Newsletter

10 Ideen für abwechslungsreichen Bild-Content

Das Internet ist eine unendliche Weite und fordert immer mehr Inhalte. Ob soziale Netzwerke, Firmenwebseite, Blog oder White-Paper – überall braucht es auch Fotos und Grafiken, um Themen zu kommunizieren. Mit meiner Liste möchte ich Sie ein wenig beim Finden von neuen Bildideen unterstützen.

01. Team-Fotos

Eine Idee ist immer nur so gut wie das Team dahinter. Mit Unternehmen oder Organisationen sieht das nicht anders aus. Warum also nicht ein paar feine Bilder beim nächsten Fest oder Team-Building-Seminar schießen lassen? Das sollte natürlich passieren, BEVOR der Alkohol gereicht wird und die KollegInnen sollten darauf vorbereitet sein – ProfifotografInnen ebenfalls. Dann kommen vielleicht ein paar ganz erfrischende Bilder heraus, die Ihr Unternehmen bzw. Ihre Organisation gleich viel plastischer darstellen.

02. MitarbeiterInnen-Portraits

Wer sind Ihre SpezialistInnen und was machen die eigentlich? Diese Frage stellen sich zahlreiche KundInnen da draußen im Internet. Nicht bewusst, aber wenn man ihnen die Menschen hinter den Dienstleistungen und Produkten zeigt, dann entsteht eben doch eine emotionale Brücke. Gute Portraits motivieren auch die KollegInnn selbst. Wenn Profis die MitarbeiterInnen ordentlich in Szene setzen, dann fühlt man sich selbst am schwierigsten Arbeitsplatz ernst genommen. Gut, das ersetzt nicht das gesunde Betriebsklima, trägt aber zumindest positiv dazu bei. Darüber hinaus können mit den Portraits auch die Arbeitsplätze kommuniziert werden. Neue Maschinen im Hintergrund zeigen qualitative Arbeitsergebnisse. Attraktive Büros suggerieren ebenfalls ein positives Bild des Unternehmens bei den BetrachterInnen. Das tolle Portrait macht sich übrigens auch verdammt gut am Ende eines Gastbeitrages. ;-)

Gute Fotos sollten allerdings kein Privileg der Chefetage sein. Das demotiviert MitarbeiterInnen, wenn sie für Bilder „herhalten“ müssen, aber nicht attraktiv in Szene gesetzt werden.

Mein persönlicher Tipp als Betroffener: Es dürfte für MitarbeiterInnen fast immer angenehm sein, wenn die Fotoprofis auch mit Make-Up umgehen können oder im besten Fall sogar eine Fachfrau oder Fachmann dafür vor Ort haben.

03. Produktbilder

Produktbilder wirken oft nur oberflächlich und leblos. Sie sollen zum Kauf anregen. Das ist alles wichtig und gut. Diese Bilder helfen aber meist nicht, das Produkt zu verstehen. Oft bestehen Produkte aus vielen Teilen bzw. Komponenten. Warum kann man diese nicht einzeln darstellen? Warum nicht mal den Querschnitt eines Produktes visualisieren lassen? Schöpfen Sie aus dem Vollen und inszenieren Sie Ihr Produkt durch Illustrationen, echte Querschnitte oder Detailfotos! So haben Sie genug Futter für interessante Social-Media-Snippets oder eine Reihe von Fachbeiträgen zu Ihrem Produkt.

Nutzen Sie doch mal die neuen Möglichkeiten von CGI. Die Erstellung dieser Computergrafiken ist im Zweifel günstiger als die Anfertigung eines Models und lässt sehr viel Raum für verschiedene Perspektiven.

Eine Variante kommt meines Erachtens zu selten vor: Bilder, die ein Produkt in seiner tatsächlichen Verwendung dokumentieren. Dazu gibt es unten im Text noch weitere Vorschläge.

04. Tutorials

Apropos im Einsatz: Was kann man mit Ihrem Produkt machen? Wie wird es fachgerecht benutzt? Was kann das Teil sonst noch? Welche speziellen Verbesserungen bietet die neue Version Ihres Produktes eigentlich? All diese Fragen und noch mehr kann man in einer tollen Foto- und/oder Illustrationsserie darstellen. Menschen erfahren dadurch mehr über das Produkt und bekommen echten Mehrwert geboten.

Übrigens ist ein Tutorial auch ein Ansatz, um gute KundInnen einzubinden. Sie können ihre Tricks verraten, sich als ExpertInnen präsentieren und werden dabei auch noch mit tollem Bildmaterial versorgt. Win-Win nenne ich das mal ganz frech.

05. Motto-Bilder

Jede Branche hat ihre eigenen, besonderen Termine: Die wichtigste Messe, der größte Kongress, die Ehrentage wichtiger historischer ZeitgenossInnen. Der Kalender an sich hat aber auch zahllose Feiertage zu bieten. So finden sich also genügend Anlässe, um Bildmaterial aufzubereiten, das dann zum passenden Zeitpunkt in die sozial-mediale Runde geschickt werden kann. Aber auch die kleinen Jubiläen bieten Stoff für Bildmaterial. Das langjährige Produkt ist seit fünf oder zehn Jahren auf dem Markt. Das passende Bild oder die schöne Grafik kann die Qualität und den Erfolg des Produktes transportieren. Die Firmengründung fand vielleicht in einer Garage statt, heute sitzt man womöglich im Glaspalast. Den Erfolg kann man thematisieren und ganz klar visualisieren.

Motto-Bilder kann man sehr gut vorproduzieren und übers Jahr eingesetzt sind sie auch ein feines Stilmittel, um die eigene Corporate Identity zu untermauern.

06. Live-Bilder

Waren wir doch gerade beim Kalender, so ist man auch schnell bei der Live-Dokumentation von Firmenveranstaltungen aller Art. Die Messe, das Seminar, die Konferenz, das Strategiemeeting, die Jubiläumsfeier und und und – all das kann man dokumentieren und zügig im Netz veröffentlichen. Ein paar schöne Impressionen vom Messestand am Tag der Eröffnung machen MessebesucherInnen Appetit vorbeizuschauen. Die hochkarätigen TeilnehmerInnen des Strategiemeetings stehen für eine gute Führungstruppe, die Jubiläumsfeier für die langjährige Mitarbeiterin zahlt auf das Karmapunktekonto in Sachen Employer Branding ein.

Wichtig sind dabei zwei Punkte. Erstens: Alles kann, nichts muss. Und zweitens: Lassen Sie Profis die Bilder machen. Dann können sie gut aussehen und trotzdem authentisch wirken.

07. Infografiken

Ja, Infografiken sind gerade in aller Munde bzw. verstopfen zur Zeit das Internet. Deshalb kann man sie jedoch trotzdem produzieren und mit wirklich wichtigen Inhalten versehen. Nicht jedes Thema muss in einer Infografik verwurstet werden. Aber den komplexen Produktionsprozess auf einer verständliches Maß herunterzubrechen, macht sich als Information schon mal ganz gut. Wenn Ihr Produkt eine Ergänzung zu anderen Produkten Ihres Portfolios ist, kann das auch ganz informativ sein. Die KollegInnen aus dem Marketing freuen sich vermutlich ebenfalls darüber.

Was kann man noch alles unter dem Begriff Infografik laufen lassen? Meiner Meinung nach passen Diagramme, Statistiken, Zusammenhänge, Abläufe perfekt, um dafür Infografiken zu erstellen.

08. Zitate & Sinnsprüche

Wie jetzt, Texte? Ja! Ähnlich wie bei den Motto-Bildern gibt es auch für fast jede Branche Leitthemen als auch Leidthemen. Die jeweils passenden Zitate dazu findet man entweder bei historischen Personen, kennt genügend durch eigene Berufserfahrung oder liest sie in der aktuellen Presse von ProtagonistInnen der Branche. Bringt man die Zitate mit einer passenden Typo und einem attraktiven Hintergrund zusammen, wird man in den sozialen Netzwerken womöglich viele Likes und Faves ernten können.

Ich würde Zitate tatsächlich als eine eigene Reihe entwickeln, die man mit aller Regelmäßigkeit publizieren kann. Ein Freund von mir postet – als Beispiel – jeden Montag ein Zitat zum Wochenauftakt.

09. Comics & Cartoons

Comics und Cartoons sind natürlich schon die hohe Schule der Kommunikation. Muss man doch immer das richtige Maß zwischen Selbstironie, Feinsinnigkeit und politisch korrektem Humor finden, OHNE dabei jemanden wirklich auf die Füße zu treten. Insgesamt gibt es jedoch viele Möglichkeiten für den Einsatz. Der Waschzettel für ein Produkt lässt sich als Comic zusätzlich visualisieren. Zum aktuellen Branchenaufreger lässt sich ein schnippischer Cartoon erstellen. Ein Tutorial kann auch als Comic die wichtigsten Neuerungen eines Produktes transportieren.

Letztendlich lassen sich fast alle Themen in Comics oder Cartoons verarbeiten. Wobei ich das Cartoon vorrangig für das Kommentieren aktueller Angelegenheiten nutzen würde. In Comics hingegen kann man auch ernsthafte Inhalte platzieren.

10. Katzen-Content

Das Beste zum Schluss! Katzenbilder mit Textbotschaften kann frau/man in den Umlauf bringen, muss es aber nicht. WENN man sich doch dafür entscheidet, dann sollte eines klar sein: Es kann ordentlich nach hinten losgehen. Es gibt viele Menschen, die sehr humorbefreit durch das Internet surfen und den Spaß nicht verstehen, wenn auf einem Bild eine Katze aus dem Schmelztiegel eines Kruppstahl-Hochofens schaut und nach Hitzefrei fragt.

Letztendlich sind Bilder mit niedlichen Tierjungen immer fein, wenn man sie wohldosiert, thematisch passend und gern auch mal unverhofft einsetzt. Dann sorgen Sie zumindest für Aufmerksamkeit und oft für ein Lächeln oder Schmunzeln.

Das Mantra zum Schluss

++ HÖCHSTMÖGLICHE AUFLÖSUNG! ++ HÖCHSTMÖGLICHE AUFLÖSUNG! ++ HÖCHSTMÖGLICHE AUFLÖSUNG! ++

Jedes Foto, jede Grafik – sämtlicher Bild-Content, den Sie anfertigen lassen, sollten Sie sich in der aktuell höchstmöglichen Auflösung zur Verfügung stellen lassen. Was meine ich mit höchstmöglich? Ich meine die Auflösung, die wenigstens für gedruckte Produkte noch eine adäquate Bildqualität garantiert und dabei bezahlbar ist. Nicht weniger sollte man von seinen DienstleisterInnen einfordern.

Warum? Weil man das eh schon teuer bezahlte Material eben für mehr als nur einer Ausspielung über die digitalen Kanäle benutzen kann: Faltblatt, Flyer, Anzeige in der Fachzeitschrift, Plakat, TV, Video etc. – gutes Bildmaterial sollte weitere Anwendung finden. Denn es ist ja schon bezahlt.

jst-autorenbildÜber den Autor: Jens Stoewhase ist verantwortlicher Redakteur für medienrot.de und Geschäftsführer der Rabbit Publishing GmbH, die dieses Onlinejournal im Auftrag der Landau Media AG betreibt. Bis Ende 2011 betreute er selbst u.a. die digitalen Aktivitäten zahlreicher kommerzieller Kinder- und Jugendmagazine und YPS. Stoewhase arbeitete vorher jahrelang für den Onlinebereich der TV-Serie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ und als Freelancer im Musikbereich und entwickelte Konzepte für digitale Angebote im Entertainmentsegment.