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Brainfood

Foto: © Fotolia/Maren Winter

Wer viel unterwegs ist, kennt das, immer wieder muss man warten, warten und noch mal warten. Am Flughafen, Bahnhof oder auf der Autobahn, immer wieder muss man die Zeit totschlagen, bis es weitergeht oder man endlich da angekommen ist, wo man hin möchte. Die Zeit kann lang werden und oft wird das Mobiltelefon gezückt, um Mails zu checken, Facebook anzuschauen oder durch die Bilder auf Instagram zu scrollen.

Kommt man abends dann zu Hause an, ist man oft zu müde, um noch irgendwas Sinnvolles zu tun und landet oft wieder bei Facebook, Twitter oder vor der Glotze. Dann freut man sich, wenn man durch Zufall auf etwas trifft, was einen wirklich interessiert oder Wissenslücken füllt, die man schon lange mal angehen wollte.

Ich versuche immer häufiger die Transferzeiten auf Reisen oder auf dem Weg zur Arbeit für das zu nutzen, was ich gerne wissen möchte. Dafür stehen im Netz tausende Podcasts, Youtube Videos, Hörbücher und sogar Vorlesungen der besten Universitäten bereit. Im Superwahljahr habe ich mich mit Stimmenfang, dem Politikpodcast von Spiegel online auf dem Laufenden gehalten. Die Veränderungen in der Medienbranche verfolge ich über unseren hauseigenen Podcast, den medienrot-Podcast und über das Medienmagazin von radioeins.

Auch für die Weiterbildung stehen unglaubliche Ressourcen im Netz bereit, die alle Wartezeiten eines langen Reise- oder Arbeitstages sinnvoll füllen können. Kostenlose Universitätsvorlesungen finden sich in der Apple App iTunesU, auf dem Portal edX oder auch bei der open university.

Wer nur ein bisschen bei iTunes oder SoundCloud sucht, hat bald mehr interessante Inhalte gefunden, als Wartezeit zur Verfügung steht. Es lohnt sich, das kostenlose Brainfood im Internet zu suchen und zu nutzen!


Über den Autor: andrea katheder für landau media, berlin 2013Uwe Mommert ist Geschäftsführender Gesellschafter von Landau Media. Darüber hinaus ist der Digitalexperte begeisterter Social Media- und Technology-Jünger und immer an innovativen Ideen interessiert. Für medienrot.de kommentiert Uwe Mommert regelmäßig das Mediengeschehen. Sie erreichen Uwe Mommert auch unter mommert@landaumedia.de, bei Xing und bei LinkedIn.

 

 

 

Der digitale Frankenstein

Foto: © Fotolia/Patrick Daxenbichler

„Ich habe ein Monster erschaffen!“, ruft der Marketingbeauftragte eines Sportartikelherstellers, nachdem er ein Blick auf sein Digitalbudget geworfen hat. Waren vor einigen Jahren die Riesen-Reichweiten der digitalen Meinungsführer (heute gerne auch Influencer genannt) billig zu haben, so lassen es sich die smarten digitalen Meinungsführer heute teuer bezahlen, wenn sie Produkte auf ihren Kanälen in die Kamera halten sollen.

Auf der PR-Report-Tour durch Hamburg haben wir uns dem Thema Social Media und Influencer Markteting gewidmet. Dabei entstand die interessante Diskussion, ob sich YouTuber, Instagram-Influencer und andere Reichweiten-Giganten des digitalen Zeitralters an dem Berufsethos des klassischen Journalismus orientieren müssen. Die Diskussion darüber, ob Werbung auf solchen Kanälen klar gekennzeichnet werden muss, wurde in den letzten Monaten ausführlich geführt und eindeutig mit „ja“ beantwortet. Muss man aber von den Teenagern vor der Kamera auch erwarten, dass sie, wie Journalisten, Werbung und redaktionellen Teil klar trennen? Dürfen sie einfach so zum Geldverdienen ihre Reichweite benutzen?

Am Ende haben sich die emanzipiert, die in diesem Spiel für den begehrten Content sorgen, der die Vermarktung der Kanäle am Laufen hält. Ohne diese bienenfleissigen Produzenten von zielgruppengerechten Inhalten, könnten Instagram, YouTube und Facebook nur schwer existieren. Soll nur denen dann der gesamte Profit gehören oder dürfen sich die Influencer auch ihre eigene Scheibe abschneiden?

Warum nicht, wenn die Industrie mit ihrem Geld das Spiel überhaupt erst ins Rollen gebracht hat, muss sie auch mit der steigenden Geschäftstüchtigkeit der begehrten Multiplikatoren leben. Am Ende muss immer wieder gemessen werden, ob der kommerzielle Output stimmt und ein Return on Investment für die Influencer Gelder herauskommt. Von den Influencern aber zu erwarten, dass sie sich unter dem, in großen Bündeln ins Netz geworfenen Geld aus moralischen Gründen abducken, scheint mir doch recht unrealistisch. Warum auch? Sie haben nie für sich in Anspruch genommen, Journalisten zu sein, oder? Es sind eher die tradierten Kommunikatoren, die versuchen mit Bildern der Vergangenheit die Gegenwart zu verstehen. Das geht im digitalen Wandel leider nur selten.


Über den Autor: andrea katheder für landau media, berlin 2013Uwe Mommert ist Geschäftsführender Gesellschafter von Landau Media. Darüber hinaus ist der Digitalexperte begeisterter Social Media- und Technology-Jünger und immer an innovativen Ideen interessiert. Für medienrot.de kommentiert Uwe Mommert regelmäßig das Mediengeschehen. Sie erreichen Uwe Mommert auch unter mommert@landaumedia.de, bei Xing und bei LinkedIn.

Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört

Foto: fotolia.de / powell83

Eine Barkasse voll mit Kommunikationsprofis, das konnte man am Donnerstagabend im Hamburger Hafen erleben. Nico Kunkel hatte seine 30 unter 30, also die vielversprechende junge Generation der PR auf eine Barkasse zur Hafenrundfahrt eingeladen. Zusammen mit den Sponsoren dieses tollen Projektes schipperten alle durch den Hamburger Hafen und tauschten sich bei Bier und Salat über ihre Arbeit aus.

Was man da zu hören bekam machte Mut. Fragte man die jungen Kommunikativen, was so zu ihren Aufgabengebieten gehört, dann kamen natürlich die modernen Kommunikations-Buzzwords wie ContentMarketing, Blogger Relations oder Social Media Monitoring. Viele stellten aber auch verwundert fest, dass auch die klassische Pressearbeit noch immer ein adäquates Kommunikationsmittel ist, wenn es darum geht eine Öffentlichkeit für ein bestimmtes Thema zu schaffen.

Schön, dass sich bei den Digital Natives sehr schnell die Erkenntnis durchsetzt, das nicht modern oder altmodisch die Kategorien sein sollten, nach denen wir unsere Kommunikationsmittel auswählen, sondern funktioniert für diese Aufgabe oder funktioniert nicht.

Frei nach Otto Rehhagel gilt eben: „Modern ist, wenn man gewinnt.“. Mit der neuen Generation kann die PR nur gewinnen. Ohne Berührungsängste, egal ob alt oder neu, wird hier kommuniziert. Ohne Berührungsängste, egal ob alt oder neu, wird hier kommuniziert. Locker aber professionell widmen sie sich ihrer Aufgabe. #30u30 macht Mut! Da kommt was tolles auf uns zu und die Pressemitteilung ist noch lange nicht tot, genau so wenig wie die Printmedien.


Über den Autor: andrea katheder für landau media, berlin 2013Uwe Mommert ist Geschäftsführender Gesellschafter von Landau Media. Darüber hinaus ist der Digitalexperte begeisterter Social Media- und Technology-Jünger und immer an innovativen Ideen interessiert. Für medienrot.de kommentiert Uwe Mommert regelmäßig das Mediengeschehen. Sie erreichen Uwe Mommert auch unter mommert@landaumedia.de, bei Xing und bei LinkedIn.

Babylonische Nachrichten-Verwirrung

Foto: © Fotolia/Bacho Foto

Smartphone, ein schöner Begriff. Immerhin enthält er auch noch ein Fragment vom Ursprung dieses Gerätes – vor langer Zeit, als „Phones“ noch nicht „smart“ waren. Damals war es eben ein Telefon oder Telephone. Ein Gerät, mit dem man mit anderen, die gerade nicht am gleichen Ort sind, sprechen kann. Zunächst kabelgebunden und mit Wählscheiben, dann sogar kabellos und mit Tasten. Mit dem Mobiltelefon, das die Deutschen gerne mit dem eigenartigen Begriff „Handy“ bezeichnen, den es im Englischen nicht gibt, eröffnete sich die Möglichkeit, überall telefonieren zu können.

Der blöde Schwarm und digitale Ameisenpfade

Foto: © Fotolia/psdesign1

Nach zweieinhalb Wochen unterwegs in Wales und Irland kann ich folgendes Fazit ziehen: Reisen mit Online-Unterstützung macht das Leben leichter. Dank der Aufhebung der teilweise fast unanständigen Roaming-Gebühren kann man jetzt auch unterwegs fast immer online sein. So bucht man aus dem Auto schnell ein Hotel oder sucht das nächstgelegene Restaurant. Mit ArroundMe, TripAdvisor und Booking.com findet man schnell alles, was man auf Reisen so braucht. Im Zusammenspiel mit einem modernen Navigationssystem im Auto ist man schnell dort und umfährt effektiv Staus und Baustellen.

Analoge Enttäuschung

Foto: © Fotolia/kite_rin

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Irgendwie ist man als Internet-Junkie ja nie richtig im Urlaub. Auf unserer derzeitigen Urlaubsreise machen meine Frau und ich z.B. ein digitales Urlaubsexperiment. Wir reisen derzeit mit unserem Campingvan durch England und haben uns vorgenommen, alle Buchungen digital vorzunehmen. Dank der weggefallenen Roaminggebühren können wir ja jetzt während der Fahrt, also wenn der jeweils andere fährt, über diverse Apps Hotels und Campingplätze aussuchen und auch buchen. Im Großen und Ganzen funktioniert das prächtig und bis jetzt fehlerfrei, es fördert aber auch Schwachstellen zutage, die entstehen, wenn diese digitalen Hilfsmittel nicht perfekt in den bisherigen Ablauf der Hotels integriert werden.

Ferngesteuert

Foto: © Fotolia/L.S.

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„Sind sie eine Drohne?“, „Sind sie ein Mensch, der von anderen ferngesteuert wird?“ Nein! Das werden die meisten auf diese Frage antworten. Wissen Sie, was ich gerade zwischen dem Tippen der ersten Sätze und dem Tippen dieses Satzes gemacht habe? Ich habe in meine Mails geschaut, weil jemand anderes mir gerade eine gesendet hat. Meine Apple Watch hat vibriert, mein Mail-Symbol in der Programmleiste ist gehopst und gleichzeitig wurden die ersten Zeilen auf dem Bildschirm eingeblendet. Zack war ich mit meinen Gedanken bei der Person, die mir gerade eine Mail gesendet hat.

Mommerts Medienfrage: Sind Sie bereit, für Leistungen im Internet mehr zu zahlen, wenn dafür weniger Werbung gezeigt wird?

Foto: © Fotolia/ribkhan

Foto: © Fotolia/ribkhan

Wenn es nach Mathias Döpfner vom Axel Springer Verlag geht, dann würden wir alle längst für Lesestoff im Internet bezahlen. Die Realität sieht ganz anders aus: Ziemlich viel Content gibt es für „gar kein Geld“ – also für die Leserschaft gratis. Gleichzeitig wird die steigende Menge an Werbung und ausgeklügelten Werbealgorithmen sehr häufig kritisiert. Bleibt also die berechtigte Frage, wie denn ein Ausweg aussehen könnte.

Mommerts Medienfrage: So haben Sie abgestimmt

Foto: © Fotolia/JFL Photography

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Zuletzt wollten wir in „Mommerts Medienfrage“ von Ihnen wissen, ob sich die Bundesregierung Ihrer Meinung nach ausreichend für den Schutz der Pressefreiheit einsetzt. Bei der Umfrage haben 40.009 TeilnehmerInnen im Zeitraum von 20. Mai bis zum 12. Juni 2017 auf verschiedenen Medienplattformen und auf medienrot.de geantwortet.

Mommerts Medienfrage: Setzt sich die Bundesregierung Ihrer Meinung nach ausreichend für den Schutz der Pressefreiheit ein?

Foto: © Fotolia/JFL Photography

Foto: © Fotolia/JFL Photography

Lügenpresse-Vorwürfe, die Inhaftierung von Deniz Yücel und mangelnde Auskunftsbereitschaft von Behörden – es gibt viele Themen, die die Probleme allein im deutschsprachigen Journalismus aufzeigen. Für eine bessere Akzeptanz ihrer Arbeit können JournalistInnen auch selbst viel tun und das machen sicherlich auch. Für eine gesunde Presselandschaft ist jedoch auch die passende politische Atmosphäre wichtig.

Deshalb wollen wir gern von Ihnen wissen, wie Sie die politische Situation einschätzen: Setzt sich die Bundesregierung Ihrer Meinung nach ausreichend für den Schutz der Pressefreiheit ein? Geben Sie uns bitte Ihr Feedback, indem Sie abstimmen.

Zuletzt hatten wir Sie und die medienrot-LeserInnen gefragt, wie sie den Umfang der Berichterstattung über Terroranschläge in den deutschen Medien bewerten. Und so haben sie abgestimmt >>