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Tipps & Tools für PR- und Medienprofis

Shitstorm – Wie umgehen mit negativem Feedback?

Foto: Fotolia.de/DDRockstar

Als CDU-Generalsekretär Peter Tauber einen Tweet über Minijobber losschickte, ahnte er nicht, welche Social-Media-Lawine er damit ins Rollen bringen würde. Tauber hat erfahren, was vor ihm schon viele andere lernen mussten: Facebook, Twitter und Co. sind schnelllebig und manchmal gnadenlos gegenüber Fehltritten. Was aber ist im Falle eines Shitstorms zu tun? Und was sind vermeidbare No-Gos?

Prävention, die ihre Grenzen hat

Kein Unternehmen möchte Ziel eines Shitstorm im Social Web sein. Daher sollten sie sich vor dem öffentlichen Auftreten durch Tweets, Postings & Co. gut vorbereiten. Zu dieser Vorbereitung gehören:

  • Zielgruppenanalyse
  • Vorformulierte Unternehmensbotschaften
  • Klarheit über die angestrebten Ziele
  • Notfallplan für Kritik und Shitstorms

Je exakter und gründlicher diese Punkte im Vorhinein erarbeitet wurden, desto geringer ist die Gefahr eines Shitstorms.

User werden zum Beispiel täglich mit Content bombardiert. Umso genervter reagieren sie auf Inhalte, die nicht relevant für sie sind. Wer seine Zielgruppe jedoch kennt, weiß, was sie ärgert und was sie interessiert. Kommunikation im Netz muss darüber hinaus authentisch und transparent sein. User können Unternehmensaussagen heutzutage jederzeit hinterfragen und überprüfen. Wer die Wahrheit schönt, fliegt sehr wahrscheinlich auf. Der Shitstorm klopft schon an die Tür.

Trotzdem kann jede noch so gute Vorbereitung einen Shitstorm nicht zu 100 Prozent verhindern.

Die CoLa-Krise

Unternehmen müssen die allgemeine Stimmung gegenüber ihrer Marke im Blick haben. Als Coca Cola 1985 in den USA die Rezeptur seiner von den Konsumenten heißgeliebten Limonade änderte, protestierten die Kunden massiv. So stark, dass die „New Coke“ nach wenigen Wochen wieder vom Markt genommen wurde. Bis heute ist das einer der größten Fehltritte in der Werbegeschichte.
Die erzürnten Cola-Kunden von damals würden ihrem Ärger heute in den sozialen Netzwerken Luft machen. Unternehmen müssen dementsprechend die allgemeine Stimmungslage und im Besonderen die Bedürfnisse ihrer Kunden im Blick behalten.

Wenn der Shitstorm passiert ist

Nicht jede Äußerung ist gleich der Auftakt zu einem Shitstorm und nicht jeder Troll ist eine Reaktion wert. Wie in jeder Krise gilt der goldene Tipp: Ruhe bewahren. Ein Shitstorm hat sich noch nie dadurch verzogen, weil die Social-Media-Verantwortlichen kopflos auf Kommentare reagiert haben.
Hier greift dann der Notfallplan, den auch kleine und mittelständische Unternehmen in der Schublade brauchen. Der Notfallplan sollte konkrete Handlungsmaßnahmen für die folgenden Situationen unmissverständlich beinhalten:

Reaktion auf sachliche Kritik

Ein fehlerhaftes Produkt wurde geliefert. Die Retour wurde abgelehnt. Der Mitarbeiter an der Kasse war unfreundlich, die Service-Hotline dudelte stundenlang nur die Warteschleife ab: Gründe für sachliche Kritik gibt es viele. Kunden teilen vor allem ihre negativen Erfahrungen mit Marken in sozialen Netzwerken. Besonders fatal kann dies bei Facebook sein, wenn der Ärger direkt unter einem Post des Unternehmens geäußert wird und tausende Menschen mitlesen.

Schnell ist eine Kettenreaktion in Gang gesetzt: Ein User springt dem anderen bei, die Emotionen schaukeln sich hoch – wenn niemand handelt. Auf sachliche Kritik sollten die Verantwortlichen stets deeskalierend reagieren. Alles andere gießt nur Öl ins Feuer. Kritik dieser Art sollte als hilfreiches Feedback, um Abläufe im eigenen Unternehmen zu optimieren, und nicht als Angriff verstanden werden.

Ein Dank mit dem ehrlichen Versprechen, die Umstände zu verbessern, hat schon viele aufkeimende Shitstorms beendet. Eine solch bodenständige Reaktion weckt darüber hinaus Sympathie bei der Community.

Reaktion auf unsachliche Kritik

Polemik, Zynismus, Hetze, Beleidigungen, Drohungen: Ein Shitstorm läuft nicht innerhalb der Nettiquette ab. Trotzdem sollte auf die Einhaltung genau dieser Nettiquette hingewiesen werden. Oft vermischt sich sachliche mit unsachlicher Kritik. Gleich ein Tipp vorweg: Wenn alles nichts hilft, können User bei Verstößen gemeldet bzw. gesperrt werden. Das sollte aber die letzte Maßnahme sein, da es elegantere Lösungen gibt.

Für den Umgang damit gibt es mehrere Wege, die jedoch alle ein Risiko der weiteren Eskalation bergen:

  • Nach dem Prinzip „Der Kunde ist im Recht“ handeln

Mit dieser Taktik können Unternehmen die Souveränität in einer eskalierenden Lage in den sozialen Netzwerken bewahren. Auch wenn User ausfallend werden, antwortet die Redaktion freundlich und sachlich, dass das Feedback angenommen und intern weiterkommuniziert wird. Dabei handelt es sich jedoch um eine Reaktion, die abhängig vom Einzelfall ist.
Wenn User grundfalsche Behauptungen oder Denunziationen äußern, ist das kein Feedback mehr, sondern rufschädigendes Verhalten. Dann empfiehlt sich eher eine dritte Taktik.

  • Argumentieren

Bei aller Aufregung müssen redaktionelle Social-Media-Mitarbeiter in der Lage sein, den Kern der unsachlichen Kritik herauszuschälen und mit schlüssigen Argumenten zu entkräften. Das Prinzip dahinter lautet Transparenz.

Vornehmliches Ziel dabei ist nicht, den Störenfried zu überzeugen, sondern die Community durch plausible Argumente auf die eigene Seite zu bekommen. So geht dem Shitstorm schnell die Puste aus.

Die Gepflogenheiten des Netzwerks beachten

Shitstorms verlaufen je nach Netzwerk unterschiedlich: Während bei Facebook ausführliche Kommentare ihren unheilvollen Lauf nehmen können, herrscht bei Twitter ein hektisches Gezwitscher, das sich im schlimmsten Falle unter einem Hashtag für den Shitstorm bündelt.
Unternehmen sollten daher bei ihrem Umgang mit Shitstorms darauf achten, in welchem Netzwerk sie sich bewegen und die entsprechenden Regeln der Kommunikation beachten.

No-Gos bei einem Shitstorm

Ein aktuelles Beispiel für einen ist der in der Einleitung erwähnte Tweet von Peter Tauber.

Quelle: Twitter

Nach dieser Äußerung des CDU-Spitzenpolitikers brach ein Shitstorm von mehreren Seiten los. Doch anstelle einer Entschuldigung folgte zunächst eine Rechtfertigung.

Quelle: Twitter

Erst Stunden später, als der öffentliche Druck zunahm, entschuldigte Tauber sich in einem ausführlicheren Tweet.

Quelle: Twitter

Doch der Schaden war bereits angerichtet. Das Online-Sorry in Form eines Bildes, um die 140-Zeichen-Beschränkung auf Twitter zu umgehen, hinterließ einen schalen Beigeschmack.

Weder missachten noch löschen

Ein weiterer fataler Fehler im Umgang mit Shitstorms ist das Ignorieren. Unternehmen geben das Heft aus der Hand, wenn sie Kritik – ob berechtigt oder nicht – unkommentiert stehen lassen. Krisen-PR lebt auch im digitalen Zeitalter von schnellen und guten Antworten.

Weiterhin sollte klar sein, dass Hohn, Spott, verbale Entgleisungen und persönliche Beleidigungen tabu sind. Ein absolutes No-Go ist es ebenfalls, Kritik zu löschen. Das Internet vergisst nie. Und der Streisand-Effekt zeigt, dass der Versuch, Informationen zu deckeln, zum genauen Gegenteil führt.

Fazit

Shitstorms bleiben wie echte Unwetter unberechenbare Phänomene. Mit den richtigen Frühwarnsystemen lässt sich schon eher ein aufziehendes Online-Gewitter erkennen. Allerding ersetzt das keinen adäquaten Notfallplan und auch der kann nicht garantieren, dass ein Shitstorm immer glimpflich verläuft.
Wenn Unternehmen allerdings die erwähnten Fehler vermeiden und mit taktischen Vorbereitungen ins Social Web einsteigen, stehen die Chancen gut, dass eventuell aufkommende dunkle Wolken sich schnell und ohne Schaden anzurichten wieder verziehen.

carsten-christian-01_150x150pxÜber den Autor: Carsten Christian ist Online- und Social-Media-Redakteur bei der Kölner Agentur Oliver Schrott Kommunikation, wo er für den OSK-Blog zuständig ist. OSK ist Deutschlands zweitgrößte inhabergeführten PR-Agentur und betreut renommierte Automobil-, Technologie- und Industrie-Unternehmen.

Kanzler-Duell, Wahl digital, Achtung Interview

Foto: © Fotolia/gstockstudio

1. War es ein Kanzler-Duell oder eher ein Duett? Nein, das war Simulation! Das liegt für Handelsblatt-Korrespondent und Buchautor Hans-Peter Siebenhaar auf der Hand – und hat für ihn auch einen handfesten Grund: Das Fernseh-Duell habe sich schlichtweg überlebt. Eine Alternative gäbe es dennoch: zwei Kanzlerduelle – ein öffentlich-rechtliches und ein privates. Das eine stünde dann für Ausgewogenheit, das andere eher für schonungslosen Hard-Talk.
handelsblatt.com >>

2. Wahl digital:
WELT: „Wir müssen reden“, lautet das Motto des interaktiven Angebots der WELT für Erst- und Jungwähler. Unter #CheckdieWahl auf welt.de und anderen Social-Media-Kanälen wird für den Nutzer eine Fülle an Informationen rund um die Bundestagswahl zusammengestellt.
Tagesspiegel: Das Portal „Tagesspiegel Politiker-Check“ stellt Material über die Arbeit aller Bundestagsabgeordneten zusammen. Zusätzlich werden Informationen über die Einflussnahme von Lobbyisten bereitgestellt. Das Tool ist ab sofort abrufbar unter http://bundestag.tagesspiegel.de/.
Google: Vor der Wahl stellt Google den Bundestagskandidaten in der Infobox ein neues Feld zur Verfügung. Die Politiker können dort zusätzlich zu ihren biografischen Daten nun auch selbst ausgewählte Inhalte platzieren. Das Tool bleibt bis 24. September online.
axelspringer.de >>; tagesspiegel.de >>; spiegel.de >>

3. Achtung Interview! Auf pressesprecher.com spricht Journalistin und Moderatorin Kirsten Kahler über mögliche Fallstricke im Umgang mit Reportern. Wie man im Worst Case noch rechtzeitig entgegensteuern kann, fasst sie in acht Punkten zusammen. Die wichtigsten: von Beginn an Klartext reden und auf Missverständnisse sofort eingehen. Vor allem selbstkritisch den journalistischen Wert der eigenen Aussage prüfen und im Gespräch mit der Redaktion vorab so viel wie möglich klären.
pressesprecher.com >>

Taktiken für die Kommunikation, Snapchat-Filter zur Wahl, Neues am Zeitschriften-Kiosk

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1. In schwierigen Gesprächssituationen kommt es auf die Taktik an. Wie gehe ich mit den Menschen um? Eine ganz einfache Lösung weiß Mediencoach Attila Albert und beschreibt sie in seiner Job-Kolumne bei kress.de. Sein Tipp: Zustimmung und Akzeptanz zeigen. Hält man das durch, wird man mit Offenheit und Dialog belohnt.
kress.de >>

2. Mit einer Foto-App Wähler animieren?! Snapchat-Nutzer können ab sofort Bilder und Videos mit einem Filter schmücken, der zur Bundestagswahl am 24. September aufruft. In Kooperation mit der Initiative „Mit mir 90 Prozent” und mithilfe der Unterstützung von Medienschaffenden, Prominenten und Sportlern, sollen potenzielle Wähler dazu animiert werden, die Wahlbeteiligung auf mindestens 90 Prozent zu steigern. Vom Erfolg ist Daniela Kunde, Projektleiterin der Initiative, überzeugt: „Snapchat ist gerade für die Erstwähler die perfekte Ansprache“.
www.horizont.net >>

3. Demnächst neu am Kiosk:
Gruner + Jahr bringt unter der Leitung von Stern-Chefredakteur Christian Krug ab Frühjahr 2018 ein neues Lifestyle-Magazin heraus. Namens- und Mitherausgeber von „Joko“ ist der TV-Moderator Joko Winterscheidt. Nach Informationen vom Branchendienst meedia.de ein Pendant zum Zeitgeist-Magazin “Barbara”, das in Kooperation mit Barbara Schöneberger von der Brigitte-Redaktion erstellt wird.
Der Berliner Cato Verlag startet zum 8. September mit dem neuen Magazin „Cato”. Wie Cicero und andere konservative Blätter setzt auch Cato auf konservative Werte wie Beständigkeit. Bei dem „Magazin der neuen Sachlichkeit“ soll es vor allem um „Gefühl und Lebensfreude” gehen.
guj.de >>

meedia.de >>

cato-magazin.de >>

Digitaler Wandel und Marktforschung, E-Mail Use 2017, Pressearbeit bei Start Ups,

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1. Der digitale Wandel stellt für die Marktforschung eine Bedrohung dar, und für Markt- und Meinungsforscher kann Künstliche Intelligenz zum „George Orwell hoch drei“ werden. Das behauptet Kantar-TNS-Chef Hartmut Scheffler im Video-Interview von „Horizont“ und turi2.tv.. Die Hauptrisiken seien, dass Big Data von Kunden überbewertet wird, und dass Groß-Konzerne wie Google mit künstlicher Intelligenz die Marktforschung möglicherweise komplett abschaffen.
turi2.de >>

2. E-Mail-Marketing steht bei Deutschen Konsumenten hoch im Kurs. Nach der Studie „E-Mail Use 2017“ von Adobe wollen 64 Prozent von Marken via E-Mails angesprochen werden. Die Studie ergab, dass 70 Prozent der 3.000 befragten Konsumenten ihre E-Mails am liebsten mobil auf dem Handy lesen. Allerdings müssen die Mails bestimmte Merkmale aufweisen: relevante Informationen fordern 60 Prozent der Befragten, 14 Prozent erwarten personalisierte Inhalte und sieben Prozent ein ansprechendes Format samt eingebundener Videos und Bilder.
www.adobe-newsroom.de >>

3. Pressearbeit bei Start-Ups? Früh begonnen zahlt sie sich am Ende aus. Davon ist Bettina Engert, Kommunikationschefin bei Flixbus, überzeugt. Einige Tipps verrät sie auf pressesprecher.com. Das ist Ihr Erfolgsrezept: authentische Botschaften mit Aussagekraft verwenden und externe Kommunikation als Erfolgsfaktor begreifen. Davon würden unterm Strich auch andere Bereiche des Start-Ups profitieren.
www.pressesprecher.com >>

Agile Marktforschung, PR und Marketing auf Kuschelkurs, Fünf Eigenschaften für PRler

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1. Wie sieht die optimale Pralinenschachtel aus? Welcher Preis animiert zum Kauf? Mithilfe agiler Marktforschung erfährt Edel-Schokoladenhersteller Hachez, wie seine Kunden ticken. W&V erklärt die Strategie: Vom webbasierten Set Up einer Agile-Insights-Software über gezielte Fragestellungen und Datenerhebung in Online-Panels bis hin zur Analyse und dem Export der Reporting-Charts.
wuv.de >>

2. Warum die Grenzen zwischen PR und Marketing langsam verblassen, zeigt das Whitepaper „Kommunikation 2017: PR und Marketing auf Kuschelkurs“. Befragt wurden für die Studie PR-Verantwortliche aus 101 Unternehmen des deutschsprachigen Einzelhandels vom EHI Retail Institute in Köln. Ergebnis: Kunden wollen eine authentische Kommunikation. Dabei spielt es keine Rolle, welchem Bereich der Kommunikator angehört.
pr-journal.de >>

3. Welcher Talente es bedarf, um sich in der PR-Branche zu behaupten, stellt die leidenschaftliche PR-Expertin und Bloggerin Verena Bender vor. Dabei kristallisiert sie fünf Eigenschaften heraus, über die ein erfolgreicher PR-Mensch verfügen sollte: Flexibilität, Selbständigkeit, Kontaktfreudigkeit, Belastbarkeit und Kreativität.
prleben.de >>

Influencer und rechtliche Risiken, „Mobile Moments“, Etat

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1. Wegen Schleichwerbung mit einem Bein im Knast? Wie sich Influencer vor rechtlichen Risiken schützen können und was sie dabei besonders beachten müssen, klärt W&V im Gespräch mit dem Urheber- und Medienrechtler Kay Spreckelsen. Demnach könne der Influencer schnell in eine Falle tappen, wenn er Werbung lediglich mit einem unklaren Begriff wie #ad oder #Kooperationspartner kennzeichnet, oder diese zwischen anderen Hashtags versteckt. Werbung müsse eindeutig als Produktplatzierung gekennzeichnet werden. Häufig gibt es auch Auseinandersetzungen beim unzulässigen Einsatz fremder Fotos, Videos, Texte oder Musikstücke. „Jede Nutzung fremder Inhalte in eigenen Posts bedarf natürlich der vorherigen Zustimmung des Rechteinhabers“, so der Anwalt. Ansonsten riskiere der Influencer eine Abmahnung.
wuv.de >>

2. Wie muss das Marketing sein, um gezielt mobil zu werben? In der Studie „Mobile Moments – was die neue Mediennutzung fürs Marketing bedeutet“ vom Bundesverband Digitale Wirtschaft finden Experten die Antworten. „Wer seine Zielgruppe im entscheidenden Mobile Moment ansprechen will, benötigt programmatische Plattformen, dynamische Werbemittel und Echtzeitdaten über Nutzer und deren Kontext“, verrät Daniel Rieber (adsquare), stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Mobile im BVDW.
bvdw.org >>

3. +++ Etats +++
Medienagentur Initiative sichert sich nach Agentur-Umbau Etat der dänischen Brauereigruppe Carlsberg.
www.horizont.net >>

Capgemini und Publicis.Sapient setzen sich gegen Management-Beratung Accenture durch und gewinnen Digital- und IT-Etat von McDonald’s.
kontakter.de >>

Schleichwerbung Instagram, Öko digital, Etats

Foto: © Fotolia/gstockstudio

1.Das Oberlandesgericht Celle setzt Zeichen und verurteilt Drogerist Rossmann wegen Schleichwerbung auf Instagram. Wie das manager magazin berichtet, erließ das Gericht bereits am 8. Juni 2017 sein Urteil (AZ 13U53). Demnach ist ein Hashtag #ad bei Instagram nicht ausreichend zur Kennzeichnung von Werbung, wenn dieser nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Aktuell wurde der Fall eines 20-jährigen Instagram-Stars und Influencers behandelt, der in seinem Post für das Onlineangebot der Drogerie Rossmann zwar mit Hashtag #ad auf die bezahlte Werbung aufmerksam gemacht hatte, aber erst an zweiter Stelle von insgesamt sechs verschiedenen Hashtags. Laut Gericht ist dies unzureichend. Das Urteil ist nicht mehr anfechtbar.
manager-magazin.de >>

2. Öko digital! Sich als Unternehmen digital aufzustellen und zu positionieren ist nicht leicht. Eine Lösung haben Axel Jahn, CEO bei der Digital-Agentur diva-e, und sein Partner Dr. Peter Gentsch gefunden. Im Interview mit ONEtoONE sprechen sie über verschiedene Methoden und verweisen auf die dringende Notwendigkeit eines digitalen Ökosystems – einer Bündelung aller digitalen Systeme und Akteure.
onetoone.de >>

3. +++ Etats +++
Heimat Hamburg sichert sich Frostas Leadetat für den europäischen Markt.
new-business. de>>

BMW engagiert nach einem mehrstufigen Pitch Serviceplan für seine weltweite Aftersales-Kommunikation.
horizont. net >>

Stephan Grühsem, ProSiebenSat.1, Verdens Gang bei Snapchat Discover

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1. Ex-VW-Kommunikationschef Stephan Grühsem gründet das Unternehmen „MSG“ und berät internationale Kapitalgeber beim Einstieg in die Vereine der Fußball-Bundesliga. „Unternehmen sind bereit, sehr viel Geld in den Profifußball zu investieren, und ich bringe Investoren und Clubs zusammen“, sagte Grühsem der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
faz.net >>

2. ProSiebenSat.1 plant die Abspaltung seines Digitalgeschäfts und anschließend den Gang an die Börse. Das berichtet das manager magazin. „Der Teil-IPO eines Bereichs, wie unseres Commerce-Geschäfts, kann eine Option sein“, teilt Thomas Ebeling, Vorstandschef von ProSiebenSat.1, dem Magazin mit. Eine definitive Entscheidung sei bisher noch nicht getroffen worden. Ein möglicher Auslöser der Überlegungen ist der Kurssturz der Aktie am letzten Mittwoch.
manager-magazin.de >>

3. Mit „Snapchat Discover” Werbung verkaufen und Erlöse teilen – wie das funktioniert, zeigt die norwegische Zeitung Verdens Gang. Dabei folgt auf jeden dritten Snap ein Werbesnap. Das macht bei durchschnittlich elf Snaps pro Tag also auch mindestens drei Werbesnaps. „Snapchat und dann auch die Discover-Funktion erschienen ‚VG‘ vor allem deshalb attraktiv, weil dort eine Zielgruppe zu finden ist, die Zeitung und Website sonst schwer erreichen: besonders junge Menschen.“
kress.de >>

Viacom-Studie „The Next Normal“, Ericsson-Report „The Future of Journalism in a Networked Society“, ProSiebenSat.1-Kampagne

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1. Wir wollen Emotion, Humor und Gemeinschaftsgefühl! Das ergab die Studie „The Next Normal“ des Medienkonzerns Viacom zum Thema Lebensgefühl. Nach der ersten Studie vor fünf Jahren sind nun zum zweiten Mal mehr als 28.000 Teilnehmer zwischen 6 und 54 Jahren befragt worden. Und Viacom hat gleich handfeste Tipps für Werbungtreibende: Um künftige Zielgruppen zu erreichen, sollten Gefühle angesprochen werden. Dabei steht an erster Stelle das Gemeinschaftsgefühl, aber auch Humor darf keinesfalls fehlen.
insights.viacom.com >>; wuv.de >>

2. Der aktuelle Ericsson-Report „The Future of Journalism in a Networked Society“ zeigt auf, wie der traditionelle Journalismus für die Zukunft fit gemacht werden kann. Demnach müssen vor allem neue digitale Geschäftsmodelle entwickelt werden. Lediglich Inhalte zu digitalisieren reicht nicht aus! Da der einzelne Leser immer wichtiger wird, müssten Informationen auf die individuellen Bedürfnisse der Konsumenten abgestimmt und Inhalte besonders für mobile Endgeräte zugeschnitten werden.
ericsson.com >>; presseportal.de >>

3. „Gestalte Deine Zukunft mit. Geh wählen!“ So lautet das Motto der crossmedialen Kampagne von ProSiebenSat.1, bei der über 40 KünstlerInnen und ModeratorInnen zur Teilnahme an der Bundestagswahl aufrufen. Mit dabei sind Claus Strunz, Daniel Boschmann, LeFloid, Stefan Gödde, Lena Gercke und Steffen Henssler. Produziert werden für die Kampagne zwei Spots und 30 kurze Trailer.
meedia.de >>

PolitikerInnen im Social Web, Earned Media, B2B

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1. Junge NutzerInnen erwarten von PolitikerInnen und Parteien im Social Web Fakten und Menschlichkeit – kein Anbiedern. Das zeigt ein Studierenden-Projekt der Universität Hohenheim in Stuttgart, für das 286 Social-Media-NutzerInnen überwiegend im Alter zwischen 18 und 40 Jahren befragt wurden. Den Umfrageergebnissen zufolge kommen auch Erklärvideos und aktive Stellungnahmen zu politischen Themen gut an.
pr-journal.de >>

2. Wie Earned Media Leadgenerierung und Vertrauen von Verbrauchern antreiben, zeigt Andrea Gilgenbach von Cision. Sie beobachtet den Trend, dass Pull-Methoden nicht nur als effektiver erkannt, sondern auch entsprechend finanziert werden, um Leads zu generieren und die Markenbekanntheit zu steigern. „Um aber eine starke Wirkung zu erzielen, muss kontinuierlich zielgerichtete und segmentierte Kommunikationsarbeit geleistet werden, die ihren Einfluss auf Geschäftsergebnisse messen und belegen kann“, betont Gilgenbach.
cision.de >>

3. „B2B ist keine Entschuldigung für langweiligen Content“, findet Jan Dietrich Müller, Head of Group Communications and Marketing bei MAN Diesel & Turbo. In seinem Gastkommentar plädiert für eine stärkere „Outside-in-Perspektive“ in der PR, denn sie wird immer mehr zur „Managementfunktion, die nicht nur „nach außen kommuniziert“, sondern strategischen Input liefert, Handlungsimpulse setzt und kulturelle Veränderung vorantreibt.“
prreport.de >>