media-Urgesteine unter Ihnen werden sich erinnern: Früher konnte man bei Facebook andere Mitglieder anstupsen. Wofür? Habe ich nie begriffen. In der Zwischenzeit ist die virtuelle Stupser durch einen tatsächlichen Stupser ersetzt worden. Im Buhlen um die Aufmerksamkeit des Nutzers lassen Apps Handys vibrieren und Watches stupsen, bis der genervte Nutzer endlich den Blick aufs Display wendet und dabei den Laternenpfahl übersieht.

Unsichtbare Mauern

Foto: © Fotolia/powerstock

Foto: © Fotolia/powerstock

Es ist ein Mythos, dass man die Chinesische Mauer vom Mond aus sehen kann. Habe ich jedenfalls gelesen. Gar nicht sehen kann man die Mauer, die, nach einem journalistischen Mythos, zwischen Redaktion und Anzeigenverkauf verläuft. Die soll es aber geben. Ich bin mir sicher, dass man Fragmente dieser Mauer noch in einzelnen Redaktionen findet, in vielen allerdings auch eher nicht.

Wer Medienberichterstattung möchte, der muss auch Anzeigen kaufen. Dieses Kommunikationsgesetz wird zwar selten ausgesprochen, gilt aber gerade für Fachmagazine fast uneingeschränkt. Wer dies weiß, sollte diese Gesetzmäßigkeit auch in seine Medienanalyse einfliessen lassen. Viele unserer Kunden beobachten deswegen nicht nur ihre redaktionelle Medienresonanz und die ihrer Mitbewerber, sondern auch die Anzeigenvolumina in ihrem Markt.

Es ist durchaus sinnvoll, diese Daten entweder einzukaufen oder durch eine Medienbeobachtung ermitteln zu lassen. So bekommt man einen Vergleich zwischen der Medienresonanz, die Mitbewerber erzielen, und dem Werbebudget, welches in den Medien investiert wurden. Man erhält dann eine klassische „Share of Voice“-Betrachtung, die durch die harten Fakten der Werbeausgaben ergänzt wird. Durch diese Kombination gewinnt man wertvolle Erkenntnisse darüber, was Mitbewerber investieren, um in den Medien präsent zu sein.

Diese Kennzahlen-Kombination zeigt unter anderem auch, warum die Integration von Daten aus dem Marketing und der PR neue Erkenntnisse liefern können, so wie ich es auch in meinen Kolumnen zur Customer Journey und zur Meinungsforschung beschrieben habe.

Über den Autor: andrea katheder für landau media, berlin 2013Uwe Mommert ist Vorstand für Vertrieb und Produktion der Landau Media AG. Darüber hinaus ist er begeisterter Web 2.0-Fan und immer an innovativen Ideen interessiert. Für medienrot.de kommentiert Uwe Mommert regelmäßig das Mediengeschehen. Sie erreichen Uwe Mommert auch unter mommert@landaumedia.de, bei Xing und bei LinkedIn.

Jäger des verlorenen Schatzes

Foto: © Fotolia/multihobbit

Foto: © Fotolia/multihobbit

Manchmal werde ich in Kundenterminen zum Jäger des verlorenen Schatzes. Ok, ohne Hut und Peitsche und es schreit auch keine Frau dauernd „Indiiiiiieee!“. Der Schatz, den ich jage, besteht auch nicht aus alten Artefakten mit übersinnlicher Eigenschaften – der Schatz, den ich suche, das sind Informationen.

Auf Reisen mit dem Kunden

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Foto: © Fotolia/Romolo Tavani

Alle Ihre Kunden reisen. Ich meine jetzt nicht nach Malle oder Fuerteventura –sie reisen auf dem Weg zu einer Kaufentscheidung die lange Route der „Customer Journey“ hin oder leider auch weg von Ihren Produkten.

Frankensteins Pubertät

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Foto: re:publica/Jan Zappner

Uwe Mommert hat die re:publica besucht und war vorab verunsichert: Würde er auffallen, weil er nicht den ganzen Tag twittert, snapchattet und Selfies macht? Letztendlich hat er die Internet-Konferenz gut überstanden. Eines hat er jedenfalls nicht mehr gefunden – die Naivität der frühen Jahre…