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Aktuelles bei medienrot

Googles Wahlkampfgeschenk, Strategien für die Krisenkommunikation, 3 Influencers to watch

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1. Lesetipp: Angela Merkels YouTuber-Interview ist ein Wahlkampfgeschenk von Google für die CDU, findet Markus Reuter. „Google kann Youtube als mögliche Plattform für politische Debatte präsentieren und nutzt für die Bewerbung sogar einen prominenten Textlink auf der eigenen Startseite. Die ist – durch das Monopol im Suchmaschinenmarkt – eine der meistbesuchten Webseiten in Deutschland“, erklärt er. Bleibt die Frage, ob Google demnächst auch den Spitzenkandidaten der anderen Parteien auf seiner Startseite Links zu Wahlkampfterminen einräumen wird …
netzpolitik.org >>

2. PR-Werkstatt „Krisenkommunikation“: Sieben Strategien gegen die Krise listet das Team vom PR Report. Dabei wird unterschieden in die Primärstrategien „Bestreiten“, „Abschwächen“ und „Wiederaufbau“ sowie vier unterstützende Strategien. Allen gemeinsam ist das Ziel, Verhaltensänderungen der Stakeholder zu minimieren.
prreprot.de >>

3. „3 Influencers to watch“: Horizont Online und die Analyse-Plattform InfluencerDB stellen drei Influencer vor, die im Juli für Aufsehen sorgten. Zum einen der „Top-Influencer“, der mehr als 400.000 Follower, ein positives Wachstum und einen sogenannten Qualityscore von über 85 Prozent aufweisen kann, der „Rising Star“ ist, der mindestens 50.000 Follower, 4,5 Prozent Wachstum und einen Qualityscore von mindestens 75 Prozent hat, sowie die „Monthly Discovery“, die mindestens 10.000 Follower, ein positives Wachstum und einen Qualityscore von mindestens 75 Prozent aufweisen sowie in besonderer Art und Weise im vergangenen Monat herausgestochen haben muss. Im Juli waren das: @novalanalove (Top-Influencer), @erikschlz (Rising Star) und @trickytine (Monthly Discovery).
horizont.net >>

Die Kanzlerin im YouTuber-Interview, Kundenservice, Social-Media-RedakteurInnen

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1. Von Angela Merkels Interview mit den YouTuberInnen dürfte v.a. die Kanzlerin profitieren, attestiert Redakteuer Ingo Rentz bei Horizont. Sie habe sich darstellen können, ohne durch kritische Nachfragen gestört zu werden. So gab die kanzlerin Antworten, die in der Regel nicht überraschten, aber auch kaum angreifbar waren, heißt es bei der Welt. Nun wollen die YouTuber von #DeineWahl das Format vermutlich mit SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz fortsetzen. Eine offizielle Bestätigung dazu steht aber noch aus.
youtube.com >> (Interview, 76 Minuten); horizont.net >>; welt.de >>; meedia.de >>

2. Messenger wie WhatsApp oder der klassische Short-Message-Service eröffnen viele Möglichkeiten für den Kundenservice, so Johanna Leitherer. Demnach lasse sich gerade die ältere Bevölkerung, die zwar über ein Handy verfügt, dieses aber nicht mit dem Internet verbunden hat, über SMS nach wie vor besonders gut erreichen. Was WhatsApp betrifft, erwartet Unternehmen wohl eine neue Business-Version.
springerprofessional.de >>

3. 34 Fähigkeiten, die Social-Media-RedakteurInnen im Jahr 2017 auszeichnen, listet Andreas Rickmann, Social-Media-Chef der Bild. Dazu gehören u.a. das Wissen, welches Format auf welchem Account zu welchem Thema angemessen ist, oder die Fähigkeit, Artikel so aufzuschreiben, dass sie perfekt teilbar sind. Die Kollegen von MEEDIA fassen die aufgelisteten Skills noch einmal kompakter zusammen.
andreasrickmann.de >>; meedia.de >>

Studien: Gehälter in der PR, Produktplatzierungen von Influencern, Digitalisierung

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1. Laut DPRG-Trendbarometer erhalten PR-Profis in Unternehmen im Schnitt deutlich mehr Geld als MitarbeiterInnen von Agenturen. Den Untersuchungsergebnissen zufolge liegt die Quote derer, die zwischen 50.000 und 70.000 Euro sowie zwischen 70.000 und 100.000 Euro im Jahr verdienen, auf Unternehmensseite deutlich höher.
dprg-online.de >> (Studie kostenpflichtig bestellen); prreport.de >>

2. Produktplatzierungen von Influencern, wie YouTubern, Instagrammern und anderen Social-Media-Größen, werden bereits von 26 Prozent aller Internetnutzer in Deutschland wahrgenommen. Das zeigt eine Goldmedia-Studie zur Bedeutung von Influencer Marketing in Deutschland im Auftrag des Dienstleisters für Influencer-Marketing-Kampagnen Influry, für die rund 1.600 Onliner ab 14 Jahren befragt wurden. Zudem zeigen die Ergebnisse, „dass Influencer Marketing nicht nur wahrgenommen wird, sondern offenbar auch eine stark verkaufsfördernde Wirkung hat.“
influry.com >>; horizont.net >>

3. Lediglich 41 Prozent von Deutschlands größten Familienunternehmen fühlen sich in Sachen Digitalisierung gut bis sehr gut aufgestellt. Größtes Hindernis dabei das mangelnde Know-how der MitarbeiterInnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Deutschen Bank und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), für die das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn mehr als 300 EntscheiderInnen großer Familienunternehmen mit mindestens 50 Mio. Euro Jahresumsatz befragte.
dw.com/de >>

Digitalisierung, Content-Marketing-Plan, Etats

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1. Für eine erfolgreiche Digitalisierung braucht es eine moderne interne Kommunikation, betont Lutz Hirsch (Hirschtec). Er kritisiert: „Die digitale Vernetzung nach innen – durch neue Formen der Kommunikation, Kollaboration sowie der Aufbereitung von Wissen – bleibt jedoch oft unberücksichtigt.“
onetoone.de >>

2. Downloadtipp: Miriam Rupp, Geschäftsführerin der Berliner Agentur für Brand Storytelling Mashup Communications, zeigt in drei Schritten, wie Storytelling im Content Marketing Plan zur kanalübergreifenden Markenkommunikation führt. Die Vorlage für den Content-Marketing-Redaktionsplan kann nach kurzer Registrierung kostenlos heruntergeladen werden.
mashup-communications.de >>

3. +++ Etats +++
Das Bundespresseamt schreibt seinen bisher von Carat gehaltenen Media-Etat neu aus. Dabei trennt die PR-Behörde der Bundesregierung erstmals Einkauf und Planung: Künftig soll eine Agentur einkaufen, drei weitere sollen jeweils Crossmedia-, Digital- und Außenwerbung planen.
wuv.de >>

Leagas Delaney gewinnt im Pitch den Social Media-Etat von CosmosDirekt.
new-business.de >>

Die Hamburger PR-Agentur Industrie-Contact AG (IC) hat in diesem Jahr schon sieben Neukunden gewinnen können: die Bremer Crowdshop GmbH, AFC Auto Fleet Control GmbH, Solvay Dental 360, Glunz AG, NaturaPunkt GmbH, Zervant und die Marken Satisfyer und partner.
pr-journal.de >>

Influencer Marketing, Emojis in der Parteienkommunikation, Krisenkommunikation

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1. Influencer Marketing: Eine US-Agentur hat getestet, wie einfach Fake-Accounts echte Abschlüsse zu erzielen. Das Ergebnis: Zwei extra für das Experiment eingerichtete Fake-Accounts (calibeachgirl310 und wanderinggirl) sammelten vier bezahlte Deals ein – je zwei pro Account. Geht es also Unternehmen in erster Linie darum, beim Mega-Hype Influencer Marketing den Anschluss nicht zu verpassen? Zumindest scheint Schleichwerbung nicht das einzige Problem in diesem Zusammenhang zu sein.
horizont.net >>

2. Welche Emojis Parteien und ihre AnhängerInnen am häufigsten benutzen, hat sich Politikwissenschaftler Josef Holnburger angeschaut. Dafür hat er 1,3 Mio. Nutzerkommentare auf den offiziellen Facebookseiten von SPD, CDU/CSU, FDP, den Grünen, der Linken und der AfD ausgewertet. Am häufigsten wird bei allen Parteien das Tränen-Lach-Emoji und das Thump-Up-Emoji genutzt“, sagt Holnburger. „Auf der rechten Seite werden negative Emojis häufiger genutzt, wie das wütende Emoji, oft in Verbindung mit der Deutschlandflagge. Bei den linken Parteien gibt es sehr viel Herz, sehr viel Regenbogen.“
blog.holnburger.com >> via wired.de >>

3. Im Interview verrät Medientrainer Tom Buschardt, was für ihn gute Krisenkommunikation ausmacht. „Gute Krisenkommunikation informiert wahrheitsgemäß, beschönigt nicht und hat so die Chance, einen Imageschaden von einem Unternehmen abzuwenden. Schlechte Krisenkommunikation hingegen verbrennt Ressourcen und kostet das Unternehmen unter Umständen viel Geld.“
pressesprecher.com >>

Professionelle Kommunikation, Influencer, Pinterest

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1. „Professionelle Kommunikation droht in Deutschland an Wert zu verlieren“, warnt GPRA-Präsidentin Christiane Schulz. Als Einflussfaktoren sieht sie „neue Player, die sich auf Trendthemen wie Influencer Marketing setzen und dabei in einer Art Goldgräberstimmung zu oft gegen professionelle Standards verstoßen. Die beiden anderen Punkte sind Fake News und der Umstand, dass Kommunikation immer häufiger wie Schrauben eingekauft wird. Letzteres gefährdet die Qualität von professioneller Kommunikation insgesamt.“
horizont.net >>

2. Wer bei Influencern nur auf die Reichweite schielt, gerät schnell in schlechte Gesellschaft, warnt Djure Meinen. Er erklärt, wie die Zahlen zu deuten sind und nennt als Ausweg: „Wer nicht in erster Linie auf Zahlen schaut, sondern nach Menschen sucht, die zur Marke passen und sich auf sie einlassen, muss sich um gekaufte Fans und Follower wenig Sorgen machen.“
prreport.de >>

3. Für wen sich Pinterest lohnt und welche Content-Formate es gibt, erklärt Andrea Keller. Sie fasst zusammen: „Durch Verlinkungen zu Produkten, der eigenen Website sowie dem Pinterest-Button auf der eigenen Website kann Traffic generiert werden. Außerdem kann der richtige Einsatz von Pinterest durchaus das Unternehmensimage aufbessern. Die Plattform eignet sich nur zur Bewerbung der eigenen Produkte. Hier können Unternehmen einen Blick hinter die Kulissen geben.“
basicthinking.de >>

Autokonzerne, PR-Skills, Influencer-Kooperationen

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1. Im Rahmen des Dieselskandals und der Kartellvorwürfe habe eine echte Kommunikation seitens der Autokonzerne bislang schlicht nicht stattgefunden, kritisiert PR- und Kommunikationsexperte Hasso Mansfeld. Er betont: „Man hätte öffentlich Abbitte leisten müssen. Bei VW im speziellen hätte man auch echte Aufklärung betreiben und auch mit personellen Konsequenzen reagieren müssen.“
meedia.de >>

2. Welche Skills PR-Profis künftig brauchen, verrät Christine Graeff, Kommunikationschefin der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Sie macht drei Kernbereiche aus, in denen Unternehmenskommunikation reagieren muss: Präsenz, Inhalte und Ressourcen. Entsprechend braucht braucht ein zukunftsfestes Kommunikationsteam strategische Berater, kreative Content-Teams, Digital Natives, Datenanalysten und Kommunikationscon­troller sowie Experten für künstliche Intelligenz.
prreport.de >>

3. Worauf Werbungtreibende bei Influencer-Kooperationen achten sollten, erklärt Blogfoster-Mitbegründer Simon Staib. Dabei gilt seiner Meinung nach als Grundvoraussetzung: „In jedem Fall sollte der Influencer zum Brand passen. […] Generell darf das Produkt nicht als Fremdkörper wirken, sondern muss zum Influencer passen.“
horizont.net >>

Mediacom sagt dmexco ab, #DeineWahl, Kinder-Medien-Studie 2017

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1. Deutschlands größte Mediaagentur Mediacom sagt die Teilnahme an der dmexco ab. Digitalchef Christian Wilkens erklärt: „[… D]er nachhaltige Kundendialog oder gar das potenzielle Neugeschäft – das kommt angesichts dieses Info-Overkills viel zu kurz.“ Das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimme nicht mehr, schreibt er in seinem Kommentar und warnt: „[…A]ls Aussteller droht schnell die Position des Loose Players – viel Einsatz, wenig Gewinnchancen; viele Hände, kaum Business. Das Kosten-Nutzenverhältnis ist aus dem Gleichgewicht geraten.“
wuv.de >>

2. #DeineWahl: Im Vorfeld der Bundestagswahl lässt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel von vier YouTuberInnen, Mirko Drotschmann (MrWissen2Go), Beauty- und Fashion-Influencerin Ischtar Isik, Lisa Sophie, die einen Lebenshilfe- und Unterhaltungs-Kanal betreibt, und Tech-Vlogger Alexander Böhm (AlexiBexi) interviewen. Zusammen kommen die vier auf etwa drei Mio. AbonnentInnen. das gespräch mit der Kanzlerin soll am 16. August zwischen 13 und 14 Uhr auf den Kanälen der YouTuberInnen laufen. Unter #DeineWahl können Fragen eingereicht werden.

spiegel.de >>; dwdl.de >>; meedia.de >>

3. Laut Kinder-Medien-Studie 2017 greifen 72 Prozent der Kinder trotz Digitalzeitalter mehrmals in der Woche zu Bedrucktem – Kinderbücher und -magazine erreichen mehr Sechs- bis 13-Jährige als YouTube und Spielekonsolen. Für die Studie haben die sechs Verlage Blue Ocean Entertainment AG, Egmont Ehapa Media GmbH, Gruner + Jahr, Panini Verlags GmbH, SPIEGEL-Verlag und ZEIT Verlag erstmals untersucht, welche Medien die 7,17 Mio. Kinder zwischen vier und 13 Jahren in Deutschland konsumieren.
presseprotale.de >>; horizont.net >>

Institut für Interne Kommunikation, Apple bei Instagram, Etats

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1. Am 2. August wurde das Institut für Interne Kommunikation offiziell ins Vereinsregister des Amtsgerichtes Dortmund eingetragen und hat jetzt seine Arbeit aufgenommen. Laut Satzung will sich der gemeinnützige Verein für eine auf Dialog und Wertschätzung ausgerichtete Kommunikationskultur in Unternehmen und Organisationen einsetzen.
pr-journal.de >>

2. Apple gibt seine Schüchternheit in Sachen Social Media zum Teil auf und launcht einen Instagram-Account. Darüber verlängert das Unternehmen aus Cupertino seine Kampagne #ShotoniPhone rund um iPhone-Fotos von NutzerInnen. Produktfotos will Apple über diesen Kanal aber wohl nicht teilen.
mashable.com >>

3. +++ Etats +++
Die Düsseldorfer PR-Agentur zeron gewinnt mit den Düsseldorf Arcaden, dem Ruhr Park in Bochum und dem Minto in Mönchengladbach gleich drei Shopping-Center als Neukunden. (per Mail)

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) will ihre Zusammenarbeit mit der PR-Agentur Cyrano fortsetzen. Das Budget für die kommenden zwei Jahre beträgt rund vier Mio. Euro.
deutsche-apotheker-zeitung.de >>

Die Stuttgarter Agentur RMG Connect hat sich im Pitch um das Loyalitätsprogramm für den Reifenhersteller Michelin durchgesetzt.
new-business.de >>

Agenturlandschaft im Wandel, Instagram vs. Snapchat, Wahlkampf

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1. Die deutsche und die europäische Agenturlandschaft befinden sich im Umbruch. Julian Riedlbauer, Partner bei GP Bullhound, zeigt drei Trends auf: Konsolidierung & größere Units, Insourcing & Automatisierung sowie neue Themen & Technologien.
horizont.net >>

2. Laut den US-MarktforscherInnen von von L2 laden Marken bei Instagram Stories mehr als zweimal so häufig Inhalte hoch wie bei Snapchat. Demnach haben die 89 untersuchten Unternehmen im Juli bei Instagram 1.347 Stories veröffentlicht, bei Snapchat wurden 614 gezählt.
adweek.com >>; horizont.net >>

3. Wahlkampf: Neurolinguistin Elisabeth Wehling hat Zitate der SpitzenpolitikerInnen – von Angela Merkel bis Alexander Gauland – unter die Lupe genommen. Dabei stellt sie heraus: „Jeder, der politisch kommuniziert, benutzt Frames. […] Frames sind Deutungsrahmen, die unser Denken strukturieren. Beim Lesen oder Hören eines bestimmten Worts oder einer Wendung ruft unser Gehirn automatisch damit verbundene Erfahrungen ab.“
pressesprecher.com >>