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Babylonische Nachrichten-Verwirrung

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Smartphone, ein schöner Begriff. Immerhin enthält er auch noch ein Fragment vom Ursprung dieses Gerätes – vor langer Zeit, als „Phones“ noch nicht „smart“ waren. Damals war es eben ein Telefon oder Telephone. Ein Gerät, mit dem man mit anderen, die gerade nicht am gleichen Ort sind, sprechen kann. Zunächst kabelgebunden und mit Wählscheiben, dann sogar kabellos und mit Tasten. Mit dem Mobiltelefon, das die Deutschen gerne mit dem eigenartigen Begriff „Handy“ bezeichnen, den es im Englischen nicht gibt, eröffnete sich die Möglichkeit, überall telefonieren zu können.

Der blöde Schwarm und digitale Ameisenpfade

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Nach zweieinhalb Wochen unterwegs in Wales und Irland kann ich folgendes Fazit ziehen: Reisen mit Online-Unterstützung macht das Leben leichter. Dank der Aufhebung der teilweise fast unanständigen Roaming-Gebühren kann man jetzt auch unterwegs fast immer online sein. So bucht man aus dem Auto schnell ein Hotel oder sucht das nächstgelegene Restaurant. Mit ArroundMe, TripAdvisor und Booking.com findet man schnell alles, was man auf Reisen so braucht. Im Zusammenspiel mit einem modernen Navigationssystem im Auto ist man schnell dort und umfährt effektiv Staus und Baustellen.

Analoge Enttäuschung

Foto: © Fotolia/kite_rin

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Irgendwie ist man als Internet-Junkie ja nie richtig im Urlaub. Auf unserer derzeitigen Urlaubsreise machen meine Frau und ich z.B. ein digitales Urlaubsexperiment. Wir reisen derzeit mit unserem Campingvan durch England und haben uns vorgenommen, alle Buchungen digital vorzunehmen. Dank der weggefallenen Roaminggebühren können wir ja jetzt während der Fahrt, also wenn der jeweils andere fährt, über diverse Apps Hotels und Campingplätze aussuchen und auch buchen. Im Großen und Ganzen funktioniert das prächtig und bis jetzt fehlerfrei, es fördert aber auch Schwachstellen zutage, die entstehen, wenn diese digitalen Hilfsmittel nicht perfekt in den bisherigen Ablauf der Hotels integriert werden.

Ferngesteuert

Foto: © Fotolia/L.S.

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„Sind sie eine Drohne?“, „Sind sie ein Mensch, der von anderen ferngesteuert wird?“ Nein! Das werden die meisten auf diese Frage antworten. Wissen Sie, was ich gerade zwischen dem Tippen der ersten Sätze und dem Tippen dieses Satzes gemacht habe? Ich habe in meine Mails geschaut, weil jemand anderes mir gerade eine gesendet hat. Meine Apple Watch hat vibriert, mein Mail-Symbol in der Programmleiste ist gehopst und gleichzeitig wurden die ersten Zeilen auf dem Bildschirm eingeblendet. Zack war ich mit meinen Gedanken bei der Person, die mir gerade eine Mail gesendet hat.

Mommerts Medienfrage: Sind Sie bereit, für Leistungen im Internet mehr zu zahlen, wenn dafür weniger Werbung gezeigt wird?

Foto: © Fotolia/ribkhan

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Wenn es nach Mathias Döpfner vom Axel Springer Verlag geht, dann würden wir alle längst für Lesestoff im Internet bezahlen. Die Realität sieht ganz anders aus: Ziemlich viel Content gibt es für „gar kein Geld“ – also für die Leserschaft gratis. Gleichzeitig wird die steigende Menge an Werbung und ausgeklügelten Werbealgorithmen sehr häufig kritisiert. Bleibt also die berechtigte Frage, wie denn ein Ausweg aussehen könnte.

Mommerts Medienfrage: So haben Sie abgestimmt

Foto: © Fotolia/JFL Photography

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Zuletzt wollten wir in „Mommerts Medienfrage“ von Ihnen wissen, ob sich die Bundesregierung Ihrer Meinung nach ausreichend für den Schutz der Pressefreiheit einsetzt. Bei der Umfrage haben 40.009 TeilnehmerInnen im Zeitraum von 20. Mai bis zum 12. Juni 2017 auf verschiedenen Medienplattformen und auf medienrot.de geantwortet.

Mommerts Medienfrage: Setzt sich die Bundesregierung Ihrer Meinung nach ausreichend für den Schutz der Pressefreiheit ein?

Foto: © Fotolia/JFL Photography

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Lügenpresse-Vorwürfe, die Inhaftierung von Deniz Yücel und mangelnde Auskunftsbereitschaft von Behörden – es gibt viele Themen, die die Probleme allein im deutschsprachigen Journalismus aufzeigen. Für eine bessere Akzeptanz ihrer Arbeit können JournalistInnen auch selbst viel tun und das machen sicherlich auch. Für eine gesunde Presselandschaft ist jedoch auch die passende politische Atmosphäre wichtig.

Deshalb wollen wir gern von Ihnen wissen, wie Sie die politische Situation einschätzen: Setzt sich die Bundesregierung Ihrer Meinung nach ausreichend für den Schutz der Pressefreiheit ein? Geben Sie uns bitte Ihr Feedback, indem Sie abstimmen.

Zuletzt hatten wir Sie und die medienrot-LeserInnen gefragt, wie sie den Umfang der Berichterstattung über Terroranschläge in den deutschen Medien bewerten. Und so haben sie abgestimmt >>

Mommerts Medienfrage: So haben Sie abgestimmt

Im letzten Newsletter haben wir in „Mommerts Medienfrage“ von Ihnen wissen wollen: Terroranschläge in Deutschland – Wie bewerten Sie den Umfang der Berichterstattung? Bei der Umfrage wurden 5.055 TeilnehmerInnen im Zeitraum von 04. Mai bis zum 16. Mai 2017 berücksichtigt. Die Umfrage fand auch auf weiteren deutschen Medienplattformen statt.

Online-Hippies und Piraten

Foto: © re:publica

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LOVE OUT LOUD! Das war das Motto der 11. re:publica, die vom 08. bis zum 10. Mai in Berlin stattfand. Eigentlich ja sowas wie ein Hippie-Motto. So freute ich mich schon auf woodstockähnliche Verhältnisse in der Berliner Station. Ok, voll wie Woodstock war es auch – mit über 8.000 Teilnehmern soll ein neuer Rekord erreicht worden sein. Auch ansonsten herrscht noch immer eine lockere Stimmung, allerdings hören dann die Parallelen zu Woodstock schnell auf.