Newsletter

Profis geben ihre Tipps und Tricks weiter

Jodel – Die Community-App für Studierende

Jodel_PR_920x448px

Jodeln klingt nach Bergen, Almen, Alphörnern. Damit hat die App „Jodel“ aber gar nichts zu tun. Denn sie wird nicht von Alpenjodlern, sondern vornehmlich von Studierenden zwischen 20 und 30 genutzt. Finden wir heraus, wie dieser Social-Media-Trend funktioniert und welche Chancen er für Marketer bietet.

Warum Podcasts keine Zeitverschwendung sind

Foto: fotolia.com / Patrick Daxenbichler

Foto: fotolia.com / Patrick Daxenbichler

Treffen mit dem geschätzten Kollegen Sachar Klein sind selten geworden. Mittlerweile hören wir uns zumindest regelmäßig. Besser: Ich ihn. Zusammen mit Timo Lommatzsch hat Sachar vor einigen Wochen eine Podcastreihe gestartet. In ihrem neuen Format, das sich „Talking Digital“ nennt, besprechen die beiden mit einem prominenten Gast der Branche die Digitalisierung der Kommunikation. Unterhaltsam und aufschlussreich – für mich gut investierte Zeit. 

Was uns Superhelden für die PR lehren

Foto: fotolia.com / Sunny Studio

Foto: fotolia.com / Sunny Studio

Im März fand „Logan“, der mittlerweile zehnte Teil der X-Men-Reihe, seinen Weg in die deutschen Kinos. Schon seit Jahren begeistern die Filme der Mutanten und davor schon die Comics. Für viele sind Superhelden schon seit der Kindheit ständige Begleiter und Vorbilder. Doch nicht nur Kinder können von ihnen lernen, auch in der PR kann man sich das eine oder andere von Helden abschauen. 

Das Bild und die Pressemitteilung

Foto: © Fotolia/stockphoto mania

Foto: © Fotolia/stockphoto mania

Ja, es ist 2017 und es geht wieder mal um Pressemitteilungen. Warum? Weil wir in unserer Redaktion jeden Tag Presse-Infos bekommen. Und jeden Tag vermisse ich persönlich bei 9,9 von 10 Presseaussendungen das Bildmaterial.

Seit mehreren Jahren wird über die sozialen Medien diskutiert. Es wird vom Wandel hin zu mehr aussagekräftigem Bildmaterial gesprochen. Wir sahen den Aufstieg von Pinterest, den von Instagram und wir wissen, wie sehr emotionale Bilder einen Text und eine Message unterstreichen. Doch warum werden dann so wenig Pressemeldungen mit Bildern versendet? Weil das Erstellen von Fotos, erklärenden Bildern oder Infografiken zusätzliches Geld kostet? Das ist schade, denn bei mir landen die Mehrzahl von Presseinfos im virtuellen Mülleimer, weil ich sie in meinem Tagesablauf nur bedingt einsetzen kann. Textwüsten möchte man nicht mehr veröffentlichen – Ausnahme ist natürlich dieser Beitrag über Bilder ;-) –, denn sie werden all zu häufig von den LeserInnen ignoriert.

Doch warum das Gejaule? Frau und Mann können sich doch das Bildmaterial auf den Presseseiten der Unternehmen oder Organisationen und Ministerien zusammensuchen. Nein, können sie nicht. Denn sehr oft werden Pressemitteilungen auf den krudesten Webseiten für Pressemitteilungen veröffentlicht. Oft findet man die PM aber erst Tage später auf der eigentlichen Presseseite des Unternehmens oder der Organisation. Und dann auch gern ohne Bild. Oder für den Pressebereich ist eine Anmeldung erforderlich – deren Prüfung und Freischaltung gut und gerne auch mal ein paar Tage in Anspruch nehmen kann.

Eine ebenfalls übliche Praxis: Für Bildmaterial wenden Sie sich gern per E-Mail an … Macht man sich die Arbeit und schreibt einer entsprechenden Person, dann kann schon mal Tage dauern, bis man seine Antwort mit einem Bild bekommt. Bis dahin ist mir als Editor oder Redakteur das Thema aber schon längst weggerutscht oder wurde im Netz schon so breit gestreut, dass ich es nicht mehr auf den von mir betreuten Webseiten nachreichen muss.

Vielleicht sollte die eine oder der andere Presseverantwortliche eine geringere Schlagzahl an Pressemeldungen in Betracht ziehen und dafür eher in die Bildauswahl intensivieren. Denn wir RedakteurInnen, die insbesondere Online gleich mehrere Kanäle, wie Webseite, Twitter, Facebook und Instagram bespielen, wir wollen gern zügig Inhalte für unsere LeserInnen veröffentlichen und diese ausdrucksstark bebildern. Da ist das Teaserbild, das ein Thema schmackhaft anbieten soll. Da ist das Portrait einer zitierten Person im Text. Da ist das Diagramm, welches das wichtigste Ergebnis einer Studie visualisiert. Und da ist womöglich auch noch ein real existierendes Produkt, das man auch mal zeigen könnte. Das sind nur VIER kleine Beispiele dafür, warum dieser Text hier notwendig ist.

Deshalb ist meine Empfehlung: Hinterlegen Sie auf Ihrem schnell und einfach zugänglichen Presseserver Bildmaterial zu einer Pressemeldung, packen Sie obendrauf auch noch Material zu Ihren zitierten Personen und planen Sie Budget für Infografiken und gute Produktfotos ein. Denn aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen: Gutes Bildmaterial hilft ungemein und erhöht die Chance auf Veröffentlichung.

jst-autorenbildÜber den Autor: Jens Stoewhase ist Geschäftsführer der Rabbit Publishing GmbH, die das Onlinejournal medienrot.de im Auftrag der Landau Media AG betreibt. Dabei ist er auch immer wieder als Produzent von Videoinhalten aktiv. Bis Ende 2011 betreute er selbst u.a. die digitalen Aktivitäten zahlreicher kommerzieller Kinder- und Jugendmagazine und YPS. Stoewhase arbeitete vorher jahrelang für den Onlinebereich der TV-Serie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“, als Freelancer im Musikbereich und entwickelte Konzepte für digitale Angebote im Entertainmentsegment.

Wenn Personaler im März kommunizieren …

Foto: © Fotolia/Pathfinder

Foto: © Fotolia/Pathfinder

… dann geht es um Freizeit bei McK, Familie & Beruf, Recruiting, Google und Diversity.

sebastian-dietrich-s
Über den Autor: Sebastian Dietrich studierte Politik und Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in Potsdam und Berlin. Er arbeitet seit über zehn Jahren an der Schnittstelle von Human Resources und Public Relations, auf Agentur- wie Unternehmensseite.

Ephemeral Media – Vom Wert des Verschwindens

TitelbildKamera-01Seit einigen Monaten ist in Marketingblogs und -magazinen ein Thema angesagt: Ephemeral Media. Das wohl bekannteste Beispiel für den Erfolg dieser besonderen Form der Kommunikation ist Snapchat. Inhalte, die kurz auftauchen und dann für immer verschwinden, liegen schwer im Trend. Dass sie technisch gesehen nicht wirklich weg sind, spielt da eher eine untergeordnete Rolle. Doch woher kommt diese Faszination? Und welche Potenziale bzw. Herausforderungen sind hier verborgen?

Wieso Ihnen dunkle Kanäle im Social Web die Sinne vernebeln

Foto: © Fotolia/dolphfyn

Foto: © Fotolia/dolphfyn

Meine Familie lebt in Bayern, ich bin Wahlberliner. Wir kommunizieren überwiegend über WhatsApp. In der Familiengruppe tauschen wir Nachrichten, Bilder, Online-Artikel, Reiseempfehlungen. Sowas. Wir machen Dark Social. Nichts Böses, aber es vernebelt Unternehmen und Marken zunehmend die Sicht in den sozialen Medien. Dort, wo Unternehmen und Marken jüngst erst verstanden haben, ihren Kunden und Stakeholdern zuzuhören und in Echtzeit zu reagieren.

Dark Social bezeichnet den Internetverkehr, den Menschen zwar über soziale Medien auslösen, die dafür aber nicht öffentliche Kanäle wählen. Sie nutzen vor allem mobile Messenger, also: WhatsApp, Facebook Messenger, iMessage auf dem iPhone, auch Threema, Telegram oder das chinesische WeChat, um einmal nur die Promis aufzuzählen.

Dazu kommen geschlossene Gruppen in sozialen Netzwerken, Slack, Snapchat, und auch die E-Mail zählt dazu. Links, die Sie über diese privaten Kanäle teilen, geben in der Regel keinen Aufschluss über die Quelle, den Absender oder Verbreitungsweg. Analysewerkzeuge weisen Dark Social als „Direct Traffic“ aus, so als hätte der Websitebesucher die Internetadresse direkt in den Browser eingegeben. Je länger allerdings die URL ist, desto wahrscheinlicher hat er den Link über einen Dark-Social-Kanal erhalten. Über solche impliziten Hinweise, smarte Kurz-Links oder eine Brotkrumenspur, die Online-Auswerter in der geteilten URL hinterlassen, versuchen sie Dark Social mittlerweile auf die Schliche zu kommen.

Der Begriff Dark Social geht aufs Jahr 2012 zurück, in der PR-Branche scheint er mir weitgehend unbekannt. Auch Medienbeobachter tun sich schwer damit. Dark Social entzieht sich nämlich einer validen Messung und Beobachtung – technisch, rechtlich und letztlich auch moralisch. Wer will schon, dass Unternehmen in privaten Gesprächen mithören oder sich dort gar einmischen? Und wollen die Unternehmen das?

Erhebungen sehen das Volumen von Dark Social bei deutlich über 80 Prozent des Internetverkehrs, den Nutzer durch das Teilen von Inhalten über soziale Netzwerke verursachen. Das bedeutet: Der Löwenanteil des Social Traffic wird in der Analyse schlicht übersehen. Die Messung und das Monitoring, auf dem strategische Kommunikation beruht, wird so zumindest verzerrt.

Sentiment-Analysen? Themenplanung? Issue-Management? In Dark Social ist das nahezu unmöglich. In diesem toten Winkel des Social Web können wir also nicht beobachten, welche Botschaften erfolgreich arbeiten, wer Freund und Feind ist. Wir ahnen, dass sich in den privaten Kanälen die Diskussion auf den öffentlichen Social-Media-Plattformen spiegelt. Wir wissen aber nicht exakt, wo sich relevante Zielgruppe zu Mini-Communitys zusammenrotten und welche Themen sie dort zu einer Krise anmischen – bis sie den Mainstream erreicht.

Zwar sind geschlossene Facebook-Gruppen nicht neu, das Phänomen Dark Social aber scheint mir umso relevanter, je stärker Messenger die öffentliche Kommunikation in sozialen Medien substituieren. Messenger sind zweifellos im Aufwind und machen Boden gegenüber den klassischen Social-Media-Plattformen gut.

Die Tools begeistern zusehends ein Publikum, das zuvor Berührungsängste mit Social Media hatte. Der private Rahmen senkt die Hürde, zudem dürften die Mitglieder in Gruppen eine belastbare Beziehung zueinander haben. Das erhöht die Relevanz der Inhalte, die geteilt werden – und senkt vermutlich die Hemmschwelle, sich offen und auch ehrlich zu äußern. Parallel reden wir längst nicht mehr von 1-zu-1-Kommunikation. Die Gruppen werden größer, Inhalte springen heute leicht von Gruppe zu Gruppe zu Gruppe. Wer noch nie ein GIF als Weiterleitung von Mamas Nordic-Walking-Gruppe erhalten hat, erhebe jetzt Einspruch …

Der Vormarsch von Messengern erzeugt eine Vielzahl neuer Resonanzräume, in denen sich Themen aufstauen können, um sich schließlich in klassischen Medien zu entladen. Sie sollten sich daran gewöhnen, dass die öffentliche Social-Media-Kommunikation nur noch die Spitze des Eisbergs ist.

Während Jahr um Jahr mit SEO- und Social-Media-Marketing-Millionen um digitale Aufmerksamkeit gekämpft wird, scheint mir absehbar, dass wir für Dark Social einen neuen Schlüssel brauchen: Konversation statt Kommunikation. Armin Sieber schrieb in diesem Kontext neulich von Conversational PR. Zumindest solange Chatbots als Schnittstelle zu Messengern und Dark Social noch in den Kinderschuhen stecken, bleiben klassische Krisenvorbereitung und nachhaltige Reputationsarbeit eine sichere Bank. Sie schützen, auch wenn sich unter Ihrem Radar Unheil anbahnt.

nico-kunkel_150x150pxÜber den Autor: Nico Kunkel ist seit mehr als zehn Jahren professioneller Beobachter von Themen und Trends in Kommunikation, PR- und Medienindustrie. Er arbeitet als freier Journalist und Impulsgeber für Events und Netzwerke in der Branche. 2012 begründete Kunkel die PR-Nachwuchsinitiative #30u30 (www.30u30.de). Nico Kunkel lebt in Berlin. Er twittert als @prreporter.

Mit Storytelling zur Schatzinsel der Präsentationswelt segeln

Foto: © Fotolia/Dudarev Mikhail

Foto: © Fotolia/Dudarev Mikhail

Das Flüstern verstummt, die Blicke richten sich auf die Bühne und der gesamte Vortragssaal ist hellwach. Jeder Redner hat das Ziel, sein Publikum in den Bann zu ziehen, im Kopf des Zuhörers haften zu bleiben, ohne dass er sich Notizen machen muss. Bei einer guten Präsentation kommt es nicht darauf an, woher der Wind weht, sondern wie der Redner die Segel setzt. Mit den nachfolgenden Storytelling-Tipps holen Präsentierende ihr Publikum mit in jedes thematische Boot.