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Tipps & Tools für PR- und Medienprofis

Influencer Marketing, Emojis in der Parteienkommunikation, Krisenkommunikation

Foto: © Fotolia/vectorfusionart

1. Influencer Marketing: Eine US-Agentur hat getestet, wie einfach Fake-Accounts echte Abschlüsse zu erzielen. Das Ergebnis: Zwei extra für das Experiment eingerichtete Fake-Accounts (calibeachgirl310 und wanderinggirl) sammelten vier bezahlte Deals ein – je zwei pro Account. Geht es also Unternehmen in erster Linie darum, beim Mega-Hype Influencer Marketing den Anschluss nicht zu verpassen? Zumindest scheint Schleichwerbung nicht das einzige Problem in diesem Zusammenhang zu sein.
horizont.net >>

2. Welche Emojis Parteien und ihre AnhängerInnen am häufigsten benutzen, hat sich Politikwissenschaftler Josef Holnburger angeschaut. Dafür hat er 1,3 Mio. Nutzerkommentare auf den offiziellen Facebookseiten von SPD, CDU/CSU, FDP, den Grünen, der Linken und der AfD ausgewertet. Am häufigsten wird bei allen Parteien das Tränen-Lach-Emoji und das Thump-Up-Emoji genutzt“, sagt Holnburger. „Auf der rechten Seite werden negative Emojis häufiger genutzt, wie das wütende Emoji, oft in Verbindung mit der Deutschlandflagge. Bei den linken Parteien gibt es sehr viel Herz, sehr viel Regenbogen.“
blog.holnburger.com >> via wired.de >>

3. Im Interview verrät Medientrainer Tom Buschardt, was für ihn gute Krisenkommunikation ausmacht. „Gute Krisenkommunikation informiert wahrheitsgemäß, beschönigt nicht und hat so die Chance, einen Imageschaden von einem Unternehmen abzuwenden. Schlechte Krisenkommunikation hingegen verbrennt Ressourcen und kostet das Unternehmen unter Umständen viel Geld.“
pressesprecher.com >>

Professionelle Kommunikation, Influencer, Pinterest

Foto: © Fotolia/vladans

1. „Professionelle Kommunikation droht in Deutschland an Wert zu verlieren“, warnt GPRA-Präsidentin Christiane Schulz. Als Einflussfaktoren sieht sie „neue Player, die sich auf Trendthemen wie Influencer Marketing setzen und dabei in einer Art Goldgräberstimmung zu oft gegen professionelle Standards verstoßen. Die beiden anderen Punkte sind Fake News und der Umstand, dass Kommunikation immer häufiger wie Schrauben eingekauft wird. Letzteres gefährdet die Qualität von professioneller Kommunikation insgesamt.“
horizont.net >>

2. Wer bei Influencern nur auf die Reichweite schielt, gerät schnell in schlechte Gesellschaft, warnt Djure Meinen. Er erklärt, wie die Zahlen zu deuten sind und nennt als Ausweg: „Wer nicht in erster Linie auf Zahlen schaut, sondern nach Menschen sucht, die zur Marke passen und sich auf sie einlassen, muss sich um gekaufte Fans und Follower wenig Sorgen machen.“
prreport.de >>

3. Für wen sich Pinterest lohnt und welche Content-Formate es gibt, erklärt Andrea Keller. Sie fasst zusammen: „Durch Verlinkungen zu Produkten, der eigenen Website sowie dem Pinterest-Button auf der eigenen Website kann Traffic generiert werden. Außerdem kann der richtige Einsatz von Pinterest durchaus das Unternehmensimage aufbessern. Die Plattform eignet sich nur zur Bewerbung der eigenen Produkte. Hier können Unternehmen einen Blick hinter die Kulissen geben.“
basicthinking.de >>

Autokonzerne, PR-Skills, Influencer-Kooperationen

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1. Im Rahmen des Dieselskandals und der Kartellvorwürfe habe eine echte Kommunikation seitens der Autokonzerne bislang schlicht nicht stattgefunden, kritisiert PR- und Kommunikationsexperte Hasso Mansfeld. Er betont: „Man hätte öffentlich Abbitte leisten müssen. Bei VW im speziellen hätte man auch echte Aufklärung betreiben und auch mit personellen Konsequenzen reagieren müssen.“
meedia.de >>

2. Welche Skills PR-Profis künftig brauchen, verrät Christine Graeff, Kommunikationschefin der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Sie macht drei Kernbereiche aus, in denen Unternehmenskommunikation reagieren muss: Präsenz, Inhalte und Ressourcen. Entsprechend braucht braucht ein zukunftsfestes Kommunikationsteam strategische Berater, kreative Content-Teams, Digital Natives, Datenanalysten und Kommunikationscon­troller sowie Experten für künstliche Intelligenz.
prreport.de >>

3. Worauf Werbungtreibende bei Influencer-Kooperationen achten sollten, erklärt Blogfoster-Mitbegründer Simon Staib. Dabei gilt seiner Meinung nach als Grundvoraussetzung: „In jedem Fall sollte der Influencer zum Brand passen. […] Generell darf das Produkt nicht als Fremdkörper wirken, sondern muss zum Influencer passen.“
horizont.net >>

Mediacom sagt dmexco ab, #DeineWahl, Kinder-Medien-Studie 2017

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1. Deutschlands größte Mediaagentur Mediacom sagt die Teilnahme an der dmexco ab. Digitalchef Christian Wilkens erklärt: „[… D]er nachhaltige Kundendialog oder gar das potenzielle Neugeschäft – das kommt angesichts dieses Info-Overkills viel zu kurz.“ Das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimme nicht mehr, schreibt er in seinem Kommentar und warnt: „[…A]ls Aussteller droht schnell die Position des Loose Players – viel Einsatz, wenig Gewinnchancen; viele Hände, kaum Business. Das Kosten-Nutzenverhältnis ist aus dem Gleichgewicht geraten.“
wuv.de >>

2. #DeineWahl: Im Vorfeld der Bundestagswahl lässt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel von vier YouTuberInnen, Mirko Drotschmann (MrWissen2Go), Beauty- und Fashion-Influencerin Ischtar Isik, Lisa Sophie, die einen Lebenshilfe- und Unterhaltungs-Kanal betreibt, und Tech-Vlogger Alexander Böhm (AlexiBexi) interviewen. Zusammen kommen die vier auf etwa drei Mio. AbonnentInnen. das gespräch mit der Kanzlerin soll am 16. August zwischen 13 und 14 Uhr auf den Kanälen der YouTuberInnen laufen. Unter #DeineWahl können Fragen eingereicht werden.

spiegel.de >>; dwdl.de >>; meedia.de >>

3. Laut Kinder-Medien-Studie 2017 greifen 72 Prozent der Kinder trotz Digitalzeitalter mehrmals in der Woche zu Bedrucktem – Kinderbücher und -magazine erreichen mehr Sechs- bis 13-Jährige als YouTube und Spielekonsolen. Für die Studie haben die sechs Verlage Blue Ocean Entertainment AG, Egmont Ehapa Media GmbH, Gruner + Jahr, Panini Verlags GmbH, SPIEGEL-Verlag und ZEIT Verlag erstmals untersucht, welche Medien die 7,17 Mio. Kinder zwischen vier und 13 Jahren in Deutschland konsumieren.
presseprotale.de >>; horizont.net >>

Institut für Interne Kommunikation, Apple bei Instagram, Etats

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1. Am 2. August wurde das Institut für Interne Kommunikation offiziell ins Vereinsregister des Amtsgerichtes Dortmund eingetragen und hat jetzt seine Arbeit aufgenommen. Laut Satzung will sich der gemeinnützige Verein für eine auf Dialog und Wertschätzung ausgerichtete Kommunikationskultur in Unternehmen und Organisationen einsetzen.
pr-journal.de >>

2. Apple gibt seine Schüchternheit in Sachen Social Media zum Teil auf und launcht einen Instagram-Account. Darüber verlängert das Unternehmen aus Cupertino seine Kampagne #ShotoniPhone rund um iPhone-Fotos von NutzerInnen. Produktfotos will Apple über diesen Kanal aber wohl nicht teilen.
mashable.com >>

3. +++ Etats +++
Die Düsseldorfer PR-Agentur zeron gewinnt mit den Düsseldorf Arcaden, dem Ruhr Park in Bochum und dem Minto in Mönchengladbach gleich drei Shopping-Center als Neukunden. (per Mail)

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) will ihre Zusammenarbeit mit der PR-Agentur Cyrano fortsetzen. Das Budget für die kommenden zwei Jahre beträgt rund vier Mio. Euro.
deutsche-apotheker-zeitung.de >>

Die Stuttgarter Agentur RMG Connect hat sich im Pitch um das Loyalitätsprogramm für den Reifenhersteller Michelin durchgesetzt.
new-business.de >>

Agenturlandschaft im Wandel, Instagram vs. Snapchat, Wahlkampf

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1. Die deutsche und die europäische Agenturlandschaft befinden sich im Umbruch. Julian Riedlbauer, Partner bei GP Bullhound, zeigt drei Trends auf: Konsolidierung & größere Units, Insourcing & Automatisierung sowie neue Themen & Technologien.
horizont.net >>

2. Laut den US-MarktforscherInnen von von L2 laden Marken bei Instagram Stories mehr als zweimal so häufig Inhalte hoch wie bei Snapchat. Demnach haben die 89 untersuchten Unternehmen im Juli bei Instagram 1.347 Stories veröffentlicht, bei Snapchat wurden 614 gezählt.
adweek.com >>; horizont.net >>

3. Wahlkampf: Neurolinguistin Elisabeth Wehling hat Zitate der SpitzenpolitikerInnen – von Angela Merkel bis Alexander Gauland – unter die Lupe genommen. Dabei stellt sie heraus: „Jeder, der politisch kommuniziert, benutzt Frames. […] Frames sind Deutungsrahmen, die unser Denken strukturieren. Beim Lesen oder Hören eines bestimmten Worts oder einer Wendung ruft unser Gehirn automatisch damit verbundene Erfahrungen ab.“
pressesprecher.com >>

Faktenchecks bei Facebook, Bundestagswahlkampf,

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1. Facebook intensiviert das Vorgehen gegen Fake News und blendet Faktenchecks ein. Diese sollen direkt unter Beiträgen erscheinen, die von FaktenprüferInnen angezweifelt werden. Mit dem Hinweis „Mehr zum Thema“ soll in Deutschland die journalistische Aufarbeitung von Correctiv angezeigt werden.
de.newsroom.fb.com>>; spiegel.de >>; meedia.de >>

2. Zum bevorstehenden Bundestagswahlkampf intensivieren die etablierten Parteien ihr Branding – auch im Social Web. Dabei stellen die Springer-Autoren Patrick Donges und Otfried Jahren fest, dass die politische Kommunikation im Wettlauf um den Stimmenfang zunehmend werbliche Züge annimmt. Bei den Grünen soll die Hälfte des Wahlkampfbudgets ins Digitale fließen, doch diese Strategie scheint nicht aufzugehen, beobachten die Kollegen von Wired. Auch die Social-Media-Experten von Vico haben sich angeschaut, wie sich die Spitzenkandidaten der großen Parteien in den sozialen Netzwerken schlagen. Laut deren Analyse zeigt Christian Linder (FDP) auf Facebook die beste Performance.
springerprofessional.de >> (Donges & Jahren), wired.de >>; horizont.net >>

3. Im kununu-Ranking der beliebtesten Arbeitgeber in Marketing, Werbung & PR landet Webnativ Online Marketing ganz vorn – MitarbeiterInnen schätzen dort den freundlichen Umgangston und die spannenden Herausforderungen. Die 3st kommunikation GmbH und die ONMA Online Marketing GmbH landen auf den Plätzen.
news.kununu.com >> via horizont.net >>

PolitikerInnen auf Instagram, Influencer Marketing, offene Fehlerkultur

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1. Die fünf größten Fehler deutscher PolitikerInnen auf Instagram listet David Eicher, Geschäftsführer bei den Territory Webguerillas. Dabei kritisiert er u.a. die Abwesenheit von sechs der zehn wichtigsten PolitikerInnen Deutschlands bei Instagram, ein Zuviel an Inszenierung oder das konsequente Ignorieren von Bewegtbild.
horizont.net >>

2. Start-up-Gründer Pascal Wabnitz erklärt anhand von vier Punkten, was sich beim Influencer Marketing tun muss. Dabei fordert er eine global geltende Kennzeichnungspflicht, mehr Professionalität – auf beiden Seiten –, harte und aussagekräftige Zahlen sowie Qualität.
wuv.de >>

3. Warum alle Unternehmen eine offene Fehlerkultur brauchen, führt Wirtschaftsjournalist Ulrich Schäfer im Rahmen seiner Kolumne „Das deutsche Valley“ aus. Mit Bezug auf Strategieberater Markus Pfeiffer schreibt er: „Um aus Fehlern wirklich zu lernen, sei zum Beispiel auch ein sogenannter „Failure Friday“ sinnvoll: Jeden Freitag solle man sich zwei, drei Stunden Zeit nehmen, um im Team Fehler zu besprechen – und so das Bewusstsein schaffen, aus Misserfolgen zu lernen. Gefragt ist dabei ein offener Dialog, und kein Tribunal wie am Schadenstisch von VW.“
linkedin.com/pulse >>

Bill Shine, Vertrauen in die deutsche Automobilbranche, Studie zu Amazons Sprachassistentin

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1. Wie die New York Times berichtet, könnte Donald Trump Bill Shine, Ex-Chef von Fox News, in sein Kommunikationsteam holen. Im Skandal um sexuelle Belästigung bei dem rechtskonservativen TV-Sender hatte auch Shine im Frühjahr dieses Jahres seinen Hut nehmen müssen.
nytimes.com >>

2. Im Zuge des Dieselskandals und der Kartellvorwürfe fühlen sich 41 Prozent der Deutschen in ihrem Vertrauen in die deutsche Automobilindustrie verunsichert. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie „Dieselgate – Gefahr und Chance?“ des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. Das wirkt sich auch aufs Kaufverhalten aus: 44 Prozent aller potenziellen AutokäuferInnen – nicht nur Dieselnutzer – halten es aktuell nicht für sinnvoll, ein Auto zu kaufen. Gut jede/r Zehnte hat sogar den geplanten Kauf eines Autos wegen der öffentlichen Debatte verschoben.
campaign.yougov.com >>

3. Laut Studie des Rheingold Instituts avanciert Amazons Alexa für viele NutzerInnen zu einer Art digitalen Partnerin. Hier die zentralen Ergebnisse auf einen Blick: Alexa wertet das Ego auf, verheißt wundersame Wunscherfüllungen, vermittelt Ur-Geborgenheit und ist die multiple Partnerin, schürt aber auch Angst vor Kontrollverlust. Zudem enttäuscht und entlastet Alexas Unausgereiftheit.
rheingold-marktforschung.de, horizont.net >>

Scaramucci, Microsoft, Etats

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1. Nach nur 10 Tagen im Amt wurde Trumps Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci auch schon wieder gefeuert – auf Druck des neuen Stabschefs John Kelly, wie US-Medien berichten. Marc Pitzke wagt bei SPIEGEL Online eine Analyse des Chaos’ im Weißen Haus.
spiegel.de >>; meedia.de >>; turi2.de >>

2. Microsoft eröffnet einen internationalen Newsroom in Berlin. Dieser wird von C3 und Wunder Media betrieben. Von dort aus sollen künftig die Seiten MSN und Bing für Deutschland, Österreich, die Schweiz, Schweden und Polen bestückt werden, weitere europäische Länder sollen folgen.
handelsblatt.com >>; horizont.net >>

3. +++ Etats +++
BMW bleibt bei seiner Mediaagentur Mediaplus treu. Die Agentur setzte sich im Pitch am Ende gegen Havas durch.
wuv.de >>

Die Frankfurter Agentur Huth + Wenzel gewinnt im Pitch den digitalen Lead-Etat der ING-DiBa.
onetoone.de >>

Die Hamburger Agentur Blume PR gewinnt den Etat der Emsa GmbH aus Emdstetten.
pr-journal.de >>